Hallo,
Olli_T. schrieb am 18.12.2008 um 19:02:57:
Und von den besseren Programmen ... ist eine ausreichende Anzahl terminalserverfähig.
Wer hat denn festgelegt, was "ausreichend" ist? Selbst wenn das gesamte Kollegium zuvor umfassend informiert wurde und jeder Einzelne "Ja" dazu gesagt hat, dass nur noch terminalserverfähige Software eingesetzt wird, ist diese Aussage auf nicht allzu lange Dauer keinen Pfifferling wert. Wenn 3 von 4 Lehrbuch-CDs nicht befriedigend laufen, ist die Akzeptanz der Lösung schnell dahin.
Olli_T. schrieb am 18.12.2008 um 19:02:57:
der Schulträger lehnt ... es ab, Grundschulen mit Computern auszustatten...
Den Thread werde ich mir bookmarken, damit ich Ihn hervorzaubern kann, wenn unsere Schulleiter mal wieder jammern.
Nur mal so zum Vergleich: Bei uns hat jede Grundschule in jedem Klassenraum 1-2 PCs und zusätzlich noch - soweit räumlich möglich - einen PC-Raum mit meist 15+1 Rechnern. Hinzu kommen noch Drucker, Notebooks, Beamer, WLAN usw. All das wird von der DV der Stadt beschafft, eingerichtet, supportet und alle 4-4,5 Jahre ersetzt. Die Lehrer und Schulleitungen müssen sich um (fast) nichts kümmern.
Olli_T. schrieb am 18.12.2008 um 19:02:57:
Die Äußerungen einiger Leute, in Grundschulen gehörten keine Computer
Auch ich stelle mir durchaus häufig die Sinn-Frage...
Olli_T. schrieb am 18.12.2008 um 19:02:57:
Würde der Schulträger die Ausstattung übernehmen, bräuchten wir als Förderverein uns ja nicht einzuschalten. ... Ich schreibe aus Baden-Württemberg
Gerade wenn es von Seiten des Schulträgers keine Unterstützung gibt, dann macht keine Experimente, sondern hängt Euch an die Musterlösung des Landesmedienzentrums dran! Das ist eine standardisierte Lösung, für die man beim LMZ kostenlos bzw. künftig wohl für sehr kleines Geld Support bekommt. Es gibt auch Firmen, die sich auf die Unterstützung dieser Lösung spezialisiert haben.
Das Problem beim gut gemeinten Engagement der Eltern ist, dass es wegfällt wenn die Kinder auf die weiterführenden Schulen wechseln. Dann findet sich häufig keiner mehr, der sich so stark engagieren will oder kann, wie es diejenigen getan haben, die das Projekt aufgezogen.
Problematisch ist ja nicht die Beschaffung, sondern die Administration und der Support. Die Realiaität sieht dann meistens so aus: Die Lehrer sind um 13h zu Hause. Nur 1-2 engagierte Eltern sitzen bis 23h im PC-Raum, installieren Software und beseitigen Störungen. Wird man immer jemanden finden, der sich das antut?
Es rächt sich schnell, wenn man keine Standardlösung im Einsatz hat - selbst wenn die Eigenlösung besser ist.
felix1 schrieb am 18.12.2008 um 22:55:40:
sk schrieb am 17.12.2008 um 22:26:32:
Spätestens wenn Frau X mit 50 Demo-CDs von der nächsten Didacta wiederkommt und der Großteil davon nicht oder nicht zufriedenstellend läuft, ist die Akzeptanz der Lösung dahin.
Falsch

Der Admin entscheidet, was auf dem TS instaliert wird
Träum weiter! Der Admin mag entscheiden, was auf dem TS installiert wird, aber er entscheidet nicht, welche Software zum Einsatz kommt. Das geben die Anwender - hier die Lehrer - vor. Der Admin muss zusehen, dass er die gewünschte Software ans laufen bekommt. Wenns nicht über den TS geht, dann muss er sich eben etwas anderes einfallen lassen. Das ist in Unternehmen so, das ist in modernen Behörden so und auch in Schulen.
Die IT ist Dienstleister - egal ob intern oder outgesourced. Auch eine interne IT-Abteilung trifft heute im Wesentlichen nur noch grundsätzliche Technologieentscheidungen und setzt technische Rahmenbedingungen, die aber letztlich auch auf den Anwenderbedarf hin ausgerichtet werden müssen. Man kann sicherlich beratend bei der Softwareauswahl Einfluss nehmen, aber man kann im Zweifel nicht ständig gegen die Anwender ankämpfen, so unvernünftig sie manchmal auch sein mögen. Denn wenn die Unzufriedenheit der Anwender zu groß wird, steht irgendwann der IT-Dienstleister in Frage.
felix1 schrieb am 18.12.2008 um 22:55:40:
sk schrieb am 17.12.2008 um 22:26:32:
So schön ein Terminalserveransatz auch wäre - in Grundschulen helfen nur windowsbasierte Fatclients.
Wo nimmst Du das her?
Reichen Dir 8 Jahre Erfahrung in diesem Aufgabenbereich und die Betreuung von derzeit über 600 Arbeitsplätzen allein in den pädagogischen Netzen an 16 Schulen aus? Natürlich kenne ich auch Terminalserverprojekte in anderen Gemeinden, deren Einsatzszenarien und vorallem auch deren wirklichen Zufriedenheitsgrad "hinter vorgehaltener Hand". Wir tauschen uns auch kreisweit unter den Schuladmins aus: Meines Wissens setzt keiner meiner Kollegen im Kreis in den Grundschulen Terminalserver ein, obwohl bei den Schulträgern für die Anbindung von abgesetzten Büros, Heimarbeitsplätzen und Roadwarriors sehrwohl Citrix-Farmen im Einsatz sind. Teilweise machen das die selben Leute sogar in Personalunion: (Mit-)Betreuung der Citrix-Farm "fürs Haus" und nebenbei die Schulnetze. Vermutlich sind die einfach nur zu dämlich, die Technologie des einen Arbeitsgebietes auf das andere zu übertragen?
Hier mal was das Landesmedienzentrum BW dazu meint:
http://www.landtag-bw.de/wp13/drucksachen/1000/13_1785_d.pdfBis heute sehen die TS nur als Komplementärtechnik:
http://www.support-netz.de/wml-terminalserver-client.htmlAber vermutlich haben die auch keine Ahnung.
Gruß
Steffen