Einführung in Gruppenrichtlinien (Seite 3)
Sichern, Kopieren und Importieren von
Richtlinieneinstellungen
Stellen Sie sich vor, Sie haben in Ihrer Testdomäne eine
Gruppenrichtlinie erstellt und würden gerne alle
Einstellungen in eine Produktivumgebung übernehmen. Wie ginge
das mit dem geringsten Aufwand?
Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine weitere
Organisationseinheit einrichten und für diese neue OU
identische oder fast identische Gruppenrichtlinien nutzen, wie
sie bereits für eine andere OU eingerichtet wurden.
Im Herbst 2003 hat Microsoft die Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole
GPMC zum kostenlosen Download veröffentlicht. Über
dieses Snap-In können Sie ein Gruppenrichtlinienobjekt mit
allen darin konfigurierten Richtlinien kopieren bzw.
importieren. Die Onlinehilfe gibt nähere Auskunft:
Über das Kopieren können Einstellungen
von einem Gruppenrichtlinienobjekt direkt auf ein neues
Gruppenrichtlinienobjekt übertragen werden. Beim
Kopiervorgang wird ein neues Gruppenrichtlinienobjekt erstellt
und erhält einen neuen GUID (Globally Unique Identifier). Auf
diese Weise können Einstellungen auf ein neues
Gruppenrichtlinienobjekt in derselben Domäne, in einer
anderen Domäne in derselben Gesamtstruktur oder in einer Domäne
in einer anderen Gesamtstruktur übertragen werden. Da beim
Kopiervorgang ein in Active Directory vorhandenes
Gruppenrichtlinienobjekt als Quelle verwendet wird, muss
zwischen der Quell- und der Zieldomäne eine
Vertrauensstellung bestehen.
Kopiervorgänge eignen sich für die Übernahme von
Gruppenrichtlinien zwischen Produktionsumgebungen oder
zwischen einer Testdomäne (bzw. Testgesamtstruktur) und einer
Produktivdomäne (bzw. Produktivgesamtstruktur). Voraussetzung
ist eine Vertrauensstellung zwischen der Quell- und der
Zieldomäne. Detaillierte Anweisungen findet man in der
Onlinehilfe von GPMC unter .
Das Kopieren ähnelt einer Sicherung mit
anschließendem Import, wobei der Zwischenschritt über das
Dateisystem wegfällt und das neue Gruppenrichtlinienobjekt
als Teil des Kopiervorgangs erstellt wird. Informationen zum
Sichern von Gruppenrichtlinienobjekten finden Sie in der
Onlinehilfe von GPMC unter dem Suchbegriff Sichern.
Beim Import ist im Gegensatz zum
Kopiervorgang keine Vertrauensstellung zwischen den Domänen
erforderlich. Informationen zum Importvorgang finden Sie in
der Onlinehilfe unter dem Suchbegriff mportieren.
Die Verfahren zum Sichern, Kopieren oder Importieren von
GPOs und hiermit zusammenhängende Aufgaben können auch mit
Hilfe der Beispielskripts durchgeführt werden, die zum
Lieferumfang der Gruppenrichtlinienverwaltung GPMC gehören.
Ein Systemhaus, das für viele Kunden Projekte mit Windows
2000/2003 Active Directory durchführt, kann die
Gruppenrichtlinien einer sauber durchkonfigurierten
Testumgebung also komfortabel weiterverwenden, in dem die in
der Testumgebung erzeugten Gruppenrichtlinien als Vorlagen
gesichert, beim Kunden in das frisch aufgesetzte Active
Directory eingespielt und danach lediglich angepasst werden.
Gruppenrichtlinien-Verknüpfung hinzufügen
Wenn Sie jedoch eine identische Gruppenrichtlinie ohne
Modifikationen für mehrere Organisationseinheiten verwenden möchten,
geht das auch anders, nämlich über eine Verknüpfung. Sie
erstellen die Gruppenrichtlinie in einer neutralen
Organisationseinheit und konfigurieren sie. Danach erzeugen
Sie in anderen Organisationseinheiten Verknüpfungen zu dieser
zentralen Gruppenrichtlinie. Diese Methode hat den Vorteil,
dass Sie später bei Bedarf nur an einer Stelle Änderungen an
einer Gruppenrichtlinie vornehmen können und diese Änderungen
sofort für alle Organisationseinheiten wirksam werden, die
mit der zentral gepflegten Gruppenrichtlinie verknüpft
sind.
Sie öffnen die Eigenschaften der Organisationseinheit und
dort die Registerkarte Gruppenrichtlinien.
Dieses Mal klicken Sie aber nicht auf die Schaltfläche Neu,
sondern auf die Schaltfläche Hinzufügen.
Diese Schaltfläche wäre eindeutiger mit Verbinden
bezeichnet worden. Wählen Sie die Registerkarte Alle
an. Es werden alle Gruppenrichtlinien der Domäne aufgelistet,
die bisher angelegt wurden.
Wozu können Sie die Möglichkeit nutzen,
Gruppenrichtlinie mit mehreren Organisationseinheiten zu
verbinden?
Wenn Sie z.B. mehrere Standorte haben und an allen
Standorten Server stehen, so können Sie eine zentrale
Organisationseinheit mit dem Namen Gruppenrichtlinien
der Organisation einrichten. Dort können Sie z.B.
eine Gruppenrichtlinie Domänen-Controller
generieren, in der alle für Domänencontroller wichtigen
Sicherheitsrichtlinien definiert werden. Für jeden Standort
sollten Sie dann eine OU erstellen und innerhalb dieser OUs
wiederum Sub-OUs für Domänencontroller, Mitgliedsserver,
Clientcomputer, Benutzer, Benutzergruppen und externe
Kontakte. In den Sub-OUs Domänencontroller,
die es in jeder Standort-OU gibt, erstellen Sie dann eine
Gruppenrichtlinie, indem Sie eine Verknüpfung zur zentralen
Richtlinie Domänencontroller in der
zentralen Organisationseinheit Gruppenrichtlinien der
Organisation erstellen.
Auf dieselbe Weise gehen Sie für andere Servertypen wie
Mitgliedsserver, Exchange-Server, SQL-Server vor. Auf dem
Microsoft Webserver finden Sie den Windows Server Secu
abgesichert werden.
Sie können die Möglichkeiten der Verknüpfung von
Gruppenrichtlinien natürlich auch für Richtlinien verwenden,
die für alle Benutzer der gesamten Organisation gelten
sollen. Dazu erstellen Sie eine Gruppenrichtlinie wie z.B. Standardbenutzer-organisationsweit
und vielleicht eine weitere Gruppenrichtlinie wie Hauptbenutzer-organisationsweit
in der zentralen Organisationseinheit Gruppenrichtlinien
der Organisation. Die zweite Gruppenrichtlinie ist
dann für Poweruser (SW-Entwickler, Helpdesk-Mitarbeiter
usw.), bei denen die Umgebung nicht so stark wie bei
Standardbenutzern eingeschränkt wird. Diese zentralen
Gruppenrichtlinien verbinden Sie dann mit den
Organisationseinheiten namens Benutzer, die
sie als Sub-OUs unter den verschiedenen Standort-OUs erstellt
haben.
Jedoch sollten Sie in diesen zentralen Gruppenrichtlinien
wirklich nur solche Richtlinien definieren, die dann auch für
alle Benutzer der gesamten Organisation gelten. Die Richtlinie
Ordnerumleitung, in der jeweils ein Server
angegeben werden muss, auf dem sich das Basisverzeichnis des
Benutzers befindet, eignet sich vielleicht weniger für eine
zentrale Gruppenrichtlinie. Denn die Basisverzeichnisse (Userhome-Directories)
einer großen Organisation mit mehreren Standorten liegen auf
mehreren Dateiservern. Doch auch hier gibt es einen Trick, um
die Zuordnung zu mehreren Servern hinzubekommen. Näheres dazu
finden Sie im Kapitel Servergespeicherte Benutzerprofile,
Basisordner und Ordnerumleitung.
Eine Gruppenrichtlinie oder deren Verknüpfung löschen
Wenn Sie eine Organisationseinheit löschen, ohne vorher
die Gruppenrichtlinien zu löschen, die für diese
Organisationseinheit erstellt wurden, so bleiben diese
Gruppenrichtlinien im Active Directory und im Verzeichnis %SYSTEMROOT%\SYSVOL\sysvol\Company.local\Policies
der Domänencontroller erhalten. Um das zu testen, erzeugen
Sie eine neue Test-OU und legen für diese OU eine
Testgruppenrichtlinie an. Notieren Sie den eindeutigen Namen
der Gruppenrichtlinie, der über die Schaltfläche Eigenschaften
angezeigt wird. Löschen Sie jetzt die Test-OU und überprüfen
Sie, ob das bei der Erstellung der Gruppenrichtlinie erzeugte
Verzeichnis unterhalb von %SYSTEMROOT%\SYSVOL\sysvol\Company.local\Policies
durch das Löschen der OU automatisch gelöscht wurde. Es ist
noch vorhanden.
Öffnen Sie jetzt die Eigenschaften einer anderen OU und
dort die Registerkarte Gruppenrichtlinien.
Klicken Sie dieses Mal nicht auf die Schaltfläche Neu,
sondern auf die Schaltfläche Hinzufügen. Wählen
Sie die Registerkarte Alle an. Es werden alle
Gruppenrichtlinien der Domäne aufgelistet, auch die
Test-Gruppenrichtlinie, die für die bereits gelöschte
Test-OU erzeugt wurde.
Hat man ein Gruppenrichtlinienobjekt mit der Maus angewählt
und klickt auf die Schaltfläche Löschen, so
erscheint eine Abfrage:
Verknüpfung aus Liste entfernen bewirkt,
dass andere Container (Standorte, Domänen, OUs) die
Richtlinie nach wie vor verwenden können. Es wird also nur
die Verknüpfung auf das aktuelle Objekt gelöscht.
Verknüpfung aus Liste entfernen und das
Gruppenrichtlinienobjekt unwiderruflich löschen
bedeutet, dass die Gruppenrichtlinie selbst gelöscht wird und
nach diesem Vorgang komplett entfernt wird. Es ist nicht möglich,
diese Richtlinie zu einem späteren Zeitpunkt auf einen
anderen Container anzuwenden.
Bevor Sie jedoch ein Gruppenrichtlinienobjekt
unwiderruflich löschen, sollten Sie folgende Einstellung überprüfen:
Markieren Sie die gewünschte Richtlinie und klicken auf die
Schaltfläche Eigenschaften. In der
Registerkarte Links wählen sie im Feld Domäne
die Domäne aus, die nach Verknüpfungen durchsucht werden
soll. Klicken Sie auf Suchen. Mit diesem
Vorgang, werden alle Container gesucht, mit dem diese
Richtlinie verknüpft ist. Sie können so sicherstellen, ob
diese Richtlinie noch auf einen anderen Container einer
anderen Domäne wirkt.
Die beschriebene Vorgehensweise bezog sich auf einen Server
ohne zusätzlich installierte
Gruppenrichtlinienverwaltungskonsole GPMC. Ist dieses Werkzeug
installiert, ist die Vorgehensweise ähnlich. Sie sollten auch
das Verfahren ohne installierte GPMC kennen, weil Sie
vielleicht morgen schon einen Server administrieren müssen,
auf dem die GPMC fehlt.
Wiederherstellen der Standarddomänenrichtlinie mit dem
Kommandozeilentool
Für eine neu eingerichtete Domäne werden automatisch die
beiden Gruppenrichtlinienobjekte Default Domain Policy
und Default Domain Controllers Policy
erstellt. Änderungen an den Richtlinieneinstellungen in
diesen beiden Standardgruppenrichtlinienobjekten sollten Sie
nach Möglichkeit vermeiden oder zumindest exakt
dokumentieren. Erstellen Sie besser selbst neue
Gruppenrichtlinienobjekte und nehmen Sie dort die gewünschten
Einstellungen vor. Wurden trotzdem Änderungen an den
Standardrichtlinien vorgenommen und soll der Urzustand
wiederhergestellt werden, so gibt es in Windows Server 2003
den Kommandozeilenbefehl dcgpofix. Das zugehörige
Tool dcgpofix.exe liegt im Verzeichnis %systemroot%\system32.
In der Onlinehilfe werden die Verwendung des Tools, die zugehörigen
Parameter und die Einschränkungen erklärt.
Durch die Angabe des Parameters /ignoreschema
können Sie es dcgpofix.exe ermöglichen, mit
unterschiedlichen Versionen von Active Directory
zusammenzuarbeiten. Standardrichtlinienobjekte werden jedoch möglicherweise
nicht in ihren ursprünglichen Zustand wiederhergestellt. Um
die Kompatibilität sicherzustellen, sollten Sie die Version
von dcgpofix.exe verwenden, die mit dem
aktuellen Betriebssystem installiert wurde. Das folgende
Beispiel zeigt, wie Sie den Befehl dcgpofix
verwenden können, um das Standard-Domänenrichtlinienobjekt
wiederherzustellen:
dcgpofix /target: domain
Weitere Informationen finden Sie in den Knowledge
Base-Artikeln
Gruppenrichtlinien contra reg-Dateien
Über viele Gruppenrichtlinien werden Werte in der
Registrierdatenbank des Clients oder der Server verändert. Es
stellt sich die Frage, ob man dieselben Ziele nicht auch über
reg-Dateien erreichen kann, vielleicht sogar mit geringerem
Aufwand. Neben dem Befehl Regedit gibt es
viele Tools am Markt, mit denen man Einstellungen in Windows
XP oder Microsoft Office vornehmen und die zugehörigen
Registry-Einträge direkt in eine reg-Datei exportieren kann,
z.B. den Registry System Wizard, X-Setup
oder RegShot. Diese reg-Datei kann dann über
ein Anmeldeskript oder ein Startskript importiert werden.
Obwohl Microsoft seit der Einführung von Active Directory
mit Windows 2000 Server das Instrument der Gruppenrichtlinien
immer wieder als das zentrale Verwaltungswerkzeug zur
Steuerung der Clients herausstellt, gibt es bisher außer
Microsoft keine mir bekannten Drittanbieter, die
Gruppenrichtlinienvorlagedateien (adm-Dateien) anbieten, damit
auch ihre Produkte über den Gruppenrichtlinieneditor von
zentraler Stelle aus gesteuert werden können. Weder für SAP,
Sage KHK, AutoCAD, CorelDraw noch für führende
Antiviren-Produkte gibt es derartige adm-Dateien. Und selbst
das kaufmännische Produkt Navision, welches Microsoft
inzwischen vertreibt, enthält keine
Gruppenrichtlinienvorlagedateien zur zentralen Steuerung der
Clients.
Dennoch gibt es inzwischen nicht nur Tools zur Umwandlung
von reg-Dateien in adm-Dateien (Registry System Wizard,
reg2adm, ptfe – Policy
Template File Editor) und Artikel, in denen die Erstellung von
eigenen adm-Dateien ausführlich beschrieben wird. Es gibt
auch viele andere Gründe, sich mit Gruppenrichtlinien zu
beschäftigen, denn mittels Gruppenrichtlinien kann bei weitem
mehr erreicht werden als über Manipulationen der
Registrierdatenbank:
- Über Gruppenrichtlinien lassen sich auch Werte im
Bereich HKEY_LOCAL_MACHINE der Registrierdatenbank
manipulieren. Dazu hat der einfache Anwender in der Regel
jedoch keine Rechte.
- Über Gruppenrichtlinien können Anwendungen installiert
werden.
- Über Gruppenrichtlinien können Start- und
Herunterfahrenskripte, aber auch Abmeldeskripte aktiviert
werden, was weit mehr an Möglichkeiten bietet, als
lediglich ein Anmeldeskript.
- Mittels Gruppenrichtlinien können komplexe Active
Directory-Strukturen, die aus mehreren Standorten oder
sogar aus mehreren Domänen bestehen, zentral gesteuert
werden.
- Mit Gruppenrichtlinien kann das Verhalten einzelner
Clientgruppen oder Benutzergruppen einzeln gesteuert
werden. Sie können z.B. eine Organisationseinheit
erstellen, in der Sie alle Laptops und Tablet-PCs
unterbringen, und für diese OU spezielle
Gruppenrichtlinie einrichten, um die Besonderheiten von
Clients, die regelmäßig offline sind, in den Griff zu
bekommen.
Das sind nur einige der Vorzüge, die Gruppenrichtlinien
gegenüber der Manipulation der Registrierdatenbank mittels
reg-Dateien haben. Der Hauptvorteil von Gruppenrichtlinie ist,
dass der Administrator zentral vorgeben kann, wie ein Client
aussieht, welche Anwendungen und Features freigegeben oder
gesperrt sind und was der Anwender nutzen und verändern darf.
Diese Einstellungen können über Gruppenrichtlinien jederzeit
verändert werden, ohne dass der Anwender zur Gruppe der lokalen
Administratoren oder der Hauptbenutzer
gehören muss. Die über Gruppenrichtlinien gesteuerten
Einstellungen in der Registrierdatenbank werden mit der
Berechtigung der betriebssysteminternen Gruppe SYSTEM
durchgesetzt.
Mit zentral verwalteten Gruppenrichtlinien lässt sich der
Verwaltungsaufwand eines Netzwerks drastisch senken, ebenso
die Anzahl möglicher Fehlerquellen und
Sicherheitsbedrohungen. So oder so führt für Sie kein Weg
daran vorbei, sich mit Gruppenrichtlinien auseinanderzusetzen.
Denn vielleicht morgen schon müssen Sie ein Netzwerk
betreuen, in dem von Gruppenrichtlinien intensiv Gebrauch
gemacht wird.
Fehlersuche, wenn eine Richtlinie nicht wirkt
Grundsätzlich kann es von Umgebung zu Umgebung sehr viele
Ursachen geben, wenn man eine Gruppenrichtlinie aktiviert hat,
und auf dem betreffenden Client oder unter der betreffenden
Kennung diese Gruppenrichtlinie nicht das gewünschte Resultat
zeigt. Wirkt überhaupt keine Gruppenrichtlinie, so liegt das
in der Regel an einem fehlerhaft konfigurierten DNS. Überprüfen
sie dann die DNS-Konfiguration der DNS-Server und die
DNS-Einträge im Client. Überprüfen Sie am Server das
Ereignisprotokoll.
Stellen Sie danach sicher, dass der betreffende
Client-Computer bzw. die betreffende Benutzerkennung in der
richtigen OU liegt, auf die die Richtlinie angewendet wird.
Überprüfen Sie, ob die Gruppenrichtlinien-Berechtigungen
richtig eingestellt sind, so dass der Computer bzw. der
Benutzer das GPO lesen und übernehmen kann. Wichtig ist
dabei, dass Richtlinie nicht auf eine Sicherheitsgruppe
angewendet werden können, sondern immer nur auf die Objekte,
die in dem Container liegen, auf den die Richtlinie wirkt.
Überprüfen Sie, in welcher Reihenfolge mehrere
Richtlinien angewendet werden, ob es geerbte Richtlinien aus
übergeordneten Containern gibt. Ein Tool aus dem Windows
Server Resource Kit mit dem Namen GPRESULT
zeigt auch unter Windows 2000 Professional das resultierende
Ergebnis, wenn mehrere Gruppenrichtlinien auf ein Objekt
wirken. Im neuen Verwaltungswerkzeug GPMC.MSI
ist dieses Werkzeug bereits integriert.
Auf einem Windows XP-Client können Sie den
Kommandozeilenbefehl gpresult nutzen, um das
Resultat aller wirkenden Gruppenrichtlinien anzuzeigen. Der
Befehl gpresult /? Zeigt alle Parameter an,
der Befehl gpresult > c:\gpresult.txt
leitet das Ergebnis in eine leichter auswertbare Textdatei um.
Mit dem Parametern /u (für User) und /s
(für System) kann man sogar herausfinden, was passiert, wenn
sich ein bestimmter Anwender an einem anderen Rechner
anmeldet: gpresult /u:benutzername /s:rechnername
Tools, Artikel und Quellen zu Gruppenrichtlinien
Die erste Quelle zu weiteren Informationen rund um das
Thema Gruppenrichtlinien ist die Buch-DVD, die auch dann noch
mit weiteren Beiträgen angereichert wird, wenn dieses Kapitel
bereits beim Drucker gesetzt wird. Auf der Buch-DVD finden Sie
ein eigenes Verzeichnis Gruppenrichtlinien
mit Tools, Whitepapers, Knowhow-Artikeln und Verweisen auf
Webseiten mit weiteren Quellen. Als zweiten Schritt sollten
Sie im Internet-Portal des Verlags auf der Update-Seite dieses
Buches überprüfen, ob es neue Beiträge zum Thema
Gruppenrichtlinien gibt.
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Von Ulrich Schlüter, Autor des Buches "Integrationshandbuch
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