3D-DruckerDer sogenannte 3D-Druck ist derzeit in aller Munde, denn die noch junge Branche könnte künftig eine echte Revolution für die Industrie darstellen. Mittlerweile kommen nämlich sogar schon die ersten Flugzeugteile aus dem High-Tech-Drucker, aber auch im Alltag wird ihr Einsatz immer wahrscheinlicher. Denn während 3D-Drucker vor einigen Monaten noch als nahezu unerschwinglich galten, so werden sie heute immer intensiver für eine breite Käuferschicht entwickelt - einige Shops bieten hier sogar schon ein paar Modelle an und Amazon launchte vor kurzem in den USA sogar einen eigenen Online-Shop, der sich nur um das Gerät und das passende Zubehör dreht. Höchste Zeit also, sich mit der neuartigen Technik ein wenig genauer zu beschäftigen.

Vom Klassiker zum High-Tech-Drucker
Früher waren Drucker vor allem eins, nämlich ziemlich laut und auch sehr groß. Gerade die Modelle der 90er Jahre kamen oftmals als echte Riesen daher, konnten darüber hinaus nur Schwarz-Weiß drucken und auch das Ergebnis konnte im Nachhinein nicht wirklich überzeugen. Gerade der sogenannte Nadeldrucker wurde damals häufig verwendet, wobei er keine einzelnen Blätter nutzte, sondern mit Endlospapier gefüllt wurde.

Dass eines Tages auch Bilder oder sogar Fotos direkt zuhause ausgedruckt werden sollten, war damals noch Zukunftsmusik und wurde ausschließlich von entsprechenden Fotogeschäften oder Druckereien umgesetzt. Doch weitere Entwicklungen ließen nicht lange auf sich warten und gemeinsam mit der Digitalfotografie sollte es schon bald heimische Geräte geben, die mit größerem Funktionsumfang überzeugen sollten.

Der Tintenstrahldrucker ist dabei ein besonders gängiges Modell, doch auch die schlichten Drucker konnten den steigenden Standards bald nicht mehr genügen - es folgten die sogenannten Kombigeräte, die neben einem Drucker auch noch einen Scanner und einen Kopierer bereithielten und damit ideal für das Büro geeignet waren. Die moderne Laserdrucktechnologie kam währenddessen immer verstärkter zum Einsatz, verbesserte die Ergebnisse und machte das Drucken nicht nur kinderleicht, sondern auch besonders schnell.

Die Handhabung selbst ist dabei in der Regel sehr einfach, denn es wird lediglich eine Patrone benötigt, in der sich entweder Tinte oder ein sehr feines Farbmittel in Form eines Pulvers, der Toner, befindet. Auch hier hat sich mittlerweile ein sehr großer Markt gebildet, der beispielsweise die Wiederbefüllung übernimmt oder neue hochwertige Kartuschen anbietet. Auf dieser Webseite beispielsweise erhalten Interessierte sowohl originale Patronen als auch wieder befüllte. Der Markt hat sich enorm entwickelt und auch die Anbieter passen sich dieser Entwicklung an.

Den Höhepunkt der Druckerentwicklung bilden aber sicherlich die neuen und sehr modernen 3D-Drucker, die ehrlicherweise allerdings nicht mehr viel mit dem gemeinen Drucker zu tun und im Grunde nur den Namen übernommen haben. Dennoch begeistert die Technik hinter den Geräten derzeit die Massen und das völlig zu Recht, denn 3D-Drucker werden hoch gehandelt, schon bald eine entscheidende Änderung der ganzen Wirtschaft mit sich zu bringen.

 

Was können 3D-Drucker und wie funktioniert die Technik?
Grundsätzlich betrachtet, ist es mithilfe eines 3D-Druckers möglich, beispielsweise spezielle Bauteile schnell und problemlos selbst herzustellen, genauso gut können aber auch einfache Alltagsgegenstände gefertigt werden, die zuvor in einem entsprechenden Programm designt werden. Die einzelnen Teile entstehen, indem der Drucker sie Schicht für Schicht aufträgt und anschließend mit einem speziellen Verfahren härtet – klassische Materialien sind dabei unter anderem Kunststoff, Keramik oder auch Stahl und Titanlegierungen. Auf der letzten CeBIT wurde mit dem FreeSculpt bereits ein erster 3D-Drucker für den Heimgebrauch angeboten, der für immerhin humane 800€ zu erwerben war.

 

Weitere Vorteile des Drucks

  • Umweltfreundlich – beim 3D-Druck entsteht kaum Abfall, denn das Gerät verwendet bis auf einen minimalen Überschuss wirklich nur so viel, wie auch wirklich notwendig ist.
  • Designfreiheiten – beim Produktdesign ist fast alles möglich und es lässt sich leicht umsetzen, dafür sorgen einerseits die Präzision und Schnelligkeit der Geräte und andererseits ihre vielen Möglichkeiten der Individualisierung und Modifikation.
  • Günstig - die eigene Produktion von Prototypen und Werkstücken wird so ideal möglich gemacht, denn misslungene Versuche können leicht ersetzt werden, ohne allzu sehr ins Geld zu gehen. Auch allgemein betrachtet, sinken die Preise für 3D-Drucker in allen Segmenten, darüber hinaus gibt es keinen Werkzeugverschleiß.

 

Nachteile des Drucks
Andererseits sollten Interessenten dieser spannenden neuen Technik aber auch bedenken, dass es selbstverständlich nicht nur Vorteile, sondern auch den einen oder anderen Nachteil zu berücksichtigen gibt.

  • So wird sich zukünftig unter anderem die Frage gestellt werden, ob Privatpersonen auch wirklich einzelne wichtige Bauteile durch den Druck erneuern dürfen, die beispielsweise im Auto verbaut werden. Denn sollte daraufhin etwas passieren, stellt sich die Frage nach der Schuld und Verantwortung.
  • Zudem befinden sich die vielen unterschiedlichen Drucktechniken derzeit noch in der Entwicklung, sodass  sie teilweise noch eine schlechte Auflösung bieten oder es zu Schwierigkeiten bei den Übergängen kommen kann. Hier wird auch deutlich, dass der Durchbruch der 3D-Drucktechnik sich vermutlich erst in einigen Jahren zeigen wird.
  • Auch wenn die Preise stetig sinken, so sind doch ungefähre Anschaffungskosten von rund 1000€ ein durchaus stattlicher Preis, insbesondere dann, wenn die Technik dahinter noch nicht komplett ausgereift ist.

 

Das folgende Video zeigt einen 3D-Drucker im Einsatz:





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