Bildschirme: 4K-Auflösung erhöht die EntwicklungsstufeEs ist nahezu zu einer kniffligen Sache geworden, einen neuen Bildschirm zu kaufen. Komplizierte Fachbegriffe, immer wieder neue Technologien und widersprüchliche Tipps verwirren oft mehr, statt tatsächlich zu helfen. Gerade die Bildschirmauflösung und explizit die Darstellung bewegter Bilder werden dabei als Beurteilungskriterium heran gezogen. Es geht um Hertz, Pixel, Bildwiederholungsfrequenz oder Bildverbesserungssysteme. Und jetzt ist mit der 4K-Bildschirmauflösung eine neue Technologie aufgetaucht. Für die gibt es zwar bislang kaum Anwendungen, aber mit der 8K-Auflösung steht schon die nächste technologische Entwicklung quasi in den Startlöchern.

Bildwiederholungsfrequenz und Bildverbesserungssysteme als wichtiges Kriterium

Tatsächlich mit bloßem Auge sehen können Sie die Optimierungen der Bildschirmauflösungen aber in der Regel nur, wenn ein Fernseher - aus wohnzimmertypischen Betrachtungsabständen - richtig groß ist (ab ca. 50 Zoll). Das gilt für Full HD, aber auch für die neue Supertechnik Ultra HD mit ihrer 4K-Auflösung. Die Praxis zeigt hier: Ist erst einmal ein bestimmtes Niveau erreicht, verpufft eine weitere Optimierung der Auflösung quasi wirkungslos. Wenn überhaupt, sind Unterschiede beim Darstellen von bewegten Bildern in Form von Doppelkonturen, unsauberen Kanten oder Nachzieheffekten auszumachen.

Um etwaige Bewegungsprobleme zu minimieren erhöhen die Hersteller immer wieder die Bildwiederholungsfrequenz; diese wird in Hertz (Hz) gemessen. Neben den gängigen Fernsehern mit 100 oder 200 Hertz gibt es nunmehr auch schon Geräte mit 600 Hertz. In der Regel überzeugen Apparate mit hohen Hertz-Zahlen durch eine schnelle Reaktionszeit und ein ruhiges Bild. Allerdings arbeitet nahezu jeder neue Fernseher mittlerweile mit Bildverbesserungssystemen, die grundsätzlich für ein reduziertes Rauschen und Ruckeln, schärfere Kanten sowie eine ruhigere Bilddarstellung sorgen.

Bildschirme: 4K-Auflösung erhöht die Entwicklungsstufe

 

Ultra HD: Neue Entwicklungsstufe ist erreicht

Mit der 4K-Auflösung ist jetzt diesbezüglich eine weitere Entwicklungsstufe erklommen worden. Was aber kann die neue Technik (4K-Auflösung) leisten? Ein Überblick:

- Ultra HD mit der beeindruckenden 4K-Bildauflösung präsentiert sich extrem hoch auflösend. Zur Verfügung stehen 3840 x 2160 Pixel, was einer viermal höheren Auflösung gegenüber Full HD bedeutet.
- Ausgenommen ist davon allerdings die Horizontale: Hier kommt das neue Ultra HD auf rund 4000 Pixel, während es beim Full HD immerhin noch 2000 Pixel sind.
- Richtig eindrucksvoll wirken die über acht Millionen Pixel bei der 4K-Auflösung aber erst bei Bildschirmen mit einer Größe über 50 Zoll.
- Aber: Top-Smartphones bieten inzwischen mehr als 300 Bildpunkte; im Hinblick auf die Pixel pro Zoll (Pixel per Inch; ppi) kommen die großen Fernseher mit 4K-Auflösung lediglich auf etwa 50 ppi.

 

4K-Bildauflösung: Abstand zum Fernseher spielt keine entscheidende Rolle mehr

So gesehen begeistert die neue Technik zwar, aber auch bei der 4K-Auflösung ist stets die Frage akut, ob das menschliche Auge die extrem hohe Auflösung überhaupt wahrnehmen kann. Keine Frage, die Bilder wirken zwar grundsätzlich weitaus schärfer und damit auch realistischer bei der Ultra HD-Technik.

Aber im Grunde genommen erkennen Sie die meisten Pixelraster-Unterschiede erst dann, wenn Sie den Bildschirm quasi direkt vor der Nase haben. Der Vorteil daran ist, dass Sie nun auch größere Fernseher bedenkenlos in kleineren Räumen aufstellen können. Schließlich spielt bei der 4K-Bildauflösung der Abstand zum Fernseher respektive zum Bildschirm keine entscheidende Rolle mehr. Bildschirme und Fernseher werden immer mehr und mehr in allen möglichen Größen angeboten, von einem 15 Zoller, bis hin zum 65 Zoller. Hersteller gibt es zu genüge, ein Überblick der breiten Palette an Geräten, kann man unter anderem im Onlineshop von redcoon finden.

 

Kritik: Noch fehlt es an Anwendungen für die neue 4K-Auflösung

Beeindruckend ist diese neue Technik also allemal, allerdings ist der Preis im Vergleich zu wirklich guten Full-HD-Modellen immer noch exorbitant hoch. Hier müssen Sie in der Regel mit einem vierfach höheren Preis rechnen. Dies ist aber nicht der entscheidende Punkt, warum sich eine 4K-Anschaffung noch nicht unbedingt als lohnenswert oder sogar als ein Muss für die Cineasten und Co. präsentiert.

Vielmehr ist das fehlende "Futter" als Kriterium auszumachen, was gegen einen voreiligen Kauf spricht. So gibt es auf dem Markt noch keine 4K-Bluerays und selbst die Fernsehsender strahlen ihr Programm ja noch niemals ganzheitlich in HD aus. Auch die Spiele-Freaks kommen bei der 4K-Auflösung noch nicht auf ihre Kosten, da die Mehrzahl der Spiele diese neue Technik noch nicht unterstützt. Zudem wirken Menüs von zum Beispiel Windows aufgrund der hohen Auflösung auf dem Fernseher extrem klein, fast niedlich.

 

TV wird in der Zukunft auf das Pixel-Zählen bei der Bildschirmauflösung verzichten

Vergessen werden sollte auch nicht, dass der PC im Hinblick auf die Ultra HD-Technik zwei explizit kostspielige State-of-the-Art-Grafikkarten, wie die Geforce GTX Titan, zwingend benötigt. Summa summarium können Sie mit einer Investition von mehreren Tausend Euro rechnen, wenn Sie einen 4K-Monitor mit Ihrem Computer nutzen möchten. Zudem wird die innovative 4K-Technik auch noch deutlich durch den aktuellen HDMI-Standard (1.4) eingebremst.

Dieser lässt nämlich nur zwischen 24 und 30 Frames pro Sekunde (FPS) zu. Zwar wird hier zukünftig durch den neuen HDMI Standard 2.0, der insgesamt 60 FPS bietet, Abhilfe geschaffen, doch noch lässt dieser angekündigte Standard auf sich warten.

Kurios: Obwohl die 4K-Bildauflösung noch längst nicht etabliert ist, steht mit der 8K-Technik (Ultra Ultra HD) bereits die nächste technische Optimierung in den Startlöchern. Diese Technologie soll dann 7680 x 4320 Pixel bieten. Zudem scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, wann das Pixel-Zählen bei der Bildschirmauflösung nachhaltig beendet wird. Schließlich sollen bald OLEDs aus organischem Material oder so bezeichnete Retina-Displays zum Standard erhoben werden.

 





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Kommentare zu diesem Artikel

Avatar Feivel 2015-07-22 15:59
Ein wirklich sehr guter 4k Bericht, auch alles verständlich erklärt und beschrieben auch wird darauf eingegangen das es halt noch wenig bis gar keine Anwendungen für einen 4k Tv gibt was hoffentlich bald sich erledigt hat, bin da ganz zuversichtlich. Hat mir auf jeden fall gut gefallen dieser 4k Bericht.

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