DSL - ein Meilenstein in der InternetgeschichteSeit Jahren wächst die Bedeutung des Internets rasant. Ob in der Freizeit oder im Beruf, das Netz wird immer mehr zu einem zentralen Marktplatz und Kommunikationsort. Auch die Zahl der Menschen, die Streaming-Portale in Anspruch nehmen, wächst. Damit steigen auch die Anforderungen an die Hardware. Allein um Filme in HD-Qualität genießen zu können, ist eine bestimmte Geschwindigkeit unerlässlich. Noch höher sind die Anforderungen von Unternehmen, in denen große Datenmengen über das Internet verarbeitet werden. Doch was ist heute eigentlich schnell und wie stellt sich die Situation im Vergleich zu der vor mehreren Jahren dar? Dieser Ratgeber soll einen kleinen Einblick in das Thema und die Geschichte des Internets geben, so dass jeder seinen eigenen Internetanschluss entsprechend einordnen kann.



 

DSL - ein Meilenstein in der Internetgeschichte

Internetkabel - die Geschichte des Internets ist voller interessanter Entwicklungen!

Von Modem bis ISDN - so hat alles angefangen
30 Jahre ist die erste in Deutschland erhaltene E-Mail mittlerweile alt und seitdem hat sich die Technik rund um das Internet genauso rasant weiterentwickelt wie dessen Bedeutung für Alltag und Berufsleben. Gerade die Geschäftswelt profitierte sehr stark von den Möglichkeiten der Vernetzung. Modems sind allerdings noch etwas älter als die erste E-Mail. Das erste solche Gerät weltweit, mit dem Daten über Telefonleitungen transportiert werden konnten, wurde 1960 vorgestellt. Die Deutsche Bundespost zog 1966 nach. Ihr Modem bot eine Übertragungsgeschwindigkeit von 360 Bit/s. Es folgten Geräte für den Privatgebrauch, die allerdings mit dem, was wir heute darunter verstehen, noch wenig gemein hatten. Vielmehr handelte es sich dabei zunächst um Akustikkoppler, die mit dem Telefonhörer verbunden wurden.

Die frühen Modems, die für das Internet genutzt wurden, waren nicht nur nach heutigen Maßstäben beinahe unvorstellbar langsam mit Geschwindigkeiten von maximal 56 Kbit/s. Bis eine Verbindung aufgebaut war, dauerte es auch zunächst einmal eine halbe Minute, in der zudem unangenehme Knack- und Knirschgeräusche ausgehalten werden mussten. ISDN bedeutete in diesem Zusammenhang einen Meilenstein. Denn damit verkürzte sich nicht nur die Wartezeit drastisch, es waren nun immerhin Geschwindigkeiten von bis zu 2 Mbit/s realisierbar. Eine passende Übersicht über die Historie des Modems gibt es hier.

 

DSL - ein Meilenstein in der Internetgeschichte
Das einstmals gefeierte ISDN ist heute Schnee von gestern. Es wurde nach der Jahrtausendwende schrittweise abgelöst durch das deutlich schnellere DSL. 768 Kbit/s waren damals im direkten Vergleich eine kleine Revolution, allerdings auch ein teures Vergnügen. In der Zeit vor den ersten Flatrates bezahlten Kunden noch für 100 Stunden im Netz und die monatliche Grundgebühr für den dazugehörigen ISDN-Telefonanschluss zusammen fast 250 D-Mark.

Allerdings sanken die Preise schon bald rasant. Die erste Flatrate führte die Telekom 2000 ein - für 49 Euro im Monat, vier Jahre später waren es nur noch 10. Zugleich stieg auch die verfügbare Geschwindigkeit, abhängig von der verwendeten Technik. VDSL, bei dem im Gegensatz zum ADSL schon der größte Teil der Strecke mit Glasfaserleitungen überbrückt wird und nur für das Schlussstück noch Kupferleitungen zum Einsatz kommen, stellte 2006 noch einmal einen Quantensprung dar. Mittlerweile war ein Kabelanschluss bis zum Rechner nicht mehr nötig, da das W-LAN seinen Siegeszug antrat.

 

Glasfaser - High-Speed fürs Internet
Das Internet der Zukunft basiert auf Glasfaser, darin sind sich Experten weitgehend einig. Die Fasern aus Kernglas und Quarzglas sind nicht nur unempfindlich und benötigen keinen Strom zur Übertragung. Mit ihnen leidet die Übertragung auch bei der Überbrückung langer Strecken nicht unter einem Leistungsabfall wie bei Kupferleitungen. Vor allem aber ermöglichen sie bisher kaum vorstellbare Übertragungsgeschwindigkeiten. Werden Glasfaserleitungen bis direkt in die Wohnung bzw. ins Haus gelegt (FTTH = Fibre to the Home), sind derzeit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s möglich und sogar dabei handelt es sich noch um eine künstliche Beschränkung. In Zukunft werden Glasfaserleitungen noch ganz andere Möglichkeiten eröffnen. Wie diese genau aussehen, ist auch Experten noch nicht ganz klar. Wahrscheinlich ist allerdings, dass 100 Mbit pro Sekunde Nutzern schon 2030 so langsam vorkommen wie uns heute ein DFÜ-Modem aus der Anfangszeit des Internets.

Allerdings hinkt die Verfügbarkeit von Glasfaser in Deutschland im internationalen Vergleich derzeit noch deutlich hinterher. Während Litauen 2013 eine Anschlussquote von 31 Prozent aufwies, war es in Deutschland zu diesem Zeitpunkt nicht einmal 1 Prozent.

 

Geschwindigkeiten verschiedener Übertragungstechniken im Überblick:

  DFÜ-Modem  ISDN  DSL  FTTH 

Maximale Übertragungsgeschwindigkeit

(nach aktuellem Stand) 

56 Kbit/s  2 Mbit/s  100 Mbit/s  200 Mbit/s


    

DSL nach wie vor dominierend
Nach wie vor ist DSL in deutschen Haushalten vorherrschend. Wer sich derzeit für schnelle Breitbandtarife entscheidet, kann aber auf diesem Weg schon von rasanten Geschwindigkeiten profitieren.

 

Angebote zu den einzelnen Tarifen
Die technischen Neuerungen und die daraus resultierende wachsende Nachfrage an entsprechenden Angeboten haben den Wettbewerbsdruck in der Telekommunikationsbranche deutlich erhöht. Längst kann sich ein Anbieter nicht allein mit einer Daten-Flatrate von der Konkurrenz abheben, sodass die Branche mehr und mehr mit Sonderangeboten reagiert. Derzeit lockt die Telekom zum Beispiel Neukunden für einen ihrer DSL-Tarife mit einer entsprechenden Aktion. Wer sich bis Ende März 2015 für einen Magenta-M- oder Magenta-L-Tarif entscheidet, erhält im Rahmen der Telekom Aktion eine PlayStation 4 zum vergünstigten Preis. Auch andere Anbieter werben mit ähnlichen Angeboten. Immer beliebter wird derweil digitales Fernsehen. Die Smart-Geräte sind internetfähig und ermöglichen so die Nutzung von Streaming-Angeboten.

 

Die Zukunft kommt schnell – bald Glasfaser für alle?
Mit welcher Geschwindigkeit wir in Zukunft im Netz unterwegs sein werden, bleibt abzuwarten. Verläuft die Entwicklung allerdings weiter so rasant wie in den letzten Jahren, dürfen wir uns auf spannende Zeiten freuen. Voraussetzung dafür ist, dass der Ausbau des Glasfasernetzes in Deutschland Fahrt aufnimmt. Schließlich ist die Bundesrepublik hier im internationalen Vergleich noch deutlich abgeschlagen. Angesichts eines wachsenden Drucks von Seiten der Wirtschaft und dem daraus verbundenen finanziellen Potenzial stehen die Chancen aber gut, dass FTTH schon bald sogar in ländlichen Gegenden verfügbar ist. Dann gehört auch DSL vielleicht endgültig der Vergangenheit an.



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