HackerUpdate siehe am Ende: Man denkt, man hat alles gesehen, aber es wird ja immer krasser. Hacker Samy Kamkar hat ein Keyboard-Sniffer (Keylogger) in Form von einem USB-basierten Ladegerät entwickelt, der den ganzen Funkverkehr zwischen Microsofts drahtlosen Tastaturen und deren Bluetooth-Empfänger überwacht und jeden Tastenaschlag mitschreibt. Diese heimtückische Technologie heißt Keysweeper und schreibt die Tastaturanschläge heimlich mit, also praktisch alles was man im Raum tippt.



Keysweeper 

Der Bluetooth-Empfänger einer Funktastatur von Microsoft wird entschlüsselt und alles wir in einer Logdatei geschrieben. Außerdem können die entschlüsselten Daten über GSM an einen Mobilempfänger gesendet werden. Der Keysweeper zeichnet alles auf, auch wenn das Gerät nicht gerade in einer Netzsteckdose steckt.

Dank einer intern eingebauten Batterie, die sich auch noch selbständig auflädt, sobald das Gerät an der Netzspannung hängt. Zudem soll der Drahtlose Keylogger auch SMS-Warnungen bei Auslösewörtern, Usernames, URLs oder bei Passwörtern über extra Software verschicken.

Samy Kamkar verkauft den Keysweeper für nur 10 bis 80 Dollar. In Deutschland ist ein Einsatz von derartigen Hardware ohne Einwilligung nicht erlaubt und kann juristische Folgen haben. 

Eine Demonstration des Keyloggers im Video:

 

Eine ganze, lange Anleitung mit Bildern und Schaltplänen, kann man sich direkt bei Samy Kamkar Website anschauen. 

 

Es wird Zeit, dass Microsoft den Bluetooth-Empfänger anders verschlüsselt. Neue Treiber sind dringend fällig.

 

Update (Danke an Günter Born für den Hinweis): Auf Arstechnica.com hat Microsoft eine Stellungnahme veröffentlicht in der steht, dass alle 2,4-GHz-Funktastaturen (Bluetooth-Tastaturen auch) die ab Juli 2011 verkauft worden sind verwenden eine AES-Verschlüsselung und sind somit auch sicher.



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Kommentare zu diesem Artikel

Avatar Günter Born 2015-01-18 07:59
Nur für die Mitleser, die sich noch hierher verirren: Die schöne Bastelei von Kamkar gilt nur für ältere Funktastaturen. Ab 2010/2011 hat Microsoft die Übertragung der Funksignale auf AES-Verschlüsse lung umgestellt - die Bastelei KeySweeper ist also nutzlos. Ich gestehe, auch ich bin zuerst auf das Thema hereingefallen. Wen es interessiert, bei mir im Blog www.borncity.com/.../?p=160032 finden sich noch einige Infos zum Thema.

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Avatar Georg 2015-03-11 09:05
Wieder eine Sicherheitslück e geschlossen!

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