PrinterDer Kauf eines neuen Druckers ist bereits eine große Aufgabe. Schließlich soll das Gerät nicht nur einen guten Funktionsumfang bieten und mit ansprechenden Druckergebnissen punkten. Oft gehen die Gedanken der Käufer schon bei der Anschaffung hin zu zukunftsweisenden Fragen. Wie teuer der Ersatz für die ersten Tintenpatronen ist, spielt eine entscheidende Rolle. Niemand möchte sich auf Dauer gern mit horrenden Kosten für Ersatzpatronen zufriedengeben. In der Gegenüberstellung werden die Unterschiede zwischen kompatiblen, wieder befüllten und originalen Tintenpatronen schnell deutlich.

 

Originalpatronen - Oft ein teurer Spaß

Selbstverständlich ist der Hersteller eines Druckers darauf fokussiert, seinen Kunden dauerhaft an sich zu binden. Die Zeit nach dem Kauf eines neuen Gerätes ist hier vor allem wegen des ständigen Bedarfs neuer Tintenpatronen entscheidend. Damit Kunden sich nicht für alternative Produkte entscheiden, machen Hersteller immer wieder die Vorzüge ihrer Originalpatronen deutlich. So sei es vorteilhaft, Originalpatronen zu verwenden, da die spezielle Rezeptur der enthaltenen Tinte für optimale Druckergebnisse sorgt und den Drucker zusätzlich schont. In diesem Zusammenhang raten die Hersteller immer wieder davon ab, alternative Angebote zu nutzen, da diese den Drucker möglicherweise nachhaltig beschädigen können.

 

HP LaserJet 200 colorMFP M276nw 

Die ersten Tintenpatronen sind oft schnell erschöpft.

 

Tatsache ist, dass Originalpatronen selbstverständlich perfekt zum eigenen Drucker passen. Schließlich stammen sie, genau wie das Gerät selbst, aus dem Hause des Entwicklers und sind auf die Bedürfnisse der eigenen Geräte abgestimmt. Dass dies jedoch in der Regel mit hohen Kosten verbunden ist, ist für die meisten Kunden ein Problem. So sind heute nur noch die wenigsten dazu bereit, viel Geld für den Ersatz zu bezahlen.

Grundsätzlich machen Kunden mit Originalpatronen nichts falsch, strapazieren jedoch unter Umständen das eigene Budget. Dass Alternativen nicht zwingend schlechter sein müssen, zeigen auch Praxistests. So sind die Originalpatronen im Druckergebnis in der Regel kaum von unternehmensfremden Produkten zu unterscheiden. Lediglich in der Wischfestigkeit oder auch in der Lichtbeständigkeit der Ausdrucke können günstigere Patronen das Nachsehen haben.

 

Refill-Patronen - Umweltfreundlich und nachhaltig

Eine Druckerpatrone weist in der Regel ein recht einfaches Grundgerüst auf. Da der verwendete Kunststoff sehr robust ist, ist die Lebenserwartung des kleinen Gehäuses mit der ersten Entleerung noch lange nicht ausgeschöpft. Aus diesem Grund haben Kunden im Bereich der Refill-Patronen zwei Möglichkeiten. Sie können recycelte und wieder befüllte Patronen kaufen und einsetzen, oder aber die eigenen Patronen mit speziellen Sets in Eigenregie auffüllen.

Dass wiederverwendbare und recycelte Patronen den Geldbeutel des Verbrauchers schonen, zeigen schon die verlangten Preise. Im Vergleich zu Originalpatronen verlangen die Anbieter oft nur noch einen Bruchteil der Kosten pro Patrone. Doch nicht nur finanzielle Gründe sprechen für wiederverwendbare Patronen. Auch der immer weiter voranschreitende Gedanke an Nachhaltigkeit und Umweltschutz spielt hier eine entscheidende Rolle.

So sorgt eine große Anzahl recycelter Tintenpatronen für einen sinkenden Bedarf an neuen Modellen, was letztlich die Produktionsmenge absinken lässt. Die Umwelt wird also nicht nur durch das Vermeiden von Müll geschont, sondern auch durch das indirekte Eingreifen des Verbrauchers in die Produktionsmengen der Hersteller.

Auch ein neues Elektrogerätegesetz untermauert die Wichtigkeit fachgerechter Entsorgung. Nach Angaben auf prindo.de müssen ab dem 24. Juli 2016 alle Online Händler und stationären Anbieter mit einer Versand- und Lagerfläche von mehr als 400 Quadratmetern Tintenpatronen zurücknehmen. Dies gilt vor allem für Patronen mit Chip und für solche, die eine Stromversorgung benötigen.

 

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Im Ergebnis bieten auch recycelte Patronen eine gute Druckqualität.

 

Hersteller sehen insbesondere das Selbstbefüllen von Tintenpatronen kritisch. So ist diese Aufgabe zum einen mit einen gewissen Aufwand für den Endverbraucher verbunden und wirkt sich zum anderen auf die Lebenserwartung des Druckers aus. In einem Artikel nennt n-tv.de auch den frühzeitigen Verfall der Gerätegarantie als mögliches Szenario bei selbst befüllten Patronen, die den Drucker beschädigen.

Der Grund hierfür liegt in der potenziellen Belastung der Patronen mit Staub oder Lufteinschlüssen. Sorgen diese für eine Beschädigung des Druckkopfes, so kann eine Reparatur teuer werden. Ob das Befüllen in Eigenregie tatsächlich eine gute Alternative ist, sollte sich jeder Verbraucher sehr genau überlegen.

Was Patronen betrifft, die von professionellen Anbietern aufbereitet und befüllt werden, so ist das Risiko im Vergleich zum Selbstbefüllen geringer. Da die Patronen gründlich gereinigt werden, sind Verunreinigungen weniger wahrscheinlich. Lediglich die Zusammensetzung der Tinte unterscheidet sich von der der Original-Patronen. Große Abstriche müssen Kunden hier in der Regel jedoch nicht in Kauf nehmen. Insbesondere Privatnutzer, die nicht auf exzellente Druckergebnisse angewiesen sind, finden in recycelten Patronen eine mögliche Alternative.

 

Kompatible Patronen - Auf die Details achten

Im Vergleich zu wiederbefüllten Tintenpatronen handelt es sich bei kompatiblen Modellen nicht um recycelte Produkte, sondern um Neuware. Die Hersteller kompatibler Patronen setzen sich intensiv mit den Originalpatronen auseinander und bauen diese unter Beachtung der geltenden Patente detailgetreu nach. Hieraus ergeben sich einige Vorteile für den Verbraucher.

So kann der Hersteller kompatibler Patronen den Tank der kleinen Gehäuse etwas größer gestalten und so die Reichweite der Patronen erhöhen, obwohl der Preis deutlich unter dem für Originalware liegt. Für den Kunden ergibt sich hieraus der Vorteil, ein und dieselbe Patrone länger nutzen zu können, was sich zusätzlich zum günstigeren Anschaffungspreis auf den eigenen Geldbeutel auswirkt.

Der bereits erwähnte Umweltgedanke ist bei kompatiblen Tintenpatronen selbstverständlich weniger berücksichtigt als bei recycelten Modellen. Schließlich werden auch hier im Rahmen einer aufwändigen Produktion Energie verbraucht und Emissionen erzeugt. Für den Kunden spielt dies vor allem dann eine Rolle, wenn er seine Lebensweise auf eine möglichst umweltschonende und nachhaltige Basis stellen möchte.

Die Tinte, die in kompatiblen Patronen enthalten ist, entspricht selbstverständlich ebenfalls nicht der Rezeptur, die die Originalhersteller verwenden. Kleine Unterschiede in der Druckqualität, Lichtbeständigkeit und Wischfestigkeit müssen Kunden daher unter Umständen in Kauf nehmen. Wer sich unsicher bezüglich der zu erwartenden Qualität ist, sollte sich authentische Kundenbewertungen im Internet ansehen.

 

Fazit: Geldbeutel und Gewissen entscheiden

Die Argumente, die für die dauerhafte Verwendung von Originalpatronen sprechen, sind verhältnismäßig schwach. Eine exzellente Druckqualität und die besondere Tinten-Rezeptur sind für die meisten Kunden kein Grund, tiefer in die Tasche zu greifen. Wer beim Kauf von Tintenpatronen sparen möchte, hat daher die Wahl zwischen kompatiblen und recycelten Patronen, da das Selbstbefüllen oft mit einem zu großen Aufwand verbunden ist.

Hier entscheidet letztlich nicht der Geldbeutel, da beide Alternativen mit günstigen Preisen locken. Verbraucher, die sich etwas aus Nachhaltigkeit und Umweltschutz machen und ihren Beitrag hierzu leisten möchten, greifen daher vorzugsweise zu recycelten Patronen.

 





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Kommentare zu diesem Artikel

Avatar Johann 2016-05-14 09:40
Ich nutze schon seit 10 Jahren die Nachfüllset für meinen Brother MFC 620CN und hatte bis jetzt noch nie Probleme mit Druckkopf & Co.

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