TabletDie meisten Elektronikhersteller kommen aus China. Selbst Riesen wie Apple oder Samsung lassen im Reich der Mitte produzieren. Im Lauf der Jahre konnten sich die Fabriken einiges von den "Großen" abschauen. Mittlerweile sprießen die China-Brands aus dem Boden und machen den Alteingesessenen den Markt streitig: Sie heißen Xiaomi, Doggee oder LeEco und produzieren erstklassige Smartphones und Tablets zum kleinen Preis.



Chinahandys schon jetzt auf der Überholspur
Der Erfolg sogenannter Chinahandys ist unbestreitbar: Sie sind deutlich günstiger, genauso leistungsstark oder sogar besser als Samsung-Handys. Viele China-Shops wie Gearbest zum Beispiel haben mittlerweile Lager in der EU oder in Deutschland, was die Bestellung deutlich einfacher macht. Nach einigem Zögern greifen die China-Brands ein weiteres Marktsegment auf: Laptops.

 

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Günstige Alternative oder teurer Fehlkauf?
Xiaomi, als einer der besten China-Hersteller für Smartphones bekannt, lässt sich bei seinen Designs gerne von Apple inspirieren. Das sieht man auch in der neuen Laptop-Reihe. Mit der Notebook Air Reihe möchte Xiaomi den Laptop-Markt erschließen. Weitere Spieler bei den China-Laptop-Herstellern sind Chuwi, Jumper und Teclast. Sie allesamt produzieren Laptops im Niedrigpreissegment unter 500 Euro. Die technischen Daten sind meistens hervorragend und entsprechend dem aktuellen Ultrabook-Standard von Geräten herkömmlicher Hersteller. Diese liegen dann meistens in einem Preissegment von über 1000 Euro. Wer also bereit ist, sich auf ein paar Kleinigkeiten einzustellen, kann ein echtes Schnäppchen landen. Es gibt nämlich ein paar Unterschiede, die zu beachten sind.

 

Worauf man beim Kauf eines China-Laptops achten sollte
Wir haben die China-Shopping-Experten von Chinavergleich.de gefragt, worauf man beim Kauf eines China-Laptops achten sollte.

 

Tastatur
Die meisten China-Laptops werden nicht offiziell für den deutschen Markt produziert. Vielmehr handelt es sich um Importware. Daher müssen Abstriche bei der Tastatur in Kauf genommen werden. Es ist nämlich kein deutsches Qwertz-Layout vorhanden. Auch fehlen die Umlaute und die Sonderzeichen sind teilweise anders platziert. Für Vieltipper sollte das eigentlich kein Problem sein, denn sie tippen meistens blind. In der Windows-Einstellung lässt sich eine Umstellung auf das deutsche Layout problemlos vornehmen. So stimmen die Zeichen jedoch nicht mehr mit den Symbolen der Tastatur überein. Es gibt jedoch auch hierfür eine Lösung in Form von Tastatur-Stickern, die separat dazu bestellt werden können. Es muss somit etwas Bastelbereitschaft mitgebracht werden.

 

Sprache und Betriebssystem
Da China-Laptops noch nicht für den deutschen Markt bestimmt sind, werden sie mit einer englischen Windows-Version ausgeliefert. Bei manchen Produkten muss auf ein aktuelles Betriebssystem nachgerüstet werden, etwa auf Windows 10. Teilweise ist auch nur eine chinesische Windows-Version installiert und es muss ein komplett neues Betriebssystem installiert werden. Beides sind Aufgaben, die zu handhaben sind, allerdings muss man Lust dazu haben. Die Ersparnisse beim Laptopkauf sind den Aufwand jedoch wert.

 

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CE-Zeichen
Das CE-Zeichen ist ein Produkt der EU. Es wird durch Hersteller auf Produkten angebracht, die den Anforderungen der EU für die geltende Produktkategorie genügen. Hier kann es beim Import von einzelnen China-Laptops Probleme geben, sofern diese nicht über das CE-Zeichen verfügen. Zwar verfolgt der Zoll bei Einzelsendungen dies nicht genau, doch Problemfälle sind bekannt. Im nächsten Absatz erfahrt ihr, wie das umgangen werden kann, sollte euer gewünschter Laptop nicht über das CE-Zeichen verfügen.

 

EU oder Deutschland-Lager
Die meisten China-Shops wie auch Gearbest haben mittlerweile weitergedacht. Sie betreiben eigene Lager in der EU oder sogar in Deutschland, was den Versand zum Kinderspiel macht. Dadurch brauchst du dir keine Sorgen mehr um das fehlende CE-Zeichen machen, da die China-Laptops bereits in der EU oder sogar in Deutschland gelagert werden. Es ist somit empfehlenswert ein Shop vorzuziehen, der das gewünschte Produkt auch in Deutschland oder in der EU lagert.

 

Fazit
Bei den meisten China-Laptops fällt etwas Arbeit an. Ist diese jedoch erledigt, erhält man ein Gerät das Konkurrenzprodukte preislich deutlich schlägt. Ein Gerät von einem westlichen Hersteller oder aus einem deutschen Fachgeschäft würde bis zu 300% mehr kosten.

 

Vorstellung beliebter Modelle
Wir möchten dir noch einige aktuelle China-Laptops vorstellen, damit du eine ungefähre Ahnung davon hast, was genau möglich ist.

 

Xiaomi Mi Air
Das Xiaomi Mi Air ist momentan einer der besten China-Laptops. Es wurde offensichtlich dem Apple Macbook nachempfunden. Momentan gibt es zwei unterschiedliche Modelle, das Mi Air 12,5“ und das Mi Air 13,3“. Die 13,3“-Version ist die leistungsstarke Variante. Sie verfügt über einen Intel iCore 5-6200U mit 2,7 GHz, einen 8 GB DDR RAM Speicher, einer 256 GB SSD-Karte sowie einer leistungsstarken Grafikkarte mit einem NVidia GeForce 940MX Chip. Der 5400 mAh starke Akku sorgt für eine lange Laufzeit von 9 Stunden. Es wird mit Windows 10 ausgeliefert und ist für knapp 640 Euro zu haben. Das Gehäuse ist enorm flach, leicht und gleichzeitig robust. In der Hinsicht kann das Notebook auf jeden Fall mit dem Macbook mithalten. Die 12,5“-Version ist der ein wenig abgespeckte kleine Bruder. Interner Speicher und RAM sind um die Hälfte reduziert. Statt des Nvidia Grafik-Chips ist eine Intel HD 515 Graphics verbaut, die insgesamt auch eine ausreichende Leistung ermöglicht. Der Akku ist 5000 mAh stark und hält mindestens 10 Stunden. Wenn du also Geld sparen möchtest und dich nicht vor kleinen Basteleien einschränken lässt, erhältst du mit dem Xiaomi Mi Air eine günstige und leistungsstarke Alternative zu Thinkpads oder Macbooks.

 

Chuwi Lapbook
Das Chuwi Lapbook ist ein gutes Beispiel für eine günstige Variante eines China-Laptops. Es gehört definitiv in die Low-Budget-Kategorie und ist bereits für 250 Euro zu haben. Für eine bestimmte Gruppe oder als Zweitlaptop für einfache Office-Arbeiten ist es jedoch eine hervorragende Wahl. Der Intel Cherry Prozessor Quadcore Prozessor mit 1,4 bis 1,8 GHz ist ein ordentlicher Prozessor für eine flüssige Performance. Als Arbeitsspeicher wurden 4GB RAM verbaut. Insgesamt ist das Chuwi Lapbook somit ein fähiges Office-Notebook für unterwegs. Der 10.000 mAh Akku hält bis zu zehn Stunden, muss allerdings länger geladen werden. Es gibt keine Quick Charge-Funktion. Standardgemäß sind USB-, Audio und HDMI-Schnittstellen verbaut. Vom Design her ähnelt das Chuwi Lapbook unverkennbar dem Macbook. Die Verarbeitung ist gut gelungen, lediglich das Display spiegelt, was störend sein kann. Das Gerät ist leicht und enorm flach. Negativ wurde ebenfalls die WLan-Schnittstelle erwähnt, doch für den Preis insgesamt ein tolles Gerät mit kleinen Schwächen. Als Zweitgerät oder Urlaubsgerät jedoch perfekt geeignet.

 

Jumper EZBook 3
Das Jumper EZBook 3 ist ein echter Knaller unter den China-Laptops. Das Gerät ist aktuell für gerade mal 190 Euro erhältlich und bietet für diesen Preis eine Menge. Das 14,1 Zoll Display ist mit Full-HD ausgestattet. Für eine gute Leistung beim Gebrauch im Büro sorgt ein Intel Celeron N3350. Als interner Speicher wurde ein 4GB RAM verbaut. In der Pro Version wurden 6 GB RAM verbaut. Dazu wird eine Windows 10 Home Version mitgeliefert. Der Akku des Jumper EZBook 3 beträg 10.000 mAh und hält ca. 6 Stunden. Bereits nach 3 Stunden ist er komplett geladen. Etwas dürftig ist der 64 GB interne Speicher. Er kann extern mit einer Karte um 128 GB erweitert werden. Jedoch hat die Festplatte eine SSD-Stelle, sodass nachträglich eine SSD-Festplatte eingebaut werden kann. Das Gerät ist enorm günstig, jedoch insgesamt nur für den Office-Betrieb gedacht.

 

Ich möchte euch noch das Chuwi Hi10 Plus

und das Onda OBook 20 Plus gerne im Video vorstellen.

 

Fazit zu China-Laptops
Für pfiffige Bastler gibt es bereits jetzt eine gute Auswahl an verlässlichen China-Laptops. Entweder erhält man ein Ultrabook für 500 oder ein guten Office-Rechner für unter 250 Euro. Langfristig werden China-Laptops einen interessanten Mix in den Markt bringen. Es bleibt daher spannend, was die Hersteller in Zukunft für uns bereithalten. Eine noch recht junge Kooperation zwischen Microsoft und Xiaomi lässt auf mehr hoffen.


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