Cloud-SpeicherdiensteExterne Festplatten waren bislang die erste Wahl als Massenspeicher oder für Sicherungskopien. Inzwischen bekommen sie von Halbleiterspeichern, sogenannten SSD-Platten, und Cloud-Speicherdiensten Konkurrenz. Die Konkurrenten zeichnen sich durch spezifische Vorteile aus, die der konventionellen Festplatte fehlen. Stirbt die externe Festplatte nun aus?

 Cloud-Speicherdienste

Alternative 1: SSD-Platten

Im Vergleich zu den HDD-Festplatten haben die Halbleiter-Speicher einige Vorteile. Die flash-basierten Solid-State-Platten (SSD) sind deutlich schneller und erreichen die zwei- bis fünffache Schreib- und Lesegeschwindigkeit. Sie sind auch weniger anfällig und daher langlebiger, weil sie im Gegensatz zu HDD-Festplatten nicht aus beweglichen Teilen bestehen, die auf Erschütterungen empfindlich reagieren. Auch in Sachen Stromverbrauch und Geräuscharmut schneiden die Solid State Drives deutlich besser ab.

Dennoch haben sie einen entscheidenden Nachteil: Sie sind noch sehr teuer. Ein GByte Speicherplatz ist bei einer HDD-Festplatte inzwischen schon für 4 Cent zu haben, bei einer SSD Platte kostet der GByte Speicherplatz hingegen das 15-Fache. Konventionelle externe Festplatten bieten damit zurzeit viel Speicherplatz für wenig Geld! Das können die Halbleiterspeicher noch nicht leisten. Zudem sind HDD‘s bei fast jedem Elektrofachhändler und in vielen Elektro-Online-Shops wie zum Beispiel redcoon erhältlich.

Alternative 2: Cloud-Speicherdienste

Cloud-Computing ist immer mehr im Kommen. Neben Softwareprodukten stellen Cloud-Dienstleister auch Speicherplatz online zur Verfügung. Der große Vorteil: Die Daten sind jederzeit und von überall verfügbar. Dies ist für Nutzer, die oft zwischen verschiedenen Geräten hin- und herwechseln besonders interessant. Dokumente, Fotos und andere Daten sind im Büro vom Rechner, Zuhause mit dem Tablet oder von unterwegs mit dem Smartphone jederzeit verfügbar.

Darüber hinaus können die Daten über die Cloud-Speicherdienste sehr einfach in sozialen Medien geteilt und damit für andere sichtbar gemacht werden. Doch sind die Daten im Onlinespeicher auch sicher und wie steht es mit dem Datenschutz? Datensicherheit und Datenschutz können sehr oft nicht gewährleistet werden, wie der Test von Stiftung Warentest im August ergeben hat.

Dies ist angesichts der Ausspäh-Affäre ein erschreckendes Ergebnis. Sehr oft haben auch die Dienstleister selbst Einblick in die Daten. Bei kostenlosen Speicher-Accounts ist der Speicherplatz außerdem begrenzt. Wird mehr Speicherplatz benötigt, muss dieser zugekauft werden. Im Verhältnis sind da externe Festplatten preislich deutlich vorteilhafter, so das Fazit von Stiftung Warentest. Günstige Cloud-Anbieter verlangen 37 Euro für 100 GByte pro Jahr. Für diese Summe bekommt man eine externe Festplatte mit mehr Speicherplatz.

Externe Festplatten haben noch lange nicht ausgedient

Die Konkurrenz ist zwar stark und besitzt deutliche Vorteile im Vergleich zu konventionellen externen Festplatten. Dennoch besitzen auch sie Nachteile, welche zurzeit die Vorteile noch klar überwiegen. Der Geschwindigkeitsvorteil von SSD-Platten ist aktuell nur dann wirklich relevant, wenn sie als interne Festplatte verwendet werden, um PCs und Laptops zu beschleunigen. Verwendet man sie nur als Massenspeicher, sind sie einfach zu teuer.

Auch Cloud-Speicherdienste sind noch keine Alternative. Wer viel Speicherplatz benötigt, muss dafür mehr bezahlen als bei einer HDD-Festplatte. Ein großes Manko ist außerdem die Fragwürdigkeit von Datensicherheit und Datenschutz.





Wenn Dir dieser Artikel gefällt, dann teile ihn mit Deinen Freunden!



InfoDu kannst diesen Artikel teilen und über die verschiedensten Social-Media-Kanäle unsere Beiträge weiterempfehlen. Die Redaktion freut sich auch über jede Unterstützung, auch über die Nutzung unseres Partner- oder Affiliate-Links, wie Amazon oder Gearbest. Vielen Dank!



Kommentar verfassen

Was denkst Du?
Hier kannst Du deine Meinung zum Artikel äußern. Wir freuen uns auf deine Kommentare und Anmerkungen. Alle Kommentare sind jeder Zeit willkommen.

Hinweis: Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Die Kommentar-Erweiterung arbeitet mit Cookies! Ohne aktive Cookies werden die Captchas nicht erkannt! Beachte auch, dass alle Kommentare zunächst von uns gelesen werden, bevor wir sie freischalten, um die Website vor Spam zu schützen.


Sicherheitscode
Aktualisieren