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Crossover-Kabel

Das Crossover-Kabel überkreuzt die zwei Empfangs- und Sendeleitungen zweier miteinander verbundenen Netzwerkkomponenten. Falls Sie nur zwei Computer miteinander verbinden wollen ist das Crossed Kabel das Richtige. Dieses Kabel wird nur zwischen die beiden Computer gesteckt. Ein Crossed ist fast wie ein normales Twisted Pair Kabel nur dass die Polung im Kabel überkreuz verläuft. 100Base-T4 und 1000BaseT nutzen im Gegensatz zu 10BaseT alle 4 Adernpaare (siehe unten).





Anwendungsfall:

Zum Verbinden einer Netzwerkkarte mit einem Hub/Switch verwendet man ein (1:1) -Kabel. Also kurz: 1-1, 2-2, 3-3, 6-6 . Die Farben grün und rot unterscheiden hier nur RX (RD=Receive Data) und TX (TD=Transmit Data). Bei DSL wird von der Netzwerkkarte zur Ethernetbuchse des NTBBA (DSL-Modem) ein solches Standardethernet-Kabel verwendet (UTP, CAT5).

Zum Verbinden zweier Netzwerkkarten, Hubs oder Switchs verwendet man ein gekreuztes Kabel (Crossover-Kabel). Also kurz: 1-3, 2-6, 3-1, 6-2 . Die Farben grün und rot unterscheiden hier nur RX (RD=Receive Data) und TX (TD=Transmit Data).

 



RJ45-Stecker

Belegung und Farbcodes für RJ45 Stecker:

AdernpaarPinsEIA/TIAIECREA DIN 47.100 
14/5blau/weißweiß/blauweiß/blauweiß/braun 
21/2weiß/orangerot/orangetürkis/violett  grün/gelb 
33/6 weiß/grünschwarz/grau weiß/orange grau/rosa 
47/8 weiß/braungelb/brauntürkis/violett blau/rot 

   
Belegung RJ45-Stecker für Ethernet:

SignalPin Farbe 
TX+1weiß/orange 
TX- 2orange 
RX+3weiß/grün 
 4blau
 5weiß/blau 
RX-6grün 
 7weiß/braun 
 8braun 

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Koaxialkabel

Koaxial ist ein einadrigen Kabel mit Abschirmung. Man darf das Koaxial für Netzwerke nicht mit dem von Radio und TV verwechseln. Der Unterschied ist, dass das LAN-Kabel 50-Ohm Widerstand und das für TV und Radio 75-Ohm Widerstand hat. Baseband-Ethernet über Koaxialkabel wurde 1975 von den Firmen Xerox, DEC und Intel entwickelt und stellte bis in die frühen 90er Jahre eine der schnellsten und flexibelsten Netzwerktopologien dar. Die Verkabelung erfolgte dabei mit Koaxkabeln in Bus-Segmenten. Mehrere Segmente ließen sich über aktive Verstärker/Verteiler, so genannte Repeater koppeln.

Bei Koaxial-Ethernet wurden im Wesentlichen zwei verschiedene Verkabelungsarten unterschieden:

Standard Ethernet (Yellow Cable, Golden Rod, 10 Base 5) wurde häufig in Groß-EDV- Umgebungen, oder bei erhöhter Anforderung an Störsicherheit verwendet. Dazu wurde ein "dickes" gelbes Kabel des Typs RG-8 mit einem Wellenwiderstande von 50 Ohm verlegt. Eine Kabelstrecke (Segment) durfte bis zu 500 Meter lang sein. Der Anschluss von Rechnern an dieses Kabel erfolgte mittels Abzweigern, so genannten Transceivern, die auf das Kabel montiert wurden. Vom Transceiver aus führte ein mehradriges Transceiverkabel zum jeweiligen Rechner. Dieses Kabel konnte maximal 50 Meter lang sein.

Cheapernet (Thin Ethernet, 10 Base 2) war im Bereich der PC basierten LAN Verkabelung sehr weit verbreitet. Hier wurde einfach auf jeden Netzwerkadapter des PCs ein BNC T-Stecker montiert und die Rechner untereinander mit 50 Ohm Koaxialkabel des Typs RG 58 verbunden. Am Anfang und am Ende wurde das Kabelsegment mit 50 Ohm Abschlußwiderständen "terminiert". Das gesamte Kabelsegment durfte bis zu 185 Meter lang sein. Das Kabel ist dünner und preisgünstiger als das Standard-Ethernet Kabel und war einfacher zu verlegen. Die Übertragungsrate entsprach dem Standard-Ethernet. Der Nachteil dieser Verkabelung lag in der Tatsache begründet, dass beim Lösen des Kabels vom T-Adapter alle Geräte in diesem Segment vom Netzwerk abgetrennt wurden.

Durch die funktionell gleichwertigen Systeme SK-Connect und Thinnet Safety Line wurden Leitungsunterbrechungen beim Abtrennen einer Arbeitsstation vom Netzwerk vermieden. Bei diesen Kabel-Systemen auf Cheapernet-Grundlage wurden statt der T-Adapter spezielle Steckdosen angebracht. Das Verbindungskabel führte zwei Leitungen in einem Mantel, um den PC mit der Steckdose zu verbinden. Die nicht benutzten Steckdosen stellten per Kurzschluss eine durchgehende Busverbindung dar; wurde jedoch ein PC angeschlossen, wurde der Bus automatisch von und zum PC umgeleitet. Derart wurden PCs in die Vernetzung integriert oder abgekoppelt, ohne den laufenden LAN-Betrieb zu unterbrechen.

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Twisted Pair

Twisted Pair ist nicht gleich Twisted Pair. In den Ethernet-Standards sind mehrere Versionen spezifiziert. Darüber hinaus gibt es noch Unterschiede in der Abschirmung. Es gibt mehrere Kategorien, jedoch spielen nur Cat3 (Kategorie 3) und Cat5 (Kategorie 5) bei Netzwerken eine Rolle. Die beiden Kabelarten unterscheiden sich nur in maximaler zulässiger Frequenz und den Werten für Dämpfung (Abschwächung des Signals auf einer bestimmten Strecke). 

Kategorien bei Twisted Pair:

Kategoriemax. FrequenzAnwendungsbeispiele 
1100 kHz ISDN-Basisanschluss 
21MHz ISDN-Primärmultiplexanschluss 
316MHz10BaseT, Token Ring 
4 20 MHz 16-MBit-Token-Ring 
5100 MHz 100-MBit-Ethernet, CDDI 
6200 MHz155-MBit-ATM 
7600 MHz 622-MBit-ATM, Gigabit-Ethernet 

Cat 3 und Cat 5 werden auch als UTP (Unshielded Twisted Pair) bezeichnet. Das drückt aus das diese Kabel nicht abgeschirmt sind und somit Störungen von außen eintreten können. Es gibt aber auch abgeschirmte Kabel z.B. das STP oder auch S/UTP genannt (Shielded Twisted Pair) welches einen Gesamtschirm um alle Aderpaare hat und das S/STP (Shielded/Screened Twisted Pair) welches zusätzlich zu dem Gesamtschirm noch um jedes Aderpaar einen Mantel hat.

Maximale Kabellänge bei UTP/STP bei mind. Kategorie 5 (CAT5) (typisch):

  • 100m zwischen Netzwerkkarte und Hub/Switch
  • 100m zwischen 2 Netzwerkkarten (bei 2 Rechnern mit Crossoverkabel)
  • 100m zwischen NTBBA (10Base-T / Ethernet) und Netzwerkkarte (bei mind. CAT5-Kabel!)

 


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