Microsoft
Office im Netzwerk (Teil I)
Nachfolgend wird die automatisierte Installation,
Konfiguration und Verwaltung von Microsoft Office 2003 im
Netzwerk beschrieben. Unter den Vorgängerversionen Office
2000 und Office XP sind die zu verwendenden Methoden jedoch
dieselben.
Microsoft Office automatisch installieren
Strategien zum Installieren und Warten für Microsoft
Office 2003
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Volume License Keys können auch kleinere Unternehmen schon
ab fünf Lizenzen erwerben. Auf der Buch-DVD finden Sie
weitere Informationen. Wer kleinere Unternehmen betreut,
Windows XP oder Microsoft Office telefonisch mehrmals
reaktivieren musste, weil ein alter Computer gegen neue
Hardware ausgetauscht wurde oder sich in die Installation
Fehler eingeschlichen hatten, die eine Neuinstallation
notwendig machten, und wer die Stundensätze eines
IT-Fachmanns kennt, weiß, dass es zu einem Microsoft Office
Volume License Keys eigentlich nur die Alternative Open Office
gibt.
Bevor Sie sich dazu entscheiden, rechnen Sie die
Mehrkosten eines Volume License Keys verteilt auf fünf Jahre
aus, denn solange können Sie ein Microsoft Office 2003
bedenkenlos einsetzen.
Wenn Sie nicht im Besitz eines Volume License Keys für
Windows XP Professional oder Office 2003 sind und folglich das
Betriebssystem und Office 2003 auf jedem einzelnen Computer
aktivieren müssen, so können Sie später bei jedem Computer,
auf den ein Abbild eingespielt wurde, ein Tool wie den Keyfinder
(www.magicaljellybean.com/keyfinder.shtml)
oder RockXP (www.korben.tk) verwenden, um den Produkt-Key
von Windows XP nachträglich zu ändern und das Betriebssystem
dann über das Internet zu aktivieren.
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Wenn Sie nicht im Besitz eines Volume License Keys für
Windows XP Professional oder Office 2003 sind und folglich das
Betriebssystem und Office 2003 auf jedem einzelnen Computer
aktivieren müssen, so können Sie später bei jedem Computer,
auf den ein Abbild eingespielt wurde, ein Tool wie den Keyfinder
(www.magicaljellybean.com/keyfinder.shtml)
oder RockXP (www.korben.tk) verwenden, um den Produkt-Key
von Windows XP nachträglich zu ändern und das Betriebssystem
dann über das Internet zu aktivieren. Mit beiden Tools kann
man sich außerdem den Produkt-Key von Office 2003 anzeigen
lassen, ihn aber zumindest in der derzeit vorliegenden Version
leider nicht verändern.
| Wenn Sie übrigens den gesamten Schlüssel
HKEY_LOCAL_MACHINE/Software/Microsoft/Office/11.0/Registration\{90110407-6000-11D3-8CFE-0150048383C9}
mit den zugehörigen Unterschlüsseln Product-ID
und DigitalProduct-ID löschen, so
werden Sie beim nächsten Start von Word aufgefordert,
den Namen des Benutzers, den Organisationsnamen und
den Produkt-Key erneut einzugeben. Dadurch wird der
Schlüssel erneut erstellt. |
Interessant sind in diesem Zusammenhang die Dateien OEM2.DOC,
OEM.BAT und einige Tools, die man auf einer
Microsoft Office 2003 OEM Preinstallation Kit-CD findet. Diese
CD wird für die Vorinstallation von Office 2003 durch
Systembuilder ausgeliefert. Die Routine OEM.BAT
wird mit einem Parameter wie PRO für
Professional oder OUTLOOK aufgerufen. Danach
wird unter anderem eine Variable namens _OPSProductCode
gesetzt und dem Tool srclist.exe übergeben.
Anschließend ist der oben genannte Schlüssel gelöscht, und
beim ersten Start einer Office-Komponente wird der Benutzer
zur Eingabe des Produkt-Keys aufgefordert.
| Suchen Sie unter www.google.de nach den
Begriffen »OEM Preinstallation Kit« oder »Preinstallation
Office 2003«. Unter http://members.microsoft.com/partner/products/windows/windowsxp/Windows_XP_Tools_e.aspx
finden Sie den Artikel »Windows XP Preinstallation
Tools and Documentation« und unter http://members.microsoft.com/partner/products/windows/windowsxp/Preinstallation_Checklist.aspx
eine Checkliste zur Vorinstallation von Windows XP. |
Im Wurzelverzeichnis der Office 2003-CD finden Sie die
Datei setup.htm, in der die
Optionszeilenparameter für die setup.exe
aufgelistet sind. Im Verzeichnis FILES\PFILES\MSOFFICE\OFFICE11\LCID
der CD finden Sie weiterer Infodateien zu den
einzelnen Office-Komponenten. Nach der Installation sind diese
Dateien auf der Festplatte im Verzeichnis C:\Programme\Microsoft
Office\Office11\LCID gespeichert. LCID
steht für die Kennung der jeweiligen Sprache Ihres Produkts.
| Wichtiger Hinweis:
Microsoft hat eine neue setup.exe für
Office 2003 veröffentlicht, die weitere Parameter in
der setup.ini unterstützt. Sie
finden Informationen und den Download über http://www.microsoft.com/office/ork/2003/journ/NewSetupEXE.htm. |
Wenn Sie Microsoft Office 2003 einmal von einer CD
installiert haben, wurden Sie zum Schluss der Installation mit
der Frage konfrontiert, ob die Installationsdateien auf der
Festplatte des Clients verbleiben sollten. Dabei wird
empfohlen, die ca. 250 MB Dateien für Updates und die Wartung
auf der Festplatte zu behalten.

Unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\11.0\Delivery\{<ProductCode}
finden Sie nach der Installation den Schlüssel LocalCacheDrive,
in dem das Laufwerk eingetragen ist, auf dem die gecachten
Office 2003-CAB-Dateien im versteckten, schreibgeschützten
Verzeichnis MSOCache liegen und bei einer
Vollinstallation von Office 2003 Professional ca. 260 Megabyte
Speicherplatz benötigen. Nur Administratoren können dieses
Verzeichnis wieder entfernen.
Für die Art der Installation ist es nun wichtig, zu
planen, wie später Updates zu Office 2003 nachinstalliert
werden sollen. Microsoft veröffentlicht mehrere Typen von
Software-Updates:
- Service Packs enthalten Hotfixes,
Sicherheitsupdates, kritische Updates, Fehlerbereinigungen
und neue oder geänderte Features. Ein Service Pack enthält
eine MSI-Datei mit einer neuen Produktversion und repräsentiert
deshalb eine neue Basisversion des Produkts.
- Sicherheitsupdates werden zwischen
Service Packs veröffentlicht und betreffen
Sicherheitsschwachstellen des Produkts. Sie setzen oft die
Installation des letztgültigen Service Packs voraus.
- Kritische Updates werden ebenso
zwischen Service Packs veröffentlicht, betreffen aber
keine Sicherheitsschwachstellen, sondern Funktionsfehler.
Softwareupdates werden von Microsoft in zwei Formen veröffentlicht:
- Full-file-Patches (auch administrative
Patches genannt), wechseln alle Dateien aus. In früheren
Versionen wurden Full-file-Patches ausschließlich für
administrative Installationen benötigt. Administrative
Installationen (setup /a) sind
Installationen in eine Freigabe auf einem Server, von der
dann die Clients die eigentliche Installation ausführen.
Unter Office 2003 können Full-file-Patches direkt auf
eine Clientinstallation angewendet werden. Es wird dann
nicht die Original-Office 2003-CD benötigt, um Dateien
nachzuinstallieren, weil das Full-file-Patch alle benötigten
Dateien enthält.
- Binary-Patches (auch Client Patches
genannt), ersetzten nur teilweise alle Dateien, die
geupdatet werden. Deshalb sind diese Patchdateien kleiner
als die Full-file-Dateien. Sie setzen jedoch voraus, dass
der Client auf die Originalinstallationsquelle zugreifen
kann, da im Laufe des Updateprozesses von dieser Quelle
Dateien benötigt werden. Binary-Updates können nicht
genutzt werden, um eine administrative Installation zu
updaten.
Microsoft hat mit Office 2003 die Patching Strategie auf
zwei Methoden zurückgeführt.
- Installation von einem komprimierte CD-Abbild:
Man verteilt Office 2003 von einem komprimierten
CD-Abbild, wobei auf jedem Client eine gecachte
Installationsquelle im versteckten und schreibgeschützten
Verzeichnis MSOCache verbleiben soll.
Dieses Verzeichnis kann ein Benutzer mit einfachen Rechten
nicht löschen. Wenn danach Updates verteilt werden, können
sowohl Full-file-Updates als auch Binary-Updates verteilt
werden, da der Client jederzeit auf die CAB-Dateien im
Verzeichnis MSOCache zurückgreifen kann.
Ebenso kann jederzeit eine Reparaturinstallation durchgeführt
werden. Im Papier »Strategies for Updating Office 2003
Installations« (Quelle: www.microsoft.com/office/ork/updates/patch_o2k3.htm)
empfiehlt Microsoft diese Methode für die meisten
Unternehmen, wenn mit dem Ausrollen von Office 2003 noch
nicht begonnen wurde.
- Installation von einem administrativen
Installationspunkt: Dazu wird zuerst mit dem
Befehl setup /a eine administrative
Installation von Office 2003 auf einer Serverfreigabe
durchgeführt. Dabei werden allerdings die Dateien
entpackt. Wird von einem administrativen
Installationspunkt dann die eigentliche Installation auf
einem Client durchgeführt, so kann auf dem Client kein
gecachtes Quellverzeichnis MSOCache mehr
erzeugt werden, da im administrativen Installationspunkt
auf dem Server die Dateien nur entpackt vorliegen. Der
administrative Installationspunkt kann nur mit Full-file
Patches geupdatet werden.
Microsoft begründet die Empfehlung zugunsten der
Installation über eine komprimierte Abbild-CD mit folgenden
Argumenten:
- Wenn eine Reparaturinstallation von Office 2003
notwendig wird, so stehen die Quelldateien auch ohne einen
Server mit einer Installationsfreigabe sofort zur Verfügung,
und es müssen vor Ort keine Original-CDs vorhanden sein.
- Wenn die Kapazität und die Bandbreite der Leitungen
gering sind, kann die kleinere Binary-Updatedatei
problemloser verteilt werden als die größere
Full-file-Updatedatei.
- Es ist in der Vergangenheit zu Versionskonflikten
gekommen, wenn ein neues Service Pack bereits in den
administrativen Installationsordner des Servers
eingespielt wurde, dieses Service Pack jedoch nicht
zeitnah auf alle Clients verteilt werden konnte und
Clients für eine Komponenten-Nachinstallation oder wegen
einer Reparaturinstallation Quelldateien aus der
Serverfreigabe anforderten.
Doch sollten Sie diese Argumente und auch die Empfehlung
kritisch hinterfragen. Die gepackten CAB-Dateien von Office
2003 belegen neben dem Festplattenverbrauch für die
eigentliche Installation zusätzlich ca. 250 Megabyte im
Verzeichnis MSOCache. Stellen Sie sich vor,
wenn Microsoft auch bezüglich einer Installation von
Microsoft Project, Visio oder Navision argumentieren würde,
dass der empfehlenswerte Weg wäre, die Quelldateien der
Original-CD gepackt auf dem Client zu parken. Mit gleichem
Recht könnten nun Hersteller von kaufmännischer Software,
CAD-Programmen oder Grafikprogrammen die Empfehlung
aussprechen, dass ein komprimiertes Abbild der
Installations-CD auf dem Client abgelegt werden soll. Überschlagen
Sie den Festplattenverbrauch, wenn Sie für alle auf einem
Client installierten Anwendungen die Inhalte der
Installations-CDs zusätzlich auf die Festplatte des Clients
kopieren würden. Und stellen Sie sich vor, wie groß
RIS-Abbilder oder Abbilder anderer Produkte (z.B.
Ghost-Abbilder) würden, wenn jeder Hersteller eine derartige
Empfehlung ausspräche.
Auf der Buch-DVD finden Sie im Verzeichnis Office
Artikel zur Verteilung von Office 2003 und Office-Updates.
Nachfolgend werden beide Methoden beschrieben.
Eine Administratorinstallation auf dem Server vornehmen
Eine Administratorinstallation kann nur von Office
2003-Enterprise-Versionen durchgeführt werden. Wenn Sie den
Befehl setup /a von einer einfachen Office
2003 Professional-CD oder von einer Office 2003 Basic
Editon-CD aufrufen, erhalten Sie folgende Meldung, und die
Installation bricht ab.

Es ist natürlich möglich, den Inhalt einer solchen CD in
eine Installationsfreigabe eines Servers zu kopieren und von
dort die Installation zu starten, jedoch kann diese
Installation weniger angepasst werden. Auch für kleinere
Unternehmen können jedoch Enterprise-Versionen beschafft
werden.
Legen Sie unter \\s1\install ein
Verzeichnis Office2003 an. Starten Sie auf
dem Server S1 von einer Office Enterprise
Edition-CD das Setup mit dem Parameter /a für
eine Administratorinstallation.

Nach der Eingabe des Installationsordners und des Volume
License Keys läuft die Administratorinstallation ohne weitere
Installationsfenster ab. Es erscheint lediglich ein weiteres
Fenster mit der Meldung Microsoft Office 2003-Setup
wurde erfolgreich abgeschlossen.
Unter www.microsoft.com/office/ork/updates/2003 und auf der
Buch-DVD finden Sie Informationen zum Thema »Office 2003
Editions Administrative Updates« mit speziellen Anleitungen
zur Integration von Service Packs in eine
Administratorinstallation. Ebenso sollten Sie das Dokument
www.microsoft.com/office/ork/updates/patch_o2k3.htm
mit dem Titel »Strategies for Updating Office 2003
Installations« einsehen.
Ein Office Service Pack in die Administratorinstallation
integrieren
Zum Zeitpunkt der Manuskripterstellung war das Service Pack
1 das aktuellste Service Pack zu Office 2003. Von diesem
Service Pack sollten Sie die Full-file-Version (ca. 83
Megabyte groß) herunterladen, und nicht die Binary-Version.
Wenn Sie die SP1-exe-Datei mit dem Parameter /?
starten, erhalten Sie die möglichen Startparameter.

Mit dem Parameter /q kann das Service Pack
1 also vollautomatisch, dass heißt ohne Benutzerintervention
installiert werden. Durch folgende zwei Befehle einer
Batchdatei wird zuerst Office 2003 und danach das Service Pack
1 aus der administrative Installation auf dem Server heraus
auf einen Client installiert:
\\s1\Install\Office2003\setup.exe /settings
<Pfad zu einer ini-Datei> /qb-
\\s1\Install\Office2003SP1\Office2003SP1-Fullfile.exe
/q |
Mit folgender Syntax können Sie das
Service Pack 1 zuerst entpacken:
[path\name of EXE file] /c /t:[location for extracted
MSP file] |
Der Befehl c:\Office2003SP1-kb842532-Full-file-deu.exe
/c /t:c:\Office2003SP1_entpackt erzeugt im
Verzeichnis c:\Office2003SP1_entpackt
folgende Dateien:
MAINSP1ff.msp, ohotfix.exe, ohotfix.ini, ohotfixr.dll,
OWC102003SP1ff.msp,
OWC11SP1ff.msp
Die entpackten MST-Dateien können Sie nun mit folgender
Befehlssyntax in eine Administratorinstallation auf dem Server
integrieren:
msiexec.exe /p [path\name of MSP file]/a
[path\name of MSI file]
/qb /lv* [path\name of log file] |
Wechseln Sie in das Verzeichnis c:\Office2003SP1_entpackt
und setzen Sie nacheinander folgenden Befehl ab, um die
MSP-Dateien mainsp1ff.msp und owc11sp1ff.msp
in die Administratorinstallation u:\Office2003
zu integrieren (Laufwerk U: ist mit der
Freigabe \\S1\Install verbunden):
msiexec.exe /p mainsp1ff.msp /a
u:\Office2003\pro11.msi /qb
msiexec.exe /p owc11sp1ff.msp /a
u:\Office2003\owc11.msi /qb |
Wie Sie danach am Datum der Dateien erkennen, werden die
Dateien pro11.msi und owc11.msi
aktualisiert. Wenn ein Service Pack aus mehreren MSP-Dateien
besteht, muss der msiexec-Befehl für jede MSP-Datei abgesetzt
werden.
Wenn Office 2003 vor dem Erscheinen des Service Pack 1 noch
nicht verteilt wurde, kann es durchaus sinnvoll sein, eine
Administratorinstallation in einer Serverfreigabe durchzuführen,
danach das Service Pack 1 in diese administrative Installation
zu integrieren und dieses Installationsverzeichnis als neue
Basisversion für Clientinstallationen zu verwenden. Diese
Administratorinstallation mit integriertem Service Pack kann
auch auf eine CD oder DVD gebrannt werden, um z.B. Office 2003
auf dezentralen Arbeitsplätzen zu installieren. Mit dem später
beschriebenen Office Custom Installation Wizard kann die
Installationsdatei pro1.msi weiter
vorkonfiguriert werden, so dass weder der Installationskey
noch andere Angaben gemacht werden müssen und die
Installation vollautomatisch durchläuft. Ebenso können eine
oder mehrere setup.ini-Dateien erzeugt werden, um die
Installation vorzukonfigurieren. Die möglichen Parameter der setup.ini
finden Sie in einem Artikel der Buch-DVD. Wird nach dem
Ausrollen von Office 2003 ein neues Service Pack veröffentlicht,
so sollte dieses dann nicht mehr zusätzlich in die
Administratorinstallation auf dem Server integriert werden,
sondern separat nachinstalliert werden, um die genannten
Versionskonflikte zu vermeiden.
Installation von einem komprimierten CD-Abbild von Office
2003
Um ein komprimiertes CD-Abbild zu erstellen, kopieren Sie
die gesamte Office-CD einschließlich der versteckten Dateien
in ein Serververzeichnis, z.B. nach \\s1\install\Office2003_CD.
Tauschen Sie die Datei setup.exe gegen die
neuere Datei aus, die Sie über http://www.microsoft.com/office/ork/2003/journ/NewSetupEXE.htm
herunter geladen haben. Stellen Sie danach sicher, dass in
diesem Serververzeichnis die MSI-Dateien und die Datei setup.ini
im Unterverzeichnis Files\Setup nicht
schreibgeschützt sind. Wie im folgenden Kapitel beschrieben können
Sie dann mit dem Custom Installation Wizard
dieses Quellverzeichnis anpassen, indem Sie eine
MST-Transformationsdatei erzeugen und dort speichern, welche
die spätere Installation auf den Client bis ins Detail
vorkonfiguriert. Im Schritt 8 Configure Local
Installation Source des Custom Installation Wizards können
Sie nun den Produktkey eingeben und stellvertretend für den
Anwender die Lizenzbestimmungen akzeptieren, indem Sie die
Option I accept the terms in the License Agreement
auswählen.

Wenn Sie später nach erfolgter Installation von Office
2003 auf dem Client den gesamten Schlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE/Software/Microsoft/Office/11.0/Registration\{90110407-6000-11D3-8CFE-0150048383C9}
mit den zugehörigen Unterschlüsseln Product-ID
und DigitalProduct-ID löschen, so werden Sie
beim nächsten Start von Word aufgefordert, den Namen des
Benutzers, den Organisationsnamen und den Produkt-Key erneut
einzugeben. Dadurch wird der Schlüssel erneut erstellt.
Das Löschen eines Zweiges in der Registrierdatenbank kann
wiederum über eines der im Kapitel »Das Anmeldeskript«
angesprochenen Tools automatisiert werden. Nimmt man diesen
Befehl später in die Installationsroutine für den
Musterclients auf, bevor ein RIS-Abbild erstellt wird, so kann
der endgültige Produkt-Key eingegeben und Office 2003 danach
online aktiviert werden, sobald das RIS-Abbild auf einen neuen
Client eingespielt ist.
Im Schritt 16 des Custom Installation Wizards
ist es eigentlich möglich, Programme anzugeben, die nach der
Installation von Office 2003 durchgeführt werden sollen. Die
Angabe des Befehls \\s1\Install\Office2003SP1\Office2003SP1-Fullfile.exe
/q führte bei meinen Tests aber nicht zu dem gewünschten
Ergebnis, dass das Service Pack 1 vollautomatisch
nachinstalliert wurde. Nach einigen zeitintensiven Tests
entschied ich mich deshalb zu einer Batchroutine, die zuerst
Office 2003 aus dem komprimierten CD-Abbild und danach das
Service Pack 1 installierte.
Ändern Sie nun die Datei setup.ini ab
oder erstellen eine ini-Datei unter einem anderen Namen. Diese
Datei sollte dann folgende Einträge enthalten, um
sicherzustellen, dass bei der späteren Installation auf dem
Client das MSOCache-Verzeichnis im Laufwerk C:
komplett und nicht nur mit einem Teil der CAB-Dateien erstellt
wird:
[Cache]
LOCALCACHEDRIVE=C
ENFORCECACHE=1 |
Die Syntax des Parameters LOCALCACHEDRIVE ist
nicht eindeutig beschrieben. Verwenden Sie die Zeile LOCALCACHEDRIVE=C:\,
wenn das Verzeichnis MSOCache in einem
anderen Laufwerk erstellt wurde. Hat sich in der
Registriedatenbank unter HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\11.0\Delivery\{<ProductCode}
der Schlüssel LocalCacheDrive zum Beispiel
mit dem Wert D einmal verewigt, können Sie
wie ich Stunden ohne Erfolg damit zubringen, an der Datei setup.ini
herumzutesten und zu installieren und zu deinstallieren. Das
Cache-Verzeichnis wird dann solange auf dem Laufwerk D:
angelegt, bis Sie den Schlüssel oder besser den ganzen Zweig HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Office\11.0
wieder löschen.
Im Abschnitt [MST] der Datei setup.ini können
Sie außerdem den Pfad und die MST-Transformationsdatei
eingeben, die mit dem Custom Installation Wizard erzeugt wird:
[MST]
MST1=\\s1\install\office2003_CD\standard.mst |
Zuletzt erzeugen Sie eine Batch-Datei Office2003_CD_Install.cmd
mit folgenden Befehlen:
\\s1\install\office2003_CD\setup.exe /settings
\\s1\install\office2003_CD\angepasste_setup.ini
/qb-
\\s1\Install\Office2003SP1\Office2003SP1-Fullfile.exe
/q |
Diese Routine starten Sie nun auf einem Windows XP-Client,
wodurch zuerst unter C:\MSOCache die
CAB-Dateien von Office 2003 angelegt werden, danach die
automatische Installation nach den Vorgaben der
MSI-Transaktionsdatei erfolgt und anschließend das Service
Pack 1 nachinstalliert wird.
Sie können auch das Serververzeichnis Office2003_cd
mit der Installationsroutine Office2003_CD_Install.cmd
und einer oder mehreren angepassten MST-Dateien und
setup.ini-Dateien auf eine CD oder DVD brennen, um unabhängig
von der Verfügbarkeit des Servers automatische Installationen
von Office 2003 vorzunehmen.
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Von Ulrich Schlüter, Autor des Buches "Integrationshandbuch
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Gebundene
Ausgabe - 949 Seiten - Galileo Press
Erscheinungsdatum: Oktober 2004
ISBN: 3898425258
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