Microsoft
Office im Netzwerk (Teil II)
Die Office-Installation mit dem Custom Installation
Wizard anpassen
Mit dem Custom Installation Wizard (CIW) aus dem Office
Resource Kit kann die spätere Office-Installation im Vorfeld
angepasst werden. Der Assistent CIW erzeugt eine
MST-Transformationsdatei, die später beim Start der
Office-Installation als Parameter übergeben werden kann. Der
Custom Installation Wizard kann sowohl auf eine
Administrationsinstallation (siehe Kapitel 12.1.2) als auch
auf eine Installation als komprimiertes CD-Abbild von Office
2003 (siehe Kapitel 12.1.4) angewendet werden.
Installieren Sie auf dem Windows XP-Client das Office 2003
Resource Kit.

Starten Sie aus den Microsoft Office 2003 Resource Kit
Tools den Custom Installation Wizard. Sie
finden diesen Assistenten über Start – Programme
– Microsoft Office Tools – Microsoft Office 2003 Resource
Kit. Im CIW-Assistent arbeiten Sie nacheinander 23
Schritte ab. Im Schritt 2 geben Sie als zu öffnende MSI-Datei
die Datei \\s1\install\Office2003\pro11.msi
an.

Im Schritt 3 wählen Sie Create a new MST-File
und geben im Schritt 4 als neu zu erstellende
Transformationsdatei \\s1\install\Office2003\Standard.MST
an. Der Dateiname Standard.MST soll in
unserer Beispielkonfiguration nicht für die Version Office
2003 Standard stehen, sondern für einen
Office-Standardarbeitsplatz.

Im Schritt 5 geben Sie im Feld Organization Name
den Namen der Organisation an (z.B. Company). Klicken Sie auf
die Schaltfläche Help und lesen Sie die
Anmerkungen zu diesem Feld. Den standardmäßigen
Installationspfad belassen Sie auf <programFiles>\Microsoft
Office.

In Schritt 7 (Fenster Remove Previous Version)
übernehmen Sie die Vorauswahl Default Setup behavior.
Diese Voreinstellung deinstalliert eine eventuell vorhandene
Office-Installation, bevor die neue Installation beginnt.

Im folgenden Schritt Set Feature Installation
States können Sie die zu installierenden Komponenten
auswählen.

Wichtig ist, dass keine Komponenten vom Server gestartet
oder später beim ersten Aufruf nachinstalliert werden,
sondern auf der Workstation installiert werden. In einem
komplexen Netzwerk mit mehreren Standorten könnte es zu
Problemen führen, wenn ein Client versucht, über eine
langsame WAN-Verbindung auf einen Server eines anderen
Standortes eine Komponente nachzuinstallieren oder gar von
diesem Server auszuführen.
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Da die Festplatten in Computern heute so dimensioniert
sind, dass der Speicherplatz in der Regel kein Problem mehr
darstellt, wählen Sie besser zu viele Komponenten aus, als später
feststellen zu müssen, dass eine abgewählte Komponente doch
benötigt wird und aufwendig auf hunderten von Computern
nachinstalliert werden muss.
Seien Sie also nicht zu
restriktiv! Wählen Sie keine Komponente ab, wenn Sie sich
nicht sicher sind, dass diese Komponente später bei der
Erweiterung des Netzwerks (z.B. durch die Einführung weiterer
Microsoft Produkte wie Microsoft Sharepoint Server oder die
Integration der Telefonanlage in den Exchange Server) doch benötigt
werden.
Im Zweifelsfall wählen Sie alle Komponenten aus, indem Sie
Alles vom Arbeitsplatz starten als Option wählen.
Markieren Sie Disable Run from Network sowie Disable
Installed on First Use und klicken Sie dann auf Apply
To Branch, und lesen Sie die Bedeutung dieser
Parameter nach, indem Sie die Schaltfläche Help
anwählen.
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Als Sie eine administrative Installation von Office 2003
Professional im Verzeichnis \\s1\install\office2003
durchführten, wurden Sie bereits zur Eingabe des Produkt-Keys
aufgefordert. Im Schritt 8 können Sie deshalb die
Voreinstellung Do not configure local installation
source übernehmen. Wenn Sie jedoch die Methode eines
komprimierten CD-Abbildes von Office 2003 anwenden, wählen
Sie an dieser Stelle Configure local Installation source und
tragen einen gültigen Lizenzschlüssel ein.

Im Schritt 9 werden wir in einem späteren Durchlauf des Custom
Installation Wizard im Feld Get values from
an existing settings profile eine OPS-Datei angeben,
die wir mit dem Office Resource Kit Profile Wizard
noch erzeugen werden. Übernehmen Sie jedoch zu diesem
Zeitpunkt die Einstellung Do not customize; use
Microsoft default values.

Im Schritt 10 Change Office User Settings
können Sie viele Voreinstellungen für Office-Komponenten
vornehmen.

Leider sind die Optionen nicht erklärt. Hier hilft nur
eins: Installieren Sie Office 2003 mit allen Komponenten auf
einem separaten Computer und starten Sie dort die einzelnen
Komponenten. Wählen Sie für jede Anwendung Extras
• Optionen und sehen Sie sich die Hilfetexte zu den
einzelnen Optionen direkt unter einem installierten Office
2003 an.
Bei allen Einstellungen, die Sie in diesem Fenster
vornehmen, handelt es sich um Voreinstellungen, die der
Anwender später jedoch ändern kann. In einem nachfolgenden
Kapitel werden die Office 2003-Gruppenrichtlinien besprochen.
Über die Konfiguration von Gruppenrichtlinien können Sie so
gut wie alle Einstellungen, die Sie im Schritt 10 des Custom
Installation Wizards vornehmen, erneut definieren, jedoch mit
dem Unterschied, dass die über Gruppenrichtlinien definierten
Optionen vom Anwender nicht geändert werden können. Sie können
z.B. das Standard-Verzeichnis zum Speichern von Worddokumenten
über den Custom Installation Wizard oder über eine
Gruppenrichtlinie vorgeben.
Ein Beispiel dazu: Wenn 95 Prozent der Anwender ihre
Worddokumente vorwiegend im Gruppenverzeichnis des Servers
speichern, wäre es vielleicht sinnvoll, das
Standardablageverzeichnis für Worddokumente über den Custom
Installation Wizard vorzugeben. Diejenigen wenigen Anwender,
die z.B. das persönliche Verzeichnis Eigene Dateien
als Speicherort für ihre Worddokumente bevorzugen, können
diese Voreinstellung dann einmalig über Extras –
Optionen – Speicherort für Dateien anpassen.
Nehmen Sie dieselbe Voreinstellung aber über die
entsprechende Office-Gruppenrichtlinie vor, so können diese
Anwender die Voreinstellung nicht mehr ändern und müssen
jedes Mal das Verzeichnis wechseln, wenn sie in Word den
Befehl Speichern unter anwählen.
Nachfolgend finden Sie Vorschläge für einige
Einstellungen im Schritt 10. Die endgültigen Entscheidungen,
welche Einstellungen schon hier im Custom Installation Wizard
und welche Einstellungen später über Gruppenrichtlinien
vorgenommen werden, werden Sie jedoch erst treffen können,
wenn das Thema Office 2003-Gruppenrichtlinien abgehandelt ist.
Unter Preferences • e-mail options • Advanced
e-mail options- when sending a message sollten Sie
einstellen, dass neben dem Semikolon auch das Komma als
Trennzeichen zugelassen wird.


Diese Einstellung bewirkt, dass der Anwender später bei
der Erstellung einer neuen Nachricht im Feld An
zwei Empfänger-Kennungen wie »schlueter, rath«
durch ein Komma getrennt eingeben kann und Outlook bei der
Namensauflösung diesen Eintrag dann als zwei Empfänger
interpretiert, und nicht als »Nachname, Vorname«.
In einem Büro mit mehreren Mitarbeitern ist es bestimmt
unangebracht, wenn bei der Ankunft einer neuen Nachricht der
Lautsprecher aktiv wird. Deaktivieren Sie deshalb unter When
new items arrive die Option Play a sound.


Unter Calendar Options sollten Sie die Working
hours konfigurieren, indem Sie die Arbeitszeiten
Ihres Unternehmens eintragen. Sicherlich ist es auch sinnvoll,
wenn unter Calender week numbers die Anzeige der Wochennummern
aktiviert wird.

Die Option Allow attendees to propose new times for
meetings you organize betrifft
Outlook-Besprechungsanfragen. Sie ist identisch mit der Option
Teilnehmer dürfen andere Besprechungszeiten
vorschlagen und sollte aktiviert werden.
Aktivieren Sie unter contact options die
Option Check for duplicate contacts. In den
Optionen von Outlook wird dadurch bei einem neuen Anwender in
den Kontaktoptionen die Option Nach Duplikaten überprüfen
aktiviert.


Die Journaloptionen sollten als Voreinstellung für einen
neuen Anwender nicht konfiguriert bleiben. Die Journalfunktion
wird von den wenigsten Anwendern aktiv genutzt. Sie ist aber
ressourcenintensiv.
Unter Mail Format • Message Format können
Sie darüber nachdenken, die Voreinstellung Use
Microsoft Word to read rich text e-mail messages zu
deaktivieren.


In früheren Office-Versionen waren die Editierfunktionen
von Outlook sehr beschränkt, sodass es sinnvoll war, als
Editor für Nachrichten jedes Mal Word zu starten. Inzwischen
ist jedoch der in Outlook integrierte Nachrichteneditor mächtig
genug, um auch »Rich Text Messages« zu schreiben und
erhaltene Nachrichten fehlerfrei und sauber formatiert
darzustellen, ohne dass Word hinzu geladen werden muss.
Da alle gängigen E-Mail-Produkte inzwischen keine Probleme
mehr haben, mit dem erweiterten Zeichensatz umzugehen, können
Sie außerdem unter Mail Format • Internet
Formatting die Option Outlook Rich Text
options von Convert to plain text format
umstellen in Send using Outlook Rich Text format.


In Outlook finden Sie diese Option in der Registerkarte E-Mail-Format.

In den Security-Seetings können Sie über den Menüpunkt Allow
access to e-mail attachments einstellen, welche
Dateianhänge in Outlook zugelassen sind.


Auf der Buch-DVD finden Sie Tools als auch eine
selbsterstellte Gruppenrichtlinie, mit der Sie festlegen können,
welche Dateianhänge bei E-Mails erlaubt sein sollen.
Unter Security – Crytograhpy finden Sie
eine Fülle von Sicherheitseinstellungen. Jedoch erscheint es
mir sinnvoller, das Thema »E-Mail-Sicherheit« später
isoliert zu betrachten und die Sicherheitsbedürfnisse dann über
Gruppenrichtlinien zu steuern, als bereits im CIW
Einstellungen vorzunehmen. In das Thema »E-Mail-Sicherheit«
fließen sehr viele Faktoren ein, z.B. die Art der verwendeten
Firewall und die Auswahl der Virenscanner. Über
Gruppenrichtlinien können die Outlook-Sicherheitsoptionen später
dynamisch angepasst werden.


In der Kategorie Outlook 2003 • Tools • Other
sollten die Optionen Empty Deleted Intems Folder
sowie Make Outlook the default program for E-Mail,
Contacts and Calendar aktiviert werden.

In den Advanced Options sollte zusätzlich
die Option Warn before permanently deleting items
deaktiviert werden.


So ist sichergestellt, dass beim Beenden von Outlook die
gelöschten Objekte ohne Warnung endgültig gelöscht werden.
Die Postfächer der Anwender auf dem Exchange Server laufen
dann nicht voll. Ohne diese Einstellungen bleiben alle gelöschten
Nachrichten inklusive der mitgeschickten Anhänge im Ordner Gelöschte
Objekte erhalten und belegen unnötig Platz in der
Exchange-Datenbank und den Sicherungsbändern.
Was aber, wenn ein Anwender eine E-Mail oder einen Kontakt
versehentlich löscht? Sie können im System-Manager
des Exchange Servers einstellen, dass gelöschte Objekte erst
nach einer bestimmten Anzahl von Tagen, z.B. 14 Tagen, endgültig
gelöscht werden. Bis dahin kann ein Anwender ein
versehentlich gelöschtes Objekt jederzeit wieder herstellen:
Er öffnet den Ordner Gelöschte Objekte und
wählt über den Menüpunkt Extras den Befehl
Gelöschte Elemente wiederherstellen. Ist die
voreingestellte Zeit, bis zu der gelöschte Objekte auf dem
Exchange Server wieder herstellbar sind, verstrichen, so können
Sie im Notfall das Postfach des betroffenen Anwenders von
einem alten Sicherungsband zurücksichern.
Unterhalb von Advanced finden Sie in den Reminder
Options die Möglichkeit, den Lautsprecher für die
Erinnerungsfunktion abzuschalten. Dies erscheint besonders
dann sinnvoll, wenn mehrere Anwender in einem Büro sitzen
oder Kundenkontakt haben. Das ständige Tönen des
Computerlautsprechers ist für die Sachbearbeiter und die
anwesenden Kunden wahrscheinlich eher lästig als hilfreich.


In der Kategorie Auto Archive schlage ich
vor, die Autoarchivierung abzuschalten. Ohne gezielte Schulung
wird ein einfacher Anwender mit der Funktion Autoarchivierung
wahrscheinlich überfordert sein.


Werden z.B. ältere E-Mails automatisch in einen
Archivordner verschoben, so rufen mit großer
Wahrscheinlichkeit bald Mitarbeiter im Support an, weil sie
wichtige E-Mails vermissen und nicht wissen, wie sie den
Archivordner finden, um die verschobenen E-Mails wieder an den
alten Platz zurück zu verschieben. Die Funktion Autoarchivierung
ist, so glaube ich, nur etwas für Anwender, die darin
geschult wurden. Wenn Sie die Autoarchivierung nicht
deaktivieren, müssen Sie sich Gedanken machen, wie der
Speicherort und der Name der Archivierungsdatei so
vordefiniert werden kann, dass die Archivdatei in die tägliche
Sicherung mit eingeht. Sonst ist ein Datenverlust durch eine
defekte Festplatte so gut wie vorprogrammiert.
Ein weiteres Argument spricht zumindest beim Einsatz des
Exchange Servers gegen die Autoarchivierung: Wenn die
Mitarbeiter nicht regelmäßig alte Outlook-Objekte löschen,
sondern diese außerhalb der Datenbank des Exchange Servers in
einer PST-Datei archivieren, so müssen Sie in den
Speicherplatz auf dem Dateiserver investieren, um diese immer
größer werdenden Archivdateien unterbringen zu können.
Warum dann nicht gleich in den Speicherplatz des Exchange
Servers investieren und die Maximalgröße der Postfächer
erweitern?
Die Option Auto-repair of MAPI32.DLL
sollte von Ask user before running FIXMAPI.EXE
auf Do not ask; automatically repair
umgestellt werden.



Es erscheint auch sinnvoll, zu verhindern, dass Anwender
E-Mail-Konten in einer reinen Exchange-Umgebung selbstständig
hinzufügen können. Sie können dies über die Option Prevent
users from adding e-mail accounts unterbinden.
Sowohl unter den Optionen von Word als auch unter denen von
Excel und Powerpoint können Sie jeweils unter View
die Option Startup Task Pane so voreinstellen,
dass die Startaufgaben nicht als Spalte rechts erscheinen,
wenn Word, Excel oder Powerpoint gestartet werden. Ich
empfinde diesen Aufgabenblock, der bei jedem Start von Word
oder Excel erscheint, eher störend, besonders auf
Bildschirmen mit einer Maximalauflösung von 1024 x 768 Pixeln.
Denn dort belegt der Aufgabenblock dann einen großen Teil des
Bildschirms, und für das eigentliche Dokument verbleibt umso
weniger Platz. Den Aufgabenbereich kann man auch über das Menü
Ansicht oder über die Tastenkombination Strg+F1
gezielt dann starten, wenn man dessen Funktionen benötigt.


Die Anzahl der Optionen, die Sie für Word, Excel,
Powerpoint und Access einstellen können, ist sehr
umfangreich. Sie sollten auf einem separaten Computer die
einzelnen Anwendungen starten und über den Menüpunkt Extras
• Optionen unter Verwendung der Hilfefunktion die
Bedeutung der einstellbaren Optionen überprüfen.
Mit scheint es zumindest ratsam, die Funktion Schnellspeicherung
von Word durch die Auswahl von Apply Changes
und das Nichtaktivieren der Option Check to turn
setting on abzuschalten, weil die Schnellspeicherung
Textänderungen in der geänderten Datei hinten anhängt,
statt die Datei komplett neu abzuspeichern. Außerdem können
Sie die Funktion Always create backup copy
nicht aktivieren, wenn die Schnellspeicherung zugelassen ist.


Eine weitere sehr interessante Voreinstellung ist Prompt
for document properties in der Kategorie Save.
Durch die Aktivierung dieser Option wird der Benutzer beim
erstmaligen Speichern eines neuen Word-Dokuments automatisch
mit dem Fenster Dateieigenschaften
konfrontiert und aufgefordert, die Felder Titel, Thema,
Stichworte, Kategorie, Kommentare und Autor auszufüllen.
Besonders in einer gemeinsamen Gruppenablage ist es hilfreich,
wenn diese Felder ausgefüllt sind und jeder Mitarbeiter
anhand der Dateiinformationen schon beim Auflisten der Dateien
im Windows Explorer die Bedeutung des Dokuments erahnen kann.
Das hilft, in einer Fülle von Dokumenten schnell das gesuchte
Dokument zu finden.
Mit der Option Save AutoRecover info können
Sie außerdem das Zeitintervall einstellen, nach dem ein in
Bearbeitung befindliches Dokument spätestens wieder
gespeichert wird, um bei einem Absturz von Word oder einem
Stromausfall den Verlust zu begrenzen.
Wenn Sie in der Kategorie Microsoft Office 2003
(User) • Tools • Customize die Option Always
show full menus aktivieren, werden die Menüs wieder
vollständig angezeigt, und nicht nur die Menüpunkte, die der
Anwender oft verwendet.

Um den Schutz vor Viren zu erhöhen, ist es an diversen
Stellen möglich, einzustellen, ob und mit welcher
Sicherheitsstufe VBA oder Makros zugelassen werden sollen und
wie beim Öffnen von nicht signierten Makros verfahren werden
soll.


In der Kategorie Improved Error Reporting
können Sie abschalten, dass bei Fehlfunktionen Fehlerberichte
an Microsoft verschickt werden.

Die Schritte 11 und 12 übergehen Sie im Custom
Installation Wizard. Interessant ist der Schritt 13 Add,
Modify, or Remove Shortcuts, in dem Sie einstellen können,
welche Icons an welcher Stelle des Startmenüs erscheinen
sollen. Endlich hat Microsoft erkannt, dass es in Unternehmen
neben Microsoft Office auch noch andere Anwendungen gibt: Die
Icons der Microsoft Office 2003-Komponenten pflastern nicht
mehr das Startmenü direkt unter Start – Programme
zu, sondern begnügen sich nun mit einer Position im Untermenü
Start – Programme – Microsoft Office.
☺ Nur die beiden Icons Neues Office Dokument
erstellen und Office Dokument öffnen,
die meiner Erfahrung nach von den wenigsten Anwendern
gestartet werden, liegen standardmäßig direkt über der
Schaltfläche Start. Im diesem Fenster können
Sie das Menü aber umsortieren. Mein Vorschlag: Verschieben
Sie die selten genutzten Icons Neues Office Dokument
erstellen und Office Dokument öffnen
in das Untermenü Microsoft Office, und
verschieben Sie dafür die Icons der häufig genutzten
Komponenten Word und Outlook direkt über die Schaltfläche Start.

Nicht benötigte Icons löschen Sie. Die Verknüpfung Microsoft
Office wird standardmäßig unter Start •
Programme • Autostart erzeugt, belegt aber nur unnötigen
Hauptspeicher. Das zugehörige Icon ist ein solcher
potentieller Löschkandidat.
Da sich auch in Ihrem Unternehmen nicht alles um Microsoft
Office dreht, sondern kaufmännische Anwendungen oder
Grafikanwendungen wie CAD beim Standardanwender die Arbeit
bestimmen, können Sie über das Fenster Add, Modify
or Remove Shortcuts das Startmenü übersichtlich
gestalten.

Im Schritt 15 Specify Office Security Settings
können Sie für alle Office-Komponenten den Sicherheitsgrad (Security
Level) angeben, jedoch bieten später auch die
Office-Gruppenrichtlinien dieselbe Funktionalität. Deshalb
werden hier keine Einstellungen vorgenommen.


Der Schritt 16 Add Installations and Run Programs
wird ebenso übersprungen. Zusätzliche Anwendungen und
Einstellungen sollen später unabhängig von der
Office-Installation skriptgesteuert oder über
Installationsrichtlinien durchgeführt werden.
In Schritt 17 wird ein neues Standard-Outlook-Profil
konfiguriert, z.B. unter dem Namen Exchange Server S1.

Im Schritt 18 Specify Exchange Settings
aktivieren Sie dazu die Option Configure an Exchange
Server connection und übernehmen im Feld User
Name den voreingestellten Parameter %UserName%.
Im Feld Exchange Server geben Sie den Namen
des Exchange Servers an.

Sobald ein Anwender sich später zum ersten Mal Outlook
startet, wird automatisch der Exchange-Dienst konfiguriert und
die Variable %UserName% durch den
Postfachnamen des Anwenders ersetzt. Sind die Postfächer der
Anwender auf mehrere Exchange Server verteilt, so stellt das
Outlook später selbst fest und überschreibt den im Schritt
18 eingetragenen Exchange Servernamen mit demjenigen, auf dem
das Postfach des Benutzers liegt. Wenn Sie die Schaltfläche Help
betätigen, lesen Sie dazu folgendes:
„Enter the name of an Exchange server that is likely
to be available when users start Outlook. When each user
starts Outlook for the first time, Outlook replaces this value
with the user’s correct Exchange server.“
Ob der Cached Exchange Mode standardmäßig
im Schritt 18 vorkonfiguriert werden sollte, hängt unter
anderem davon ab, ob Sie überhaupt wollen, dass Kopien von
Exchange-Postfächern oder von öffentlichen Exchange-Ordnern
auf der lokalen Festplatte der Clients gecached werden. Gibt
es viele Laptop-Benutzer, die regelmäßig offline arbeiten,
so ist das sicherlich sinnvoll. Aus Datenschutzgründen kann
jedoch speziell in Behörden und öffentlichen Einrichtungen
vieles dagegen sprechen. In einem Krankenhaus sollten z.B.
Informationen über Patienten bestimmt nicht als Kopien auf
lokalen Festplatten liegen. Wenn der Computer gestohlen würde,
gäbe es viel unter Umständen viel Ärger! Über
entsprechende Gruppenrichtlinien von Office 2003 lassen sich
die Optionen des Cached Modes zudem feiner dosieren oder auf
bestimmte Anwender und/oder Clients einschränken. Über die
Schaltfläche Help finden Sie folgende
Informationen zum Cached Exchange Mode:
Use the following options to configure users’ Outlook
profile to use a local copy of the Exchange mailbox:
Do not configure Cached Exchange Mode
By default Exchange mailboxes are accessible from the
Exchange server, rather than being cached on users’
computers in an OST file.
Configure Cached Exchange Mode
Create an Offline Store file (OST file) or use an
existing OST file; users work with a local copy of their
Exchange mailbox. (You specify a file name and folder for the
OST file by clicking the More Settings button on this page of
the wizard.)
Configure additional settings for using Cached
Exchange Mode.
Use Cached Exchange Mode - Select this check box to
configure Cached Exchange Mode for users, and then select one
of the following options:
- Download only headers - Download copies of headers
only from users’ Exchange mailboxes.
- Download headers followed by the full item - Download
copies of headers from users’ Exchange mailboxes, and
then download copies of messages.
- Download full items - Download copies of full
messages (headers and message bodies) from users’
Exchange mailboxes.
Über die Schaltfläche More Settings öffnen
Sie ein Untermenü, in dem Sie Einstellungen für die
Offline-Benutzung und den Zugang zum Server über das Internet
mittels Outlook Web Access (OWA) vornehmen können:

Die Hilfe-Schaltfläche zeigt folgende Informationen:
When you are configuring an Exchange Server connection,
click the More Settings button to set up user
accounts for offline use or to configure Outlook to connect to
an Exchange mailbox by using an HTTP connection.
Select the Enable offline use check box
and provide the following information:
- Path and file name of the Offline Store file
- Directory path to store Offline Address Book
Note These options are not
equivalent to enabling the Cached Exchange Mode feature.
However, if Cached Exchange Mode is configured, then Outlook
uses the Offline Store file (OST file) defined here.
Select the Connect to Exchange Mailbox using
HTTP check box and provide the following information:
- Use this URL to connect to the proxy server
for Exchange
- Connect using SSL only
- Mutually authenticate the session when connecting
with SSL
- In the Principal name for proxy server box,
specify a name for the proxy server to use for mutual
authentication.
By default on a fast network, Outlook attempts to
connect by using the LAN connection first. On a slow network,
Outlook attempts to connect by using HTTP first. You can
override default behavior in either case by changing the
following options:
- On a fast network, connect using HTTP first,
then by using the TCP/IP
To change the default behavior for fast networks,
select this check box.
Select an authentication method. The default method is Password
Authentication (NTLM).
Im Schritt 19 Outlook: Add Accounts können
Sie das Dienste-Profil weiter definieren. Über die Schaltfläche
Add öffnen Sie ein Fenster, in dem Sie alle
Dienste vorkonfigurieren können, die auch in Outlook selbst
über Extras – E-Mail-Konten einstellbar
sind: POP3, IMAP, http, PST-Dateien (Personal Folders File)
oder zusätzliche LDAP-Dienste.


Bei Verwendung eines Exchange Servers wird das Outlook
Adressbuch automatisch bereitgestellt und muss hier nicht
explizit hinzugefügt werden. Da alle Outlook-Objekte wie
Nachrichten, Kontakte oder Termine auf dem Exchange Server
vorgehalten werden, wird für einen Standard-Client in der
Regel auch keine persönliche Ordnerdatei (PST = Personell
Storage File) benötigt. Ein Personal Folders File
(PST) wird jedoch bei Laptop-Benutzern, die regelmäßig
offline arbeiten, benötigt. Er kann dann später manuell
hinzuinstalliert werden. Das Thema »Laptop-Benutzer« muss
zusammen mit dem Thema »Exchange Cached Mode« separat
behandelt werden, da hier auch sicherheitstechnische Fragen
relevant sind: Welche Daten dürfen das Firmengelände
verlassen? Laptop-Benutzer müssen außerdem gesondert in
Themen wie Offline-Dateien, Ordnersynchronisation und dem
externen Zugriff auf das Firmennetz geschult werden.
Der POP3-Dienst wäre z.B. dann von Interesse, wenn statt
eines Exchange-Servers ein alternativer POP3-Mailserver
genutzt wird. Klicken Sie in diesem Fall auf die Schaltfläche
Help, um weitere Informationen über diese
Dienste zu erhalten.
Im Schritt 20 Outlook: Remove Accounts and Export
Settings können die getroffenen
Outlook-Profileinstellungen in eine PRF-Datei exportiert
werden.

Das Exportieren der Outlook-Profileinstellungen ist für
das weitere Vorgehen zwar nicht notwendig. Interessant ist
dennoch der Tipp, den Sie lesen, wenn Sie die Schaltfläche Help
anklicken:
An efficient way to create an Outlook PRF file is
to use the Custom Installation Wizard to make your selections
and then export them to a PRF file – even if you are not
using a transform to deploy Office. You can edit the PRF file
to make additional customizations not exposed in the wizard.
For example, you can add an e-mail provider not listed in the
wizard.
Eine mit dem Custom Installation Wizard erzeugte PRF-Datei
kann also weitere Konfigurationseinstellungen aufnehmen, die
der Custom Installation Wizard nicht anbietet, wie z.B.
weitere E-Mail-Providerdienste. Über http://www.microsoft.com/office/ork/2003/three/ch7/OutB03.htm
und auf der Buch-DVD finden Sie den Artikel »Customizing
Outlook Profiles by Using PRF Files« (Quelle:) mit der
folgenden Bemerkung:
Note The Outlook tools Newprof.exe
and Modprof.exe are no longer required. The
tools will not work with Outlook 2003 or Outlook 2002.
You can use the Custom Installation Wizard to quickly modify
profile settings and create a new PRF file that includes those
settings.
Mit PRF-Dateien können z.B. die Outlook-Dienste eines
bereits ausgerollten Systems nachträglich von zentraler
Stelle aus geändert werden. Alten Exchange Server-Profis noch
bekannte Tools wie Newprof.exe und Modprof.exe
werden nicht mehr unterstützt.
Im Schritt 21 Outlook: Customize Default Settings
schlage ich Ihnen vor, Outlook statt Word als Default-Editor für
Nachrichten einzusetzen und die Option Default e-mail
format von html in rich text
abzuändern.

Der interne Editor alter Outlook-Versionen unterstützte
viele Formatierungen nicht, weshalb es in früheren Office
Versionen sinnvoll war, Word als Standard-Editor für neue
Nachrichten einzustellen. Inzwischen ist der Outlook-Editor
jedoch sehr mächtig geworden und reicht zum Schreiben neuer
Nachrichten vollkommen aus. Viele Fehler-Meldungen beim Schließen
von Word wie die, dass die Word-Vorlagedatei normal.dot
nicht gespeichert werden kann, sind oft darauf zurückzuführen,
dass gleichzeitig in Outlook eine weitere Instanz von Word
gestartet wurde und die normal.dot blockiert.
Sie reduzieren derartige Fehlerquellen, indem Sie Word nicht
als Editor für neue Mails einstellen. HTML
als E-Mail-Format ist ein Sicherheitsrisiko, da
HTML-Nachrichten versteckten Code enthalten können, und
sollte deshalb durch richt text ersetzt
werden.
Der Schritt 22 Specify Send/Receive Group Settings
ist relevant, wenn Clients eine schlechte Verbindung zum
Exchange Server haben oder offline arbeiten. Diese
Feineinstellungen können später besser über
Gruppenrichtlinien vorgenommen werden. Ebenso kann der Schritt
23 übersprungen werden, in dem Installationseigenschaften
(Setup Properties) neu definiert werden können.
Im letzten Schritt 24 Save Changes wird
nun die Transformationsdatei mit allen getroffenen
Einstellungen gesichert.

Sobald Sie auf Finish klicken, erscheint folgender Hinweis:
The following command will run SETUP quietly using your
transform file: setup.exe TRANSFORMS=»F:\install\Office2003\Standard.MST«
/qb-

Dieser Hinweis ist sehr wichtig für unser Vorhaben zur
automatischen Installation von Microsoft Office und wird
direkt in die Routine \\s1\netlogon\batch\InstallOffice2003.cmd
eingehen.
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Von Ulrich Schlüter, Autor des Buches "Integrationshandbuch
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Erscheinungsdatum: Oktober 2004
ISBN: 3898425258
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