GoogleGoogle hat seit der Entstehung des Konzerns eine rasante Entwicklung durchlebt. In der Mitte der 90er Jahre entstanden durch die Verbreitung des Internets die ersten Suchmaschinen, welche die Fülle an neuen Webseiten listeten und übersichtlich präsentierten. Google etablierte sich innerhalb weniger Jahre durch geschickte Programmierung zum Marktführer und verdrängte nach und nach die Konkurrenten Yahoo und Bing als führende Suchmaschine. Doch Google ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Programmen, Analysedateien und Apps, die es Unternehmen und Usern ermöglichen, Daten zu erfassen und für eigene Zwecke auszuwerten. Kundendaten und persönliche Informationen gehören seit vielen Jahrzehnten zu wichtigen Bestandteilen von Zielgruppenanalysen oder dienen als Grundlage für statistische Erhebungen. Doch nicht alle Vorgehensweisen sind rechtens und können die Privatsphäre von Anwendern verletzen und einige Firmen haben sich auf den Datenklau regelrecht spezialisiert. Gut von Böse zu unterscheiden, ist bei der Vielzahl an Hintergrundprozessen und Zugriffsrechten für viele Anwender immer schwieriger geworden.

Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität 

* Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität.

Siehe dazu diese PDF-Datei


Google Analytics - Der Marktführer

Nutzen und Hilfestellung für Webseitenbetreiber

Google Analytics ist ein Tool, das sehr viele Internetseiten verwenden, um statistische Daten ihrer Besucher zu erfahren und das Verhalten zu beobachten. Das ist besonders im E-Commerce-Bereich interessant, denn das Analyse-Tool hilft dabei, die Zielgruppen einzugrenzen oder Veränderungen festzustellen. Folgende Daten kann das Programm dabei erheben:

  • Herkunft (Land, Stadt)
  • Betriebssystem und Gerät
  • Sprache
  • Browser plus Add-ons
  • Besucherquellen
  • Verweildauer
  • Datendownload
  • Nutzerverhalten (Werbebanner, Videos, Seitenaufrufe)

 

Seit 2014 sind Webseiten, die Google Analytics verwenden, verpflichtet, ihre Besucher auf die Nutzung des Dienstes hinzuweisen und das Widerrufsrecht darzulegen. Google nutzt diese Daten ebenfalls, um Benutzerprofile von Usern anzulegen, die zum Beispiel Gmail, AdSense oder die Google Suche nutzen, um personalisierte Werbung schalten zu können. Das Tool bietet Analysen zu Echtzeitaktivitäten wie den aktivsten Unterseiten oder den besten Quellverweisen. Mittlerweile gibt es auch Versionen des Programms für mobile Geräte, was dieser Artikel erläutert. Mit AdSense und AdWords liefert die Software zusätzliche Analysemöglichkeiten, die umfassende Ergebnisse erzielen. Allerdings ist Google Analytics nicht das einzige Tool, das so umfangreiche Daten erfasst: Piwik ist auf Platz zwei der Analyseprogramme, gefolgt von Etracker und Mint.

 

Beispielanwendungen aus Onlineshops

Zusätzlich zu Google Analytics gibt es für Shopbetreiber zum Beispiel das E-Commerce-Tracking, das Bestellungen erfasst und die Umsätze auflistet. Der Inhalt von Warenkörben wird dabei erfasst und das Verhalten der Käufer. Produkte mit dem höchsten und niedrigsten Absatz, die Entwicklung des Gesamtumsatzes und die besonders gefragten Produktkategorien sind aufgeführt, jeweils unterteilt nach Echtzeit und Gesamtzeit. In der Schweiz ist Google Analytics mit 68 Prozent das am häufigsten benutzte Analyseprogramm und rund 65 Prozent der Online Shops verwenden dieses für ihre Seiten. Die Analysetools sind in der Lage, Verhaltensmuster der Kunden zu erkennen und Zielgruppen herauszuarbeiten, so dass die Shops den Besucherfluss verstehen können und entsprechende Änderungen möglich sind. Allerdings sind die Kunden auf diese Analysen hinzuweisen und fünf Punkte zum Datenschutz einzuhalten:

  • Vertrag zur Auftragsdatenverarbeitung mit Google
  • Anonymisierung der IP-Adresse
  • Widerspruchsrecht der Betroffenen
  • Angepasster Datenschutzhinweis
  • Löschung von Altdaten

 

Auf der Homepage sollten in den Datenschutzhinweisen die Verwendung und Erhebung der Kundendaten aufgelistet sein und das Widerspruchsrecht. Folgendes Beispiel zeigt, wie umfangreich diese Hinweise sein können und wie wichtig die Transparenz für Kunden und Unternehmen ist. Wichtige Daten wie Name, Adresse, Kaufverhalten und Abrechnungsdaten sind zwar für den Kaufvorgang notwendig, müssen aber langfristig nicht zwingend gespeichert sein.

 

Zielgruppenanalysen und Schutzmöglichkeiten

Mit Google Analytics sind zum Beispiel demografische Merkmale der Kunden erfasst. Dazu gehören Alter, Geschlecht, generelle Interessen und das Surfverhalten. So können Onlineshops oder Webseitenbetreiber erkennen, welche Seiten Frauen oder Männer besonders häufig aufrufen, welche Produkte ihnen am besten gefallen und welche Waren an welche Altersklasse gehen. Dafür kann Google Analytics zum Beispiel Interessenskategorien einrichten, die prozentual angeben, für welche Bereiche sich die Shopbesucher besonders interessieren. Wer als Kunde nicht mitmachen möchte, kann zum Beispiel ein Add-on für den Browser installieren, welches das JavaScript des Analysetools deaktiviert. Dieses findet sich auf folgender Seite. Eine weitere Möglichkeit ist es, beim Shop nach den gespeicherten Daten nachzufragen und die Löschung zu beantragen.

Über viele Daten lässt sich das Nutzerverhalten gut ermitteln

 

Kritik an der Datenerhebung und -Verwendung

Trotz der zahlreichen Vorschriften sehen Datenschützer die Verwendung des Programms sehr kritisch, da IP-Adressen und persönliche Informationen sensible Daten sind, welche die Webseiten nicht missbrauchen dürfen. Vor allem die Weitergabe an den Großkonzern Google in den USA empfinden Verbraucherschützer als riskant, da eine absolute Sicherheit der Daten dadurch nicht gegeben ist. Mit den Daten könnten trotz Anonymisierung viele Kunden im Netz sichtbar und dadurch angreifbar werden. Deshalb sollten Kundendaten immer nur für den Zweck wie Verkauf oder Kontakt gespeichert sein und anschließend sollte der Anbieter diese löschen.

 

Unseriöse Tracking-Webseiten


Rechtliche Grundlagen: Das Telemediengesetz

Das Telemediengesetz in Deutschland von 2007 fasst Teledienste und Mediendienste zusammen und ist zuständig für alle elektronischen Informations- und Kommunikationsdienste wie:

  • Webportale
  • Onlineshops
  • Onlinebanking
  • Suchmaschinen
  • Auktionsplattformen
  • Podcasts
  • Informations- und Mediendienste

 

Es erklärt eindeutig, dass die Erhebung, Bereitstellung und Verwendung personenbezogener Daten nur mit Einverständnis und gebunden an einen Zweck möglich sind. Die Einwilligung entsteht zum Beispiel über einen Kaufvertrag oder die Zustimmung zur Anmeldung von Newslettern oder ähnlichem. Erlaubt ist es jedoch weiterhin, zum Zwecke von Marktforschung und Werbung unter Einsatz von Pseudonymen Nutzungsprofile zu erstellen, wenn kein Widerruf vorliegt.
In der Schweiz gibt es seit 2012 die Pflicht, auf kommerziellen Webseiten ein Impressum anzulegen und weitere Richtlinien des Bundesgesetzes für unlauteren Wettbewerb (UWG) zu befolgen. Darin sind einige Datenschutzrichtlinien erfasst, wie die Einwilligung zu Newslettern. Das Datenschutzgesetz in der Schweiz enthält darüber hinaus neben der Auskunftspflicht eine Informationspflicht. Bearbeiten Bundesorgane oder private Personen schützenswerte Personendaten, dann müssen diese die Personen darüber informieren. Das Gesetz findet sich auf admin.ch.

 

Speicherung von IP-Adressen: legal oder illegal?

Eine IP-Adresse identifiziert den Standort des Computers im Internet über den Internetprovider und den Standort des Servers. Diese Informationen sind zum Beispiel auch in den Cookies von Webseiten gespeichert, müssen jedoch nicht vollständig aufgenommen sein, um den Nutzer identifizieren zu können. Bisher mussten Internetprovider die Adressen ihrer Nutzer sechs Monate lang aufbewahren. Dies gilt übrigens auch für Telefondaten, wie Dauer, Empfänger und Uhrzeit. Nach Änderung des Bundesgesetzes betreffend der Überwachung des Post- und Fernmeldeverkehrs (Büpf) sollen diese Daten nun ein Jahr lang gespeichert werden.  Das soll vor allem der Strafverfolgung helfen, doch viele Verbraucherschützer befürchten Missbrauch und eine unnötige Vorratsdatenspeicherung.

 Überwachung in der Schweiz

Quelle: http://www.woz.ch

 

Onlineshops und Co. dürfen die IP-Adresse nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Nutzer speichern, denn diese Information gilt als personenbezogen, wenn sie den Nutzer klar kennzeichnen. Gibt es eine gemeinsame Speicherung mit Adressen und Kontoinformationen, so ist dies ein Gesetzesverstoß, denn dadurch ist der Kunde eindeutig zu identifizieren. Die Anonymisierung und anschließende Speicherung von IP-Adressen ist jedoch auch ohne Einwilligung möglich, mit Hinweis auf die Datenschutzrichtlinien.

 

Tracking Cookies und die Gefahren

Cookies sind kleine Textdateien, welche die Speicherung der Kundendaten innerhalb einer kleinen Textdatei auf dem PC des Anwenders ermöglichen. Darauf greift der Webserver der Homepage zurück und kann Adresse, Nutzerdaten und persönliche Profile wieder aufrufen. Dadurch ist die Eingabe bei einem erneuten Besuch der Seite nicht mehr notwendig, denn Zugangsdaten sind so bereits abgespeichert. Die Gefahr liegt in der unerlaubten Datensammlung von personenbezogenen Daten und die Speicherung von Informationen, die eigentlich nichts mit dem Kauf eines Produktes zu tun haben, darunter zum Beispiel politische Einstellungen oder sexuelle Vorlieben. Diese Daten nutzen Shops oder andere Internetseiten wie Facebook, um personalisierte Werbung zu schalten, auch wenn es der Kunde vielleicht zunächst gar nicht bemerkt. Darüber generieren die Cookies Benutzerprofile, die illegal an Dritte verkauft sein können oder gezielte Absprachen ermöglichen. Einige Cookies lassen sich nicht mehr über den Browser löschen, da diese sich in Unterordnern verstecken. Andere können gelöschte Cookies wieder herstellen und das Tracking kann von neuem beginnen. Wer ohne Schutz surft, dessen Daten sind so für viele sichtbar.

 

Blockierungsmöglichkeiten

Die erste Möglichkeit ist es, im eigenen Browser das regelmäßige Löschen von Cookies einzustellen oder durchzuführen. Des Weiteren gibt es Programme wie Ghostery, welches Trackingprogramme am Datensammeln hindert oder Cookie Manager, das bedenkliche und nützliche Cookies auflistet und sortiert. In folgendem Video ist das Löschen von Cookies anschaulich erklärt.

 

 

Mousetracking

Technik und Anwendungsgebiete

Mousetracking bezeichnet eine konkrete Verfolgung des Nutzerverhaltens anhand der Mausbewegungen. Dadurch kann der Webseitenbesitzer die Bewegungen des Mauszeigers verfolgen, die Verweildauer auf bestimmten Bereichen messen, Eingaben von der Tastatur speichern und die Klickanzahl registrieren. Außerdem sind anhand dieser Daten Fehler in Formularen oder Webseiten erkennbar, denn Abbruchquoten von Eingabefenstern sind mit Hilfe von Mousetracking ebenfalls sichtbar. Die gesamten Aktionen der Maus auf einer Webseite sind dadurch erfasst, was sich oft in so genannten „Heatmaps“, also Hitzekarten wieder erkennen lässt. Dadurch finden zum Beispiel Onlineshops heraus, welche Bereiche den Nutzer ansprechen und welche er überhaupt nicht in Erwägung zieht.

Mousetracking: Technik und Anwendungsgebiete

 

Vorteile und Nachteile für Analysen

Vorteile liegen zum einen darin, fehlerhafte Formulare aufzudecken, wenn viele Kunden ihre Datenangaben nicht vollständig machen können oder die Eingabe abstürzt. Einige Trackingsysteme sind in der Lage, die gesamte Session des Kunden zu speichern, so dass bei einer Analyse die Fehlerquellen schnell zu finden sind. Vielen Webseitenbetreibern geht es um die Usability, also die Bedienfreundlichkeit ihrer Seite. Je weniger Probleme es gibt, desto mehr Kunden sind zufrieden und bleiben auf der Homepage. Die Onlineshops erkennen das Einkaufsverhalten noch detaillierter, ob zum Beispiel nur bestimmte Artikel angeklickt sind und welche Produkte zwar mehrfach unter Beobachtung standen, jedoch nie im Warenkorb landeten. Danach kann der Betreiber seinen Shop anders ausrichten oder die Webseite optimieren. Wichtig dabei sind Transparenz und die Hinweise auf das Tracking der Benutzer, sowie auf konkrete Datenschutzrichtlinien. Nachteile liegen in der großen Datenmenge, die sehr viel Zeit und Personal für eine Analyse benötigt, bei der eventuell gar keine Probleme oder Umstrukturierungen herauskommen.

 

Veränderung der Webseiten für bessere Benutzerfreundlichkeit

Anhand des Trackings lässt sich erkennen, welche Designs ansprechen und wo noch Nachholbedarf besteht. Der Internetnutzer will möglichst zügig an seine Informationen kommen und nicht ewig auf Webseiten nach Hinweisen oder der Navigation suchen müssen. Usability beinhaltet auch, dass Webseitenbetreiber die Homepage nutzerfreundlich ausrichten. Wichtig ist dabei die Übersicht, dass sich Kunden auf der Webseite orientieren können, ohne auf größere Barrieren wie fehlerhafte Links oder zu kleine Buttons zu stoßen. Wer auf mehrere Sprachen setzt, sollte sich wenig Fehler erlauben, denn falsche Übersetzungen sind für internationale Kunden oft ein großes Hindernis, im Shop einzukaufen. Wichtige Tipps dazu gibt es unter folgender Seite.

 

Eyetracking in der Zukunft?

Eyetracking bezeichnet das Aufzeichnen der Augenbewegung auf Smartphones, Tablets oder Computern, um die Usability und die Nutzerbewegungen zu erkennen. Das funktioniert anhand von Testpersonen und Brillen, die mithilfe von mehreren Kameras den Blickverlauf aufzeichnen und für spätere Auswertungen speichern. Andere Methoden setzen fixe Kameras am Monitor ein. Dadurch ergeben sich ebenfalls die Heatmaps, die Dauer und Intensität der Blicke visuell darstellen. Eyetracking analysiert die Reihenfolge der Inhalte, die besonders interessanten Bereiche und die Bewegungen innerhalb dieser Bereiche. So können Webseiten und Programme noch kundenfreundlicher umgewandelt werden und zentrale Interaktionsschnittstellen besser hervorgehoben sein. Im Bereich der medizinischen Forschung ist Eyetracking ebenfalls interessant, um die Interaktion und Steuerung von Inhalten über Augenbewegungen zu ermöglichen. Dies soll auch für den breiten Einsatz von Videospielen bis zu alltäglichen Anwendungen erweitert werden.


Smartphone - GPS-, Bildsynchronisation und Apps


Überwachung per GPS-Signal

Fast jedes Smartphone der jüngeren Generationen besitzt die GPS-Technik. GPS bedeutet Global Positioning System und hilft dabei, ein Handy bis auf wenige Meter genau zu orten. Dafür muss der Empfänger im Handy aktiviert sein und die Person muss sich unter freiem Himmel befinden. Vier Elemente sind dafür notwendig:

  • Empfänger/GPS Gerät
  • Geostationäre Satelliten
  • Bodenstationen
  • Satelliten im Weltraum

Die Geräte ermitteln die Entfernung zu allen Satelliten und anhand von Zeitmessungen ist die Position mit Hilfe von mindestens vier Satelliten gefunden. Smartphonebesitzer sollten das GPS-Signal nur einschalten, wenn sie es wirklich benötigen, denn viele Apps greifen auf diese Informationen zurück. Allerdings ist es strafbar, Menschen ohne ihre Einwilligung per GPS zu überwachen, auch in Logistikunternehmen. Dieser Eintrag gibt Informationen zu Sicherheitslücken.

Smartphone - GPS-, Bildsynchronisation und Apps

 

Bilder im Netz - Datenschutz bei der Daten-Synchronisation

Wer eine Cloud, also ein digitales Speichermedium nutzt, der sollte auf die Sicherheitseinstellungen achten. Die wichtigen Daten von Smartphones oder Computern sind in wenigen Schritten mit der Cloud synchronisiert. Dies kann zum Teil in Echtzeit erfolgen, damit die Daten jederzeit von überall aus erreichbar sind. Bei der Auswahl des Synchronisierungsprogramms sollten Anwender auf hohe Verschlüsselungsstandards setzen. Die SSL- und TLS-Protokolle sind gängige Standards, die mindestens vorzufinden sein sollten. Eine Analyse der gängigen Cloudanbieter gibt es in diesem Interview. Besondere Vorsicht liegt vor allem in der Nutzung von Apps ohne Verschlüsselungssysteme.

 

App-Analysen: Tricks der App-Anbieter

Apps erhalten vom Nutzer Berechtigungen, um auf bestimmte Bereiche Zugriff zu erhalten, die für den Datenaustausch oder die Kommunikation notwendig sind. Darunter fallen folgende Gruppen:

  • Hardware-Steuerelemente  (zum Beispiel Kamera)
  • Konten    (gespeicherte Konten und Passwörter)
  • Nachrichten   (SMS, E-Mails, Chatprogramme)
  • Persönliche Information (Adressbuch, Kalender, Profile)
  • Soziale Informationen (Soziale Netzwerke, Kontakte, Anruflisten)
  • Standort

 

Nicht jede App benötigt diese Informationen, um ihre Funktion auszuführen. Der Standort ist für Apps wie Google Maps oder Foursquare notwendig, nicht jedoch für einen Taschenrechner oder andere Anwendungen. Apps mit fragwürdigen Berechtigungen könnten die Daten zweckentfremden oder sogar die Telefonrechnung erhöhen, wenn der Zugriff auf mobile Dienste erlaubt ist. Der Nutzer kann einzelne Berechtigungen nicht verbieten, es geht nur die Zustimmung zum gesamten Produkt. Bei unklaren Verhältnissen sollten Anwender das Programm nicht mehr benutzen.

 

Mit Hardware-Tracking den Benutzer wiedererkennen

Doch selbst mit Verschlüsselung, Datensicherung und dem Verbot von Berechtigungen kann das Smartphone immer noch wichtige Informationen über den Nutzer liefern. Für Handys gibt es die IMEI Nummer, die International Mobile Station Equipment Identity, die jedes GSM- oder UMTS-Gerät wiedererkennen und genau identifizieren kann. IMSI bedeutet International Mobile Subscriber Identity und ist eine weitere Identifikationsnummer, die auf der SIM-Karte gespeichert ist. Diese Nummer ist einmal pro Kunde von den Mobilfunkanbietern vergeben. Dazu kommen die Seriennummer der SIM-Karte und die MAC-Adresse des Telefons. Minimale Abweichungen von Bauteilen und der Zustand der Sensoren verraten ebenfalls viel über den Anwender. Dadurch sind Personen zum Beispiel auch nach dem Austausch einer SIM-Karte über ihr Telefon eindeutig zu identifizieren. Das lässt sich bisher mit keiner App verhindern.

Mit Hardware-Tracking den Benutzer wiedererkennen

 

Fazit

Das Tracking von Internetnutzern hat Vor- und Nachteile für Unternehmen und Privatpersonen, doch es bleibt die Sammlung von persönlichen Daten und Informationen. Für bestimmte Zwecke, wie zum Beispiel Onlineeinkäufe oder Onlinebanking ist die Dateneingabe und Identifikation hilfreich und notwendig, jedoch immer an den Zweck gebunden. Datenklau und Datenmissbrauch gehören zu den häufigsten Verbrechen im Internet, da die Spuren der Anwender durch Cookies und Tracking bei unzureichender Sicherheit gut nachzuverfolgen sind. Schützen können sich Benutzer durch blockierende Programme oder dem Widerruf der Datensammlung, doch eine 100prozentige Sicherheit gibt es im Internet nicht. Dabei kann es bereits helfen Onlinebankingseiten nur einzeln aufzurufen und keine weiteren Browserfenster daneben zu öffnen. Ähnliches gilt für soziale Netzwerke wie Facebook, welche das Surfverhalten mitverfolgen, um anhand der Informationen Werbung schalten zu können. Wer als Webseitenbetreiber einen Überblick über seine Kunden und Nutzer haben möchte, kann Trackingprogramme einsetzen, muss dabei jedoch die Kunden informieren und die Daten nur im zulässigen Maße verwenden. In Zukunft wird die Balance zwischen Nutzen und Missbrauch von Daten weiterhin ein Streitfall bleiben.





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