3D-DruckerEine aktuelle Umfrage bringt es an den Tag: Zwei Drittel aller Deutschen wollen sich einen 3D-Drucker ins Haus holen. Damit befindet sich diese neue Technologie vor dem kommerziellen Durchbruch. Allerdings: Preise und Anwendungsmöglichkeiten spielen bei der Kaufentscheidung eine große Rolle.



 

3D-Drucker

 

Repräsentative Befragung

Wie eine repräsentative, im Auftrag des Elektronikhändlers Reichelt erstellte Umfrage von TNS Emnid ergab, sind zirka zwei Drittel aller privaten Haushalte in Deutschland entschlossen, sich einen 3D-Drucker anzuschaffen. Zurzeit besitzen lediglich zwei Prozent aller Deutschen solch ein Gerät, aber von den 98 Prozent, die noch keinen Plotter für dreidimensionale Druckerzeugnisse besitzen, spielen bereits 69 Prozent mit dem Gedanken der Anschaffung.

Wesentliche Kriterien hierfür sind bezahlbare Preise sowie die Anwendungsmöglichkeiten, die die Geräte für den Einsatz zu Hause bieten. Die Chancen dafür stehen gut: Denn es drängen sogenannte Fertigdrucker auf den Markt, die vor der Nutzung nicht mehr kompliziert zusammengebaut werden müssen und mit ein paar Handgriffen betriebsbereit sind. Bei Reichelt gibt es solche Geräte im Angebotsportfolio. Die Geräte, die aktuell auf dem Markt angeboten werden, arbeiten mehrheitlich mit dem Schichtschmelzverfahren. Dabei wird geschmolzener Kunststoff durch eine Düse Schicht auf Schicht übereinander aufgetragen, bis das Objekt fertiggestellt ist.

 

3D-Drucker

 

Verschiedene Einsatzbereiche daheim

Das Betreiben eines 3D-Druckers daheim ist für die Deutschen im Wesentlichen aus zwei Gründen interessant:

 

  • Viele finden die Herstellung von Ersatzteilen verschiedenster Art spannend, ebenso wie die Herstellung von Hobby- oder Dekorationsartikeln mithilfe des Geräts, so die Umfrage.
  • Zehn Prozent der Befragten wollen sich in nächster Zeit auf jeden Fall einen solchen Drucker anschaffen.
  • 39 Prozent wollen mit dem Kauf noch so lange warten, bis die Geräte günstiger werden.
  • 30 Prozent hingegen wollen einen 3D-Drucker nur dann erwerben, wenn ihnen die Anwendungsmöglichkeiten der Geräte zusagen.

 

Bei den möglichen Anwendungen konnten sich die Befragten hauptsächlich drei Arten vorstellen:

 

  • 54 Prozent fanden die Herstellung von Deko-Artikeln realistisch,
  • 53 Prozent die von Hobby-Artikeln und
  • ebenfalls starke 48 Prozent die Herstellung von Ersatzteilen nach Vorlagen aus dem Internet.

(Bei der Umfrage waren Mehrfachnennungen möglich)

 

Interessant ist, dass die Studie von TNS Emnid kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Einkommens- und Altersgruppen bei den Befragten feststellt, die jetzt schon einen 3D-Drucker besitzen oder seine Anschaffung planen. Auch die Unterschiede zwischen den Geschlechtern fallen überraschend gering aus: 76 Prozent der Männer besitzen einen 3D-Drucker oder wollen sich einen kaufen, bei den Frauen sind es 63 Prozent. Ein erstaunlich geringer Unterschied für so ein traditionell männlich besetztes Technik-Thema.

 

3D-Drucker

 

Schwerpunkte bei der professionellen Anwendung

Im Falle einer professionellen Anwendung der 3D-Wunder sahen 64 Prozent der Befragten die Nutzung in erster Linie in den Bereichen Forschung und Entwicklung sowie Design und Architektur. Medizin folgt auf dem zweiten Platz mit 56 Prozent und die professionelle Herstellung von Ersatzteilen mit 52 Prozent. Schlusslicht bildete hier die Verwendung von 3D-Druckern im Elektronikbereich: Diese Möglichkeit konnten sich immerhin 48 Prozent aller Befragten vorstellen.

 

Zukunftsthema: Essbares aus dem 3D-Drucker

Was gerade für viele Ältere exotisch klingt und irgendwie an Science-Fiction-Filme erinnert, ist für die jüngere Generation durchaus vorstellbar: Immerhin 24 Prozent der 16- bis 24-Jährigen und 23 Prozent der 25- bis 34-Jährigen könnten es sich vorstellen, sich eine Mahlzeit mithilfe eines 3D-Druckers zuzubereiten. Ein weiteres Indiz dafür, dass 3D-Drucker aus den Haushalten der Zukunft nicht mehr wegzudenken sein werden.

 



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