LenovoErst die Superfish-Malware, dann die Modifizierung am Bios und jetzt wurde wieder eine Spyware auf Lenovo-Rechnern gefunden. Betroffen sind übrigens nach Angaben von Computerworld-Autor Michael Horowitz alle ThinkPad, ThinkCentre und ThinkStation PCs von Lenovo. Die vorinstallierte Spyware soll sich als Support-Werkzeug ergeben und ein Mal pro Tag verschiedenen Daten an Lenovo schicken. Bisher bleibt auch die Frage offen, welche Daten eigentlich an Lenovo geschickt werden.

Die vorinstallierte Software heißt "Lenovo Customer Feedback Program 64" und schickt automatisch ein Mal pro Tag eine so genannte Kundenrückmeldung an Lenovo, obwohl man keine abgegeben hat. Wer die Nutzungsbedingungen der Lenovo-Software nach dem ersten Starten des Computers akzeptiert, ist damit einverstanden, dass seine Daten zu Lenovos Werbeunternehmen (dafür gibt es auch Hinweise weiter unten) weiter geleitet werden.

Aber es gibt auch gute Nachricht für Lenovos ThinkPads-, ThinkCentres- und ThinkStations-Besitzern. Das Schnüffeltool lässt sich im TaskSchedulerView problemlos entdecken und vor allem auch deaktivieren.

Das Schnorchel-Programm heißt Lenovo.TVT.CustomerFeedback.Agent.exe und ist unter C:\Program Files (x86)\Lenovo\Customer Feedback Program zu finden.

 

Lenovo.TVT.CustomerFeedback.Agent.exe

 

Außerdem befinden sich in demselben Ordner folgende Dateien:

  • Lenovo.TVT.CustomerFeedback.Agent.exe.config
  • Lenovo.TVT.CustomerFeedback.InnovApps.dll
  • Lenovo.TVT.CustomerFeedback.OmnitureSiteCatalyst.dll

 

Übrigens das Programm namens LenovoExperienceImprovement.exe sollen auch Daten an 112.207.net übertragen werden.

 

Welchen Methoden will Lenovo sonst noch verwenden, um Kunden auszuforschen. Wenn der chinesische Hersteller so weiter macht, werden die Kunden nur sehr schwer wieder ein Vertrauen in das Unternehmen finden können.

Lenovo hat bereits in der Vergangenheit für sein vorheriges Verhalten mit Kundenverlust gezahlt, wenn man sich an die Reaktion der Kunden auf Superfish erinnert.

 

Lenovo hat bereits mehrfach in dem Dokument HT102023 oder HT073614 erwähnt, dass die Daten, die sie sammeln keinen persönlichen Daten enthalten. Sicherlich "schnüffelt" Microsoft mehr in Windows 10. Aber wie man immer so sagt: Das Vertrauen schlägt den Preis. Der Image-Verlust durch die immer widerholenden Schnüffler-Affären dürfte Lenovo in Zukunft noch teurer als bisher zu stehen kommen.

 

Quelle / Via





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Kommentare zu diesem Artikel

Avatar SyntaxError 2015-09-26 07:30
Guter Schachzug LENOVO!

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