Windows 10: Vorsicht vor den AGBsEs haben bereits über 18 Millionen User das neue Betriebssystem Windows 10 installiert. Viele konnten das Installieren von Windows 10 auch kaum erwarten und klickten bei der Installation auf die Express-Einstellungen. Nach dem man den Express-Einstellungen zustimmt, hat man den AGBs von Windows 10 zugestimmt. Mit der Zustimmung der ABGs werden aber viele Informationen an Microsoft übermittelt, um die Nutzung des Betriebssystems zu verbessern. Eine Gute Nachricht ist, dass Microsoft selbst den Anwendern die Möglichkeit bietet, diese Informationen zur Übermittlung zu genehmigen oder zu verbieten.


Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

 Windows 10: Vorsicht vor den AGBs

 

Hier die kritischen Punkte, die mit der Express-Einstellungen zugestimmt wurden:

  • Gesprochener oder geschriebener Inhalt wird an Microsoft gesendet
  • Apps dürfen die Advertising-ID zu Werbezwecken versenden
  • Standorte des Geräts, gegenwärtige und vergangene, dürfen an Microsoft gesendet werden
  • Die Browser-History wird an Microsoft gesendet
  • Automatisches Verbinden mit offenen WLAN-Hotspots wenn Windows diese für vertrauenswürdig hält
  • Automatisches Verbinden mit Netzwerken, wenn Kontakte diese geteilt haben

 

Zu beachten ist, dass dies nur einige Auszüge des Datenschutzes sind. Bei der Installation sollte man besser die Option "Einstellungen anpassen" auswählen und die einzelnen Punkte der Datenübertragung sich genauer anschauen.

 

Wer die Standard-Einstellungen bereits bei der Installation von Windows 10 übernommen hat, kann diese unter "Einstellungen" und "Datenschutz" bei Bedarf auch einzeln korrigieren bzw. deaktivieren. Microsoft gibt dem User zumindest die Möglichkeit, die Einstellungen nachträglich zu korrigieren. Wer die Übertragung von verschiedenen Daten trotzdem noch deaktivieren möchte, kann es unter Datenschutz machen.

 

Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

Die Einstellungen bezüglich der personalisierten Werbung können auf dieser Microsoft Website vorgenommen werden.

Es können auch unter dem Menü-Punkt "Feedback und Diagnose" Korrekturen vorgenommen werden.

 

Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

Über einen Registry-Eintrag kann man auch die Übertragung an Microsoft von Gerätedaten deaktivieren. Dazu muss man zunächst den Registry Editor ausführen, indem man in das Suchfeld unten links "Regedit" eingibt und das Programm startet. Von dort aus navigiert man zu "HKEY_LOCAL_MACHINE\ SOFTWARE\ Policies\ Microsoft\ Windows\ DataCollection" und erstellt mittels eines Rechtsklicks einen DWORD-Wert (32 Bit). Dieser soll in "AllowTelemetry" umbenannt werden und der Wert muss auf "0" eingestellt sein.

 

Hinweis: Dieser Registry-Trick funktioniert bei der Home, Pro und Enterprise Edition von Windows 10. Dadurch wird die Schaltfläche "Sendet Ihre Gerätedaten an Microsoft" grau markiert und deaktiviert. Aber die Home und Pro Edition von Windows 10 soll angeblich diesen Eintrag ignorieren.

 

Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

Man kann auch noch zwei Dienste wie "Diagnosenachverfolgungsdienst" und "dmwappushsvc" über die Computerverwaltung zusätzlich deaktivieren. Neustart nicht vergessen.

 

Update am 20.11.2015: Ich habe keine Ahnung warum, aber das November Update von Windows 10 Version 1511 hat den Systemdienst "Diagnosenachverfolgungsdienst" umbenannt. Der Name lautet jetzt "Benutzererfahrung und Telemetrie im verbundenen Modus". 

 

Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

Es können z.B. auch folgende PowerShell-Befehle (als Administrator ausführen) für die Deaktivierung der o.g. Dienste und den Registry-Eintrag verwendet werden.

 

Get-Service DiagTrack | Set-Service -StartupType Disabled

Get-Service dmwappushservice | Set-Service -StartupType Disabled

reg add HKLM\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\DataCollection\ /v AllowTelemetry /t REG_DWORD /d 0 /f

 

Telemetrie-Datenübertragungen in Windows 10 deaktivieren

 

Hinweis: Achte bitte darauf, dass durch die Deaktivierung verschiedene Apps und Features möglicherweise nicht oder nicht ordnungsgemäß funktionieren können. Einige kritisierte Punkte kann man in der Oberfläche abstellen, einige liegen leider unter der Haube von Windows 10. Die Programmierer sind in der letzten Zeit richtig fleißig. Man muss verschiedene Tools wie DoNotSpy10Destroy Windows 10 SpyingDisable WinTracking oder W10Privacy verwenden, damit die Datensammelei ein Ende hat.

Bei der Nutzung solchen Programmen, sollte man für den Notfall unbedingt eine Sicherung des Systems durchführen!

 

ACHTUNG: NoNotSpy10 enthält ein Setup-Programm, welches die Bibliothek OpenCandy verwendet. Diese Zusatz-Adware-Software sammelt eingehende Informationen über den Rechner. Es soll die benutzerdefinierte Installation gewählt werden und das Häkchen für die angebotene Zusatzsoftware ist zu entfernen. Zum Ausführen der Software sind Adminrechte erforderlich.

 

Auch interessant: Abwärtskompatibilität und Windows 10 ab November für Xbox One


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