Windows VistaDer VPN-Zugang ermöglicht Ihnen einen validierten Zugang zu Intranet-Applikationen über beliebige Internet-Provider. Virtual Private Network (VPN) ist eine Technologie, die es dazu berechtigten Rechnern aus dem ganzen Internet erlaubt, auf das private, lokale Netzwerk eines Unternehmens, einer Institution etc. zu zugreifen. Dabei wird der Rechner quasi in das Netzwerk integriert und erhält damit auch alle Rechte eines Rechners aus dem lokalen Netzwerk. Dadurch können teure Ferngespräche für Modemverbindungen ins lokale Datennetz bzw. die hohen Kosten für internationale Standleitungen eingespart werden. Nachfolgend zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie die Einrichtung eines VPN-Servers, sowie das Einbinden der VPN-Client unter Windows Vista funktioniert.

 

Einrichten des VPN-Servers (Eingehende VPN-Verbindungen)

Um unter Windows Vista den VPN-Server einrichten zu können, müssen Sie eine Administrator-Berechtigung verfügen. Wenn Sie als Administrator angemeldet sind, klicken Sie dann auf die Schaltfläche "Start" und im Start-Menü auf "Systemsteuerung". In der Systemsteuerung klicken Sie auf "Netzwerk und Internet" und dann auf "Netzwerk- und Freigabecenter". 

 

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Klicken Sie in der Aufgabeleiste (links) auf "Netzwerkverbindungen verwalten".

 

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Klicken Sie oben auf "Datei" oder drücken Sie die "ALT" Taste und wählen Sie in der Menüleiste "Neue eingehende Verbindung...".

 

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Tipp: Um einen Missbrauch durch Dritte zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen einen neuen Benutzer für die eingehende VPN-Verbindung einzurichten. Klicken Sie dazu auf die Schaltfläche "Benutzer Hinzufügen.

 

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Geben Sie hier Ihren gewünschten Benutzernamen und das gewünschte Kennwort an. Wiederholen Sie das Kennwort, um Schreibfehler auszuschließen. Nach Ihrer Eingabe klicken Sie auf den Knopf "OK". 

Aktivieren Sie das Kontrollkästchen neben einem Namen, damit dieser Benutzer auf diesen Computer über VPN-Verbindung zugreifen kann. Klicken Sie dann auf "Weiter".

 

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Die Zugriffe auf den VPN-Server können über ein lokales Netzwerk oder das Internet erfolgen. Aktivieren Sie hier das Kontrollkästchen "Über das Internet" und mit Klick auf "Weiter" gelangen Sie zum nächsten Schritt.

 

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Für die eingehende VPN-Verbindung können unter Windows Vista verschiedene Protokolle und Dienste verwendet werden. Standardmäßig für eine VPN-Verbindung wird ein "Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4) verwendet. Falls der VPN-Client das IPv6 erfordert, können Sie das "Internetprotokoll Version 6 (TCP/IPv6) markieren. Bei bedarf können Sie auch verschiedene Protokolle oder Dienste installieren, indem Sie auf die Schaltfläche "Installieren..." klicken.

Nachdem Sie alle gewünschte Kontrollkästchen markiert haben klicken Sie dann auf "Zugriff zulassen".

 

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Ausgewählten Benutzer wird nun der VPN-Zugriff erteilt und sie können eine Verbindung mit diesem Computer herstellen.

 

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Wenn Sie jetzt die Schaltfläche "Schließen" klicken, um die Einrichtung zu beenden, bekommen Sie im Fenster "Netzwerkverbindungen" eine neue "Eingehende Verbindung" angezeigt.

 

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Tipp: Falls die neu eingerichtete "Eingehende Verbindung nicht sofort zu sehen ist, drücken Sie die Funktionstaste "F5" um den Fensteransicht zu aktualisieren. Durch einen Doppelklick oder mittels rechter Maustaste können Sie die Konfiguration prüfen bzw. ändern.

Um Probleme bei der Zuteilung der IP-Adressen durch einen DHCP-Server zu vermeiden, können Sie selbst eine feste IP-Adresse definieren. Klicken Sie dazu im Fenster "Eigenschaften von Eigehenden Verbindungen" auf das Protokoll TCPv4 oder TCPv6 und klicken Sie die Schaltfläche "Eigenschaften".

 

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Markieren Sie die Option "IP-Adressen angeben" und tragen Sie die IP-Adressen in die Textfelder ein. Achten Sie, dass sich der VPN-Server und VPN-Client im gleichen IP-Subnetz befinden. Meldet der VPN-Server einen Fehler: 733, liegt hier ein DHCP-Problem vor. Korrigieren Sie manuell die IP-Adresse.

Hinweis: Wir empfehlen für PPTP das IP-Protokoll 47 (nicht zu verwechseln mit dem TCP/UDP Port 47!) und der TCP Port 1723 für die VPN-Zugriffe zu öffnen. Für L2TP benötigen Sie die UDP Ports 500 und 1701 sowie das IP-Protokoll 50. Achten Sie aber, dass diese Kombination Probleme verursachen kann, weil sie grundsätzlich nicht NAT-fähig ist.

Weitere Infos über VPN-Ports und Firewall finden Sie auf Microsoft TechNet Seite unter: http://technet2.microsoft.com/windowsserver/de/library/428c1bbf-2ceb-4f76-a1ef-0219982eca101031.mspx?mfr=true

 

Einrichten des VPN-Clients

Um eine VPN-Verbindung mit dem VPN-Server aufzubauen klicken Sie auf "Start" und im Start-Menü auf "Systemsteuerung". In der Systemsteuerung klicken Sie auf "Netzwerk und Internet" und dann auf "Netzwerk- und Freigabecenter".

 

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Klicken Sie in der Aufgabeleiste (links) auf "Eine Verbindung oder Netzwerk einrichten".

 

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In den Verbindungsoptionen wählen Sie "Verbindung mit dem Arbeitsplatz herstellen" aus und klicken Sie auf "Weiter".

Hinweis: Falls auf Ihrem Computer bereits eine oder mehrere Verbindungen eingerichtet sind, erscheint folgende Abfrage.

 

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Wählen Sie hier "Nein, eine neue Verbindung erstellen" und mit Klick auf "Weiter" gelangen Sie zum nächsten Schritt.

 

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Im folgenden Fenster wählen Sie die Option "Die Internetverbindung (VPN) verwenden".

 

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Hinweis: Bei der Rückfrage ob Sie zuerst eine Internetverbindung einrichten möchten, wählen Sie "Eine Internetverbindung wird später eingerichtet" und klicken Sie auf "Weiter".

 

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Als nächstes geben Sie unter "Internetadresse" die IP-Adresse des VPN-Server ein und als "Ziel Name" verwenden Sie eine beliebige Bezeichnung für diese VPN-Verbindung.

Tipp: Falls Sie die VPN-Verbindung für andere Benutzer auf Ihrem Computer freigeben möchten, aktivieren Sie die Option "Anderen Benutzern erlauben, diese Verbindung zu verwenden". Mit Klick auf "Weiter" gelangen Sie zum nächsten Schritt.

 

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Als nächstes geben Sie Ihren Benutzernamen und Kennwort ein.

 

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Zum Schluss wird die Verbindung mit dem VPN-Server hergestellt.

 

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Die neu erstellte Verbindung ist jetzt im Fenster "Netzwerkverbindungen" zu sehen.

Tipp: Über die rechte Maustaste und "Eigenschaften" können Sie die Konfiguration prüfen bzw. ändern.

 

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Durch einen Doppelklick wird eine VPN-Verbindung hergestellt.

 

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Tipp: Unter Umständen kann es passieren, dass der L2TP oder PPTP WAN-Miniport Treiber beschädigt ist und nicht geladen werden kann. Mit Hilfe von ein paar Zeilen auf der Kommandozeile lassen sich die beiden Treiber neu installieren. 

Deinstallation des L2TP und PPTP WAN-Miniport Treiber:

>netcfg -u ms_l2tp
>netcfg -u ms_pptp

Erneute Installation des L2TP und PPTP WAN-Miniport Treiber:

>netcfg -l %windir%\inf\netrast.inf -c p -i ms_pptp
>netcfg -l %windir%\inf\netrast.inf -c p -i ms_l2tp

Zum Abschluss der Installation ist ein Neustart erforderlich!

 

Auf die Freigaben des VPN-Server zugreifen

Wurde der Zugriff auf das lokale Netzwerk des VPN-Server gestattet, können Sie auf die Freigaben zugreifen, indem Sie z.B. mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken und "Neu/Verknüpfung" erstellen.

 

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Tragen Sie im Textfeld den Pfadnamen des Rechners auf dem Sie zugreifen möchten zum Beispiel "\\192.168.2.2\c" ein und unten im Fenster klicken Sie auf "Weiter". Im folgendem Fenster geben Sie einen Namen für die "Netzwerk-Verknüpfung" und klicken Sie anschließend auf "Fertigstellen".

Alternativ zur Pfadeingabe können Sie auch über den "Durchsuchen“ -Button zu dem freigegebenen Ordner navigieren. Vergessen Sie auf keinen Fall das einleitende "\\" und die Trennung von Rechnername und Ressource durch "\". Sie können jetzt problemlos Ihre Dateien austauschen bzw. hin und her kopieren.

 

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