WLANDie Reichweite von Wireless-LAN ist größten Teils von der Umgebung abhängig. Die meisten Wireless-Hersteller geben 100 bis 300 Meter im Freien als Maximal-Reichweiten und 30 bis 50 Meter in Gebäuden an. Leider alle Elektrogeräte, Wände oder auch Bäume verringern die Wireless-Reichweite.  Durch große Entfernung sinkt die Qualität und damit auch die Geschwindigkeit der Wireless-Verbindung. Platzieren Sie den Access Point oder Router nicht in die tiefsten Ecken, besser auf einem Regal oder Schreibtisch stellen, damit er gut in allen Richtungen funken kann. Achten Sie darauf, dass die Linie zwischen Ihrem Access Point und Client möglichst auf direktem Weg durch die Zwischenwände geht. Am besten im 90-Grad-Winkel zur Wand, da sonst die Funkwellen zu weite Wege zurücklegen müssen und durch die abschirmende Wände dann auch zurück gewendet werden.



Hinweis: Alle Wireless-LAN-Geräte die innerhalb der EU zum Einsatz kommen, müssen eine Leistungsbegrenzung auf 100mW haben und daher ist eine Steigerung der Sendeleistung verboten, sprich unmöglich!

Antennenverstärker bringen zum Beispiel eine Steigerung der Feldstärke im Raum, nicht aber durch die Wände, also Raumübergreifend. Da Wireless-LAN bidirektional funktioniert, ist es oft schon sinnvoll, dass ein Computer der unter einem Schreibtisch (oder sonst irgendwie aufgeräumt) steht, mit einer Antenne auszustatten ist, an der ein Kabel dran angeschlossen ist um eine bessere Position zu erreichen.  

Eine bessere Methode, um die Wireless-LAN Reichweite indoor zu erweitern ist ein Einsatz von mehreren Access Points eventuell auch zusammen mit HomePlug (Powerline) Adaptern zu erreichen, oder der Einsatz von Repeatern. Hier sehen Sie ein Anschlussbeispiel von mehreren APs (Access Points) die über HomePlug (Powerline-Adapter) im Haus verteilt werden:

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Mit der Powerline Technologie wird die Datenübertragung auf dem hausinternen Stromnetz zur Realität. Die PowerLine Geräte zum Beispiel von Allnet ermöglichen die Vernetzung von PCs und Peripherie und den Zugang ins Internet über jede beliebige Steckdose. In Minutenschnelle ist ein Netzwerk ohne Neuverkabelung im ganzen Gebäude errichtet. So lassen sich auch beliebig viele Access-Points an den Stellen im Haus platzieren, wo das Funkfeld auch wirklich benötigt wird, ganz ohne Kabel zu verlegen.

Jedes PowerLine Modul wird entweder direkt, oder mit einem Stromkabel an die 230V Strom Steckdose angeschlossen und LAN-Seitig über Netzwerkkabel verbunden. Die  mitgelieferte Software unterstützt die einfache und sichere Installation.

Repeater sind Access-Points mit Repeater-Modus, die den Funkversorgungsbereich im Direktmodus vergrößern. Der Repeater Modus ist nicht von der Wi-Fi definiert und es kann auf keinen Fall garantiert werden, dass ein Access Point oder Router mit anderen Access Points oder Router vom nicht gleichen Hersteller (auch die über eine Wi-Fi-Zertifizierung verfügen) kommunizieren können (geklonte MAC-Adresse).                  

 

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Wenn Sie also den Access Point Client-Modus oder den Repeater-Modus (Weiterleitung) benutzen, müssen Sie die Remote AP MAC Address (MAC-Adresse für Remote-AP) eingeben. Wenn Sie für die Remote AP MAC Address nur Nullen einsetzen (generische Einstellung), kann vorkommen, dass der Access Point mit jedem verfügbaren Client die Verbindung aufbaut.                   

Hinweis: Immer beim Hersteller nachfragen, welches Modell mit welchem Router als Repeater zusammen arbeitet!

 

Wireless-LAN - Verbindung zweier baulich getrennter Netzwerke

Die Bridge ist eine Punkt-zu-Punkt Verbindung von zwei oder mehr räumlich von einander getrennten LANs über Funk gedacht.  Als typische Einsatzbereiche des Bridges ist unter anderem Umgebungen mit mehreren Haupt- und Nebengebäuden. Bedingung hierfür ist eine uneingeschränkte Sichtverbindung. Alternativ könne Sie die die Bridge auch als reiner Access Point sowie im Access Point/Bridge-Mode.


Bridge-Verbindungen sind unter optimalen Bedingungen bis zu 7,5 KM möglich. Idealer Weise durch Dachmasten mit WLAN-Aussenantennen zu realisieren. Hierbei sollte beachtet werden, dass das Antennenkabel zwischen AP/Bridge und der Antenne möglichst kurz sein sollte. Man rechnet im Schnitt mit 1,2dBi Verlust pro Meter Kabel. Also lieber die LAN-Seite verlängern und den AP in der Nähe der Antenne plazieren!

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Kommentare zu diesem Artikel

Avatar Hausverwaltung Essen 2014-04-14 14:33
Sehr guter Artikel.
Leider ist das WLAN doch schnell an den Grenzen und man benötigt eine Erweiterung.
Hat mir zumindest geholfen...

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Avatar Gunnar Jende 2014-11-03 09:26
Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich WLAN.
Wie kann ich ein stabiles WLAN über ca. 50m und durch mehrere Wände empfangen?
Von einem Haus zum nächsten Haus.
Was brauche ich da für Technik?

Da ich nur wenig Ahnung davon habe, freue ich mich über eine kinderleichte Erklärung.

Vielen Dank

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