Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Google+ teilen Per E-Mail teilen Per Whatsapp teilen Weitere Informationen über diese Buttons

Das gute alte Homeoffice gehört mittlerweile zum guten Ton in der deutschen Geschäftswelt und längst können nicht mehr nur Selbstständige in den eigenen vier Wänden arbeiten, sondern auch zahlreiche Arbeitnehmer. Doch selbst, wenn das Heimnetzwerk nur privaten Zwecken dient, möchten viele Haushalte heutzutage nicht mehr auf eine professionelle Ausstattung verzichten. Dazu gehört auch die Möglichkeit zum sicheren Datenaustausch zwischen verschiedenen Computern beziehungsweise Endgeräten im Heimnetzwerk. Hierbei kommt der Switch ins Spiel - das kleine Gerät zur Verteilung von Daten unterscheidet sich stark in seinem Preisniveau sowie seinen Funktionen. Es ist daher sinnvoll, dass ihr euch vor dessen Anschaffung die Frage stellt, welcher Switch eigentlich die richtige Wahl für euer Heimnetzwerk oder Büro in den eigenen vier Wänden ist.


Ein Switch ist mehr als „nur“ ein Hub

Wer in einem Heimnetzwerk mindestens zwei Computer koppeln und Daten untereinander austauschen möchte, benötigt dafür entweder einen Hub oder einen Switch. Genau genommen handelt es sich hierbei nicht um zwei unterschiedliche Technologien, sondern der Hub stellt eine simple Form eines Switches dar. Während der Hub schlichtweg eingehende Daten via LAN-Kabel an alle angeschlossenen Computer verteilt, kann der Switch einzelne Computer identifizieren und die Daten dadurch nur an bestimmte Rechner senden.

Der Switch ist also intelligenter als ein Hub und könnte als dessen Weiterentwicklung bezeichnet werden. Im Gegensatz zum Hub kann er zudem zeitgleich Daten empfangen und senden, wodurch er deutlich schneller arbeitet. Doch die Liste der Vorteile geht noch weiter:

  • Ein Switch kann zeitgleich Daten senden sowie empfangen – und zwar von mehreren Netzteilnehmern. Es kommt also nicht zu Datenkollisionen, sodass die Übertragung schnell sowie störungsfrei funktioniert. Ein Switch eignet sich somit vor allem für größere Heimnetzwerke.
  • Ein Plus an Sicherheit bietet der Switch insofern, als dass in einer Tabelle eingesehen werden kann, welche Station über welchen Port erreichbar ist. Die Daten landen somit stets beim richtigen Empfänger, was die Möglichkeit der Spionage durch einen Promiscuous Mode der Netzwerkkarte verhindert. Bei einem Hub-Netzwerk ist diese Möglichkeit nicht gegeben, sodass die Daten stets an alle angeschlossenen Ziel-MAC-Adressen weitergeleitet werden - egal, ob diese auch tatsächlich zum Heimnetzwerk gehören oder nicht.
  • Weiterhin können bei der Nutzung eines Switches mehrere physische Ports gebündelt und zu einem logischen Port zusammengefasst werden. Hierfür stehen verschiedene Verfahren zur Verfügung, sodass die Bandbreite gesteigert und damit die Schnelligkeit der Datenübertragung erhöht werden kann.
  • Umgekehrt könnt ihr auch einen physischen Switch in mehrere logische Ports unterteilen. Hierfür muss der Switch VLAN-fähig sein.
  • An jedem Port könnt ihr schlussendlich den Voll-Duplex-Modus nutzen, um die Datenübertragungsrate zu verdoppeln.

Die Liste der Vorteile eines Switches gegenüber dem Hub ist also lang, jedoch spricht vor allem ein Argument dagegen: Ein Switch ist dementsprechend auch deutlich teurer als ein Hub und nicht alle Menschen sind bereit, für ihr Heimnetzwerk so viel Geld auszugeben.

Ihr solltet euch also vor der Anschaffung darüber klar werden, ob ihr tatsächlich einen Switch benötigt - oder ob ein Hub vielleicht ausreicht – und um welche Art von Switch es sich handeln soll: Ethernet Switch für die Kopplung mehrere netzwerkfähiger Geräte über LAN, Gigabit Ethernet Switch mit höherem Datenvolumen sowie schnellerer Übertragungsrate oder ein Fast Ethernet Switch für Standardanwendungen.


Entscheidungshilfe: Welcher Switch für welches Heimnetzwerk?

Ob schlussendlich ein Hub oder Switch besser für euer Heimnetzwerk geeignet ist und welcher, hängt stets vom Einzelfall ab. An welchen Entscheidungskriterien solltet ihr euch also ausrichten? Erst einmal gilt zu klären, ob nicht vielleicht ein Drahtlosnetzwerk für die Nutzung in den eigenen vier Wänden ausreicht.

Wem dieses jedoch zu unsicher ist oder wo eine stabile Kabelverbindung bevorzugt wird, beispielsweise beim Gaming, sollten folgen Fragen geklärt werden: Wie viele Geräte sollen an das Netzwerk angeschlossen werden und um welche Art von Endgeräten handelt es sich dabei (Computer, Smartphone, Tablet)? Wie viele dieser Geräte sollen gleichzeitig aktiv sein und Daten untereinander austauschen? Soll der Austausch mit allen angeschlossenen Geräten stattfinden (Hub) oder lieber differenziert (Switch)? Welche Bandbreite steht zur Verfügung?

Habt ihr also die Wünsche an das Heimnetzwerk definiert und die gegebenen Voraussetzungen untersucht, könnt ihr die Bandbreite mit dem passenden Switch bestmöglich ausnutzen und ein Heimnetzwerk ganz gemäß der eigenen Bedürfnisse einrichten. Welcher Switch dafür am besten geeignet ist, hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Bauform
  • Anzahl der physikalischen Ports
  • Menge an zu verarbeitendem Datenvolumen
  • Geschwindigkeit
  • Einsatzzweck
  • Anzahl angeschlossener Geräte

Wie bereits erwähnt, liegt ein großer Vorteil der Switches gegenüber einem Hub in ihrer Schnelligkeit. Richtig konfiguriert, erreichen einige Geräte bis zu 100 GB Bandbreite über Glasfaser-Strecken. Solche Übertragungsgeschwindigkeiten sind allerdings nur mit einem entsprechend leistungsfähigen Switch möglich. Prüft deshalb vor dem Kauf, ob das jeweilige Gerät Routing (Layer2/Layer3) ermöglicht und ob Stacking gewünscht ist.

Weiterhin unterscheiden sich die Switches hinsichtlich ihrer Funktionalitäten wie VLAN und ihren Managementsystemen wie CLI oder Web Interface. Zuletzt müsst ihr noch überprüfen, ob eure technischen Anforderungen durch den jeweiligen Switch erfüllt werden. Nehmt dafür die Latenzzeiten, die Backplane Kapazität, die Layer3-Funktionalität sowie das Protokoll Spanning Tree genauer unter die Lupe.

Ihr seht also: Beim Kauf eines Switches für das Heimnetzwerk stehen euch zahlreiche verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Funktionalitäten zur Verfügung. Prinzipiell gilt: Je leistungsstärker ein Switch, umso teurer ist er in der Regel. Es ist daher sinnvoll, dass ihr euch vorab Gedanken macht, was der Switch wirklich leisten muss und an welcher Stelle ihr Abstriche machen könnt. Für kleine Heimnetzwerke oder Smart Homes ist eventuell sogar ein Hub beziehungsweise ein Drahtlosnetzwerk für den Datenaustausch ausreichend.


Unsere Empfehlung: Das Chuwi CoreBook 2 in 1 Tablet PC mit Tastatur


Vielleicht interessiert Dich das auch:



Gefällt Dir der Artikel? Dann teile ihn mit Deinen Freunden.

(Mit einem Klick auf einen der Teilen-Button gelangst du zu dem Anbieter)
Auf Facebook teilen Auf Twitter teilen Auf Google+ teilen Per E-Mail teilen Per Whatsapp teilen Weitere Informationen über diese Buttons

Du kannst diesen Artikel teilen und über die verschiedensten Social-Media-Kanäle unsere Beiträge weiterempfehlen. Wir freut sich auch über jede Unterstützung, auch über die Nutzung unseres Partner- oder Affiliate-Links, wie Amazon, Gearbest oder Notebooksbilliger. Vielen Dank!


Kommentar schreiben

Mit dem Absenden eines Kommentars willigst Du unserer Datenschutzerklärung und der Speicherung von Dir angegebener, personenbezogener Daten zu. Wir freuen uns auf Deine Kommentare und Anmerkungen. Es kann einen Augenblick dauern, bis Dein Kommentar erscheint.