Tastatur

Internet und Telefonie gehören für die meisten Menschen zu Wegbegleitern des täglichen Lebens. Umso schlimmer trifft es sie, wenn aufgrund eines Anbieterwechsels oder einer Störung die Funktionsfähigkeit und Verfügbarkeit nur eingeschränkt gegeben ist. Was Verbraucher tun können, verraten diese Antworten auf die häufigsten Fragen.

Anbieter gewechselt und nun geht’s nichts mehr?
In diesem Fall - also beim Wechsel von einem Telefonanbieter zum anderen - greift das Telekommunikationsgesetz, wenn binnen einem Tag der neue Anbieter nicht für eine reibungslose Versorgung mit Internet und Festnetz sorgen konnte. Im Gesetz ist zum Beispiel festgelegt, dass die Versorgungspflicht mit Internet und Telefonie dann auf den „alten“ Anbieter zurückfällt, wenn der „neue“ Anbieter seiner Vertragspflicht nicht nachkommt.

Dieses Prozedere lässt sich vergleichen mit einem Wechsel des Versorgungsanbieters. Wer beispielsweise als Privatperson den Strom- oder Gasanbieter wechselt, der muss keine Sorge haben, ohne Strom oder Gas dazustehen. Kann der „neue“ Anbieter seiner Vertrags- und Lieferpflicht nicht nachkommen, fällt diese Aufgabe quasi ganz automatisch auf den regionalen (meist „alten“) Anbieter zurück. Die Rechtsanwaltskanzlei Hollweck weist darauf hin, im Vorfeld einen Blick in die Vertragsdetails zu werfen und zu überprüfen, welcher Vertrags- bzw. Liefertermin vereinbart wurde. Erst wenn klar ist, dass der Anbieter de facto in Verzug ist, kann eine schriftliche Ermahnung auch sinnvoll sein.

Bezüglich der Gebühren gilt: 50 Prozent der Gebühren darf der „alte“ Anbieter abkassieren. Der „neue“ Anbieter bekommt erst dann sein Geld, wenn er auch wie vereinbart liefern kann. Damit eben diese gesetzliche Verpflichtung auch umgesetzt werden kann, ist es nötig, den Anbieter in Schriftform anzumahnen, heißt es. Der bloße Anruf bei der Service-Hotline gelte in diesem Zusammenhang nicht als Meldung.

 

DSL

 

Kommt die bezahlte Geschwindigkeit auch wirklich an?
In einer idealen Welt liefern die Anbieter das, was sie versprechen. In diesem Zusammenhang ist die Internet-Welt allerdings weit ab von einem Idealzustand. Stattdessen wird Verbrauchern der dringende Rat ans Herz gelegt, die Geschwindigkeit mithilfe eines Breitbandtestes zu überprüfen. Um den Breitbandtest valide durchführen zu können, muss der Computer über ein LAN-Kabel mit dem Internet verbunden sein. Zudem sind alle Programme zu schließen. Idealerweise wird der Computer vor dem Test neu gestartet.

Weicht der ermittelte Wert stark von dem gebuchten Paket ab, ist es sinnvoll, in zweierlei Richtungen weiter zu recherchieren:

  • Ist zu prüfen, ob eine Störung beim Anbieter vorliegt. DSL-Störungen bei Internetanbietern werden online gelistet. Einzusehen sind Störungen der letzten 24 Stunden, Störungen nach Telefon- und Internetanbietern sowie aktuell gemeldete Störungen.
  • Liegt keine Störung vor, die Werte variieren dennoch stark, ist die Überprüfung der verfügbaren Internetgeschwindigkeit einige Tage durchzuführen. Verbraucherschützer raten dazu, die Werte für mehrere Tage und zu unterschiedlichen Uhrzeiten zu dokumentieren. Bleibt das Niveau niedrig, ist der Anbieter direkt zu kontaktieren. Möglicherweise liegt der Fehler auch in der Software der Hardware. Nicht umsonst gibt es regelmäßige Updates wie etwa dieses für die FRITZ!Box.


Hinweis: Für etwaige Funkstörungen ist im Übrigen die Bundesnetzagentur der richtige Ansprechpartner. Grundsätzlich ist im Vorfeld festzustellen, ob es sich um einen Fehler des Geräts handelt, oder ob eine echte Funkstörung vorliegt.

 

Was bedeutet eine Verbindungssicherheit von 97 Prozent?
Umgerechnet auf das Jahr bedeutet die von den meisten Anbietern ausgegebene Verbindungssicherheit von 97 Prozent, dass an elf Tagen im Jahr die Verbindung durch einen Totalausfall erliegen kann. Erst wenn an elf Tagen dieser Totalausfall Internet und Telefonie zum Erliegen brachte, haben Kunden die Chance, fristlos ihren Vertrag zu kündigen. Auch hier gilt: Eine schriftliche Aufforderung muss an den Anbieter gerichtet werden. Nur so kann nach Ablauf der Frist eine fristlose Kündigung erwirkt werden.

Unabhängig von der 97-Prozent-Regel ist übrigens die Schadenersatz-Regelung, die einen Anbieter treffen kann, wenn dieser Internet und Telefonverbindung nicht wie vertraglich geregelt zur Verfügung stellen kann. Das heißt: Entstehen dem Endkunden Mehrkosten aufgrund des Ausfalls, können diese beim Betreiber des Netzes als Schadensersatzforderung geltend gemacht werden.

Auch ohne Zusatzkosten gehen Verbraucher bei Nicht-Leistung des Anbieters nicht etwa leer aus. Die Zugangskosten können auch ohne Zusatzkosten rückerstattet werden. Kostet der Vertrag monatlich 30 Euro und das Internet fiel für fünf Tage aus, berechnet sich die Entschädigung so: 30 Euro geteilt durch 30 Tage mal die Anzahl der Tage des Ausfalls (in diesem Fall fünf Tage), macht in Summe eine Entschädigung von fünf Euro für den Nutzungsausfall.



Siehe auch: Das Chuwi CoreBook 2 in 1 Tablet PC mit Tastatur


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