ERP-Software

ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) dienen dazu, die etablierten Unternehmensprozesse zu optimieren und hierdurch die Unternehmensressourcen sinnvoll und zielgerichtet einzusetzen. Ganz grundsätzlich gibt es die Möglichkeit, solche Systeme von etablierten Anbietern zu kaufen oder eine Open Source Version kostenlos zu nutzen. Bei der Auswahl sind die jeweiligen Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Systeme zu berücksichtigen.

ERP-Systeme optimieren die Unternehmensprozesse

Gerade wenn ein Unternehmen jung ist, gibt es bei den Unternehmensprozessen noch erhebliches Optimierungspotenzial. Aber auch etablierte Betriebe können durch die Verbesserung ihrer Prozesse Ressourcen sparen und sich hierdurch Wettbewerbsvorteile verschaffen. Ein nahezu unverzichtbares Tool hierbei sind die sogenannten ERP-Systeme. Diese haben die Aufgabe, eine möglichst effiziente Nutzung aller vorhandenen Unternehmensressourcen - seien es Mitarbeiter, Maschinen, Zeit oder Kapital - sinnvoll einzusetzen und Verschwendung zu vermeiden. Letztlich steigert ein Betrieb hierdurch seine Wirtschaftlichkeit und verschafft sich Vorteile gegenüber der Konkurrenz.

Bei der Wahl des passenden ERP-Systems stehen Unternehmen grundsätzlich zwei Wege offen: man kann die Lizenz für ein ERP-System von einem professionellen Anbieter kaufen oder sich für eine kostenlose Open Source Variante entscheiden. Hierbei handelt es sich nicht um eine Freeware Version eines Anbieters, sondern um Open Source. Das bedeutet, dass der Quellcode allen zugänglich ist und nach Belieben angepasst und verändert werden darf. Welcher Weg für den jeweiligen Betrieb am besten geeignet ist, hängt unter anderem von dessen Größe und den IT-Kenntnissen seiner Belegschaft ab. Natürlich sind hier auch fundierte Kenntnisse des verwendeten Betriebssystems essentiell.

Das spricht für Open Source ERP

Open Source ERP bietet den großen Vorteil, dass es kostenlos ist. Die Unternehmen können die Basisfunktionen unmittelbar für sich nutzen und direkt mit der Arbeit loslegen. Das spart eine Menge Zeit und Geld und führt unmittelbar zu sichtbaren Erfolgen. Hinzu kommt, dass der Quellcode von Open Source ERP-Systemen jederzeit eingesehen und sogar verändert werden darf. Das bedeutet eine hohe Flexibilität für den Betrieb. Er kann die ERP-Software auf die spezifischen Besonderheiten seines Tätigkeitsfeldes anpassen und jederzeit Veränderungen vornehmen. Verändert sich der Markt, kann auch das ERP-System kostenlos angepasst und auf die neuen Gegebenheiten zugeschnitten werden. Nicht zuletzt ist es ein immenser Vorteil, dass die Zahl der Nutzer, die mit dem ERP-System arbeiten dürfen, unbegrenzt ist. Ein Unternehmen muss also nicht mehrere Lizenzen kaufen, wenn weitere Abteilungen oder Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Zugriff auf das System erhalten sollen.

Das spricht gegen Open Source ERP

Open Source ERP ist in der Regel sehr arbeitsintensiv. Das liegt daran, dass die Anbieter eines solchen Systems üblicherweise keinen Support anbieten. Die Implementierung und Nutzung des Systems ist daher komplett dem Unternehmen überlassen. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Belegschaft fundierte IT-Kenntnisse mitbringt oder die IT-Abteilung einen Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin abstellen kann, der oder die ausschließlich für die Wartung und Pflege des ERP-Systems verantwortlich ist. Betriebe, die das nicht leisten können, müssen externe Dienstleister für diese Aufgaben engagieren. Das ist mit hohen Kosten verbunden.

Hinzu kommt, dass Open Source ERP in der Regel nicht so etabliert und erprobt ist wie kostenpflichtige Angebote. Entsprechend gibt es zahlreiche Lücken, die von den Betrieben selbst gefüllt werden müssen. Das ist recht zeitintensiv und setzt solide IT-Kenntnisse voraus. Des Weiteren ist nicht sichergestellt, dass das ERP-System langfristig weiterentwickelt und verbessert wird. Wenn sich die Community nicht mehr für das System interessiert und daran mitarbeitet, läuft es mit der Zeit aus. Es ist daher nicht gesagt, dass kostenlose Angebote langfristig wirklich die bessere Lösung sind. Nicht zuletzt gibt es keine Garantie für Systemfunktionen, wie das bei klassischen ERP-Systemen der Fall ist. Die Anwenderinnen und Anwender können sich also nicht zu 100% auf die Zuverlässigkeit des Systems verlassen.

Das spricht für klassische ERP

Klassische ERP-Systeme sind in der Regel sehr ausgereift und praxiserprobt. Die Funktionen sind daher sehr zuverlässig und müssen nur gelegentlich angepasst werden. Solche Aufgaben übernimmt der Anbieter selbst und er bietet zusätzlich einen umfassenden Kundensupport. Es ist somit nicht nötig, dass ein Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit fundierten IT-Kenntnissen beschäftigt und auch die Implementierung und das Customizing des Systems können in professionelle Hände ausgelagert werden.

Des Weiteren bieten viele Hersteller solcher Systeme branchenspezifische Lösungen an. Das bedeutet, dass das System nicht erst mühevoll auf das eigene Unternehmen angepasst werden muss. Ebenfalls positiv ist, dass der Hersteller das System zuverlässig wartet und regelmäßig weiterentwickelt. Betriebe können sich somit sicher sein, dass ihr ERP-System stets auf dem neuesten Stand ist und mit den Entwicklungen am Markt Schritt hält. Nicht zuletzt bietet der Hersteller Garantien für die Funktionen des Systems. Die Unternehmen können sich somit auf deren Zuverlässigkeit verlassen und haben bei Problemen und Schwierigkeiten einen konkreten Ansprechpartner.

Das spricht gegen klassische ERP

Gegen klassische ERP-Systeme spricht vor allem der Preis. Die Hersteller verlangen für ihre Produkte teils sehr hohe Lizenzgebühren, sodass mit regelmäßigen Kosten zu rechnen ist. Hinzu kommt, dass die erworbenen Lizenzen häufig nur für eine bestimmte Zahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gelten. Das bedeutet, dass die Zahl der Personen, die Zugriff auf das System haben, beschränkt ist. Ebenfalls unangenehm ist, dass das Customizing nur durch den Anbieter möglich ist. Das heißt, dass die Unternehmen keinen Zugriff auf den Quellcode haben und diesen nicht auf ihre individuellen Bedürfnisse anpassen können. Somit ist die Flexibilität bei solchen Systemen stark eingeschränkt.

 

Fazit: Bei der Auswahl die individuellen Gegebenheiten im Betrieb berücksichtigen

Grundsätzlich ist Open Source ERP eine feine Sache, die Unternehmen eine Menge Geld einsparen kann. Gerade für kleine Betriebe, die nur wenige Unternehmensprozesse zu managen und eine überschaubare Zahl an Ressourcen zu verwalten haben, sind diese Systeme eine gute Lösung. Wichtig ist aber, dass im Betrieb genügend IT-Kenntnisse vorhanden sind, um mit dem System umgehen zu können. Im Zweifelsfall kann auch die Möglichkeit einer Weiterbildung in Betracht gezogen werden. Wenn ein Betrieb wächst und die Aufgaben zunehmen, genügt Open Source ERP häufig nicht mehr, um den großen Herausforderungen gerecht zu werden. In der Regel lohnt es sich dann, in ein professionelles ERP-System zu investieren und die dazugehörigen Lizenzen zu kaufen.



Siehe auch: Das Chuwi CoreBook 2 in 1 Tablet PC mit Tastatur


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